MBA: "Ich weise solche Vorwürfe von mir"

MBA: "Ich weise solche Vorwürfe von mir"

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Sally Blount

von Daniel Rettig

Die neue Dekanin der Kellogg School of Management, Sally Blount, über die Leistungen ihres Vorgängers und ihre wichtigsten Herausforderungen.

Frau Blount, Sie sind jetzt seit knapp zwei Monaten im Amt. Haben Sie sich schon an Ihre neue Position gewöhnt?

So langsam. Aber ich gebe zu, dass ich mich erst mal wieder an die Umgebung gewöhnen musste.

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Haben Sie Kellogg etwa nicht wiedererkannt?

Doch, aber meine Zeit als Doktorandin ist ja auch schon knapp 20 Jahre her. Natürlich ändert sich in so einer langen Zeit eine Menge.

Von wem haben Sie sich denn als Erstes über den Campus führen lassen?

Ich habe mich mit vielen unterschiedlichen Personen getroffen – mit Studenten und Ehemaligen, Mitar-beitern der Verwaltung und natürlich meinen Professoren und Mitgliedern der Aufsichtsgremien.

Sie haben sowohl Ihren Masterabschluss als auch Ihre Doktorarbeit an der Kellogg School erlangt. Hätten Sie sich jemals träumen lassen, dass Sie eines Tages als Dekanin zurückkehren?

Natürlich nicht. Aber ich denke gerne an die damalige Zeit zurück – die Erinnerungen machen mich umso dankbarer dafür, meine jetzige Position erlangt zu haben. Das motiviert mich enorm.

Motivation werden Sie auch brauchen, immerhin treten Sie als Nachfolgerin von Dipak Jain in große Fußstapfen. Er führte die Geschicke der Schule acht Jahre lang sehr erfolgreich, Kellogg gilt als eine der besten Business Schools weltweit. Welche sind Ihre Hauptprioritäten für die nächsten Monate?

In der Tat hat mein Vorgänger sehr gute Arbeit geleistet. Meine Hauptaufgaben orientieren sich daher an vier Prinzipien, die bislang auch schon gelten – und die im Übrigen für jede herausragende Hochschule gelten sollten: erstklassige Forschung und herausragende Lehre auf der einen Seite sowie auf der anderen Seite eine lebhafte Umgebung, in der sowohl die Studenten als auch die Professoren optimale Bedingungen vorfinden.

Also ändert sich nichts?

Doch, die Rahmenbedingungen sind -andere. Ich muss Kellogg fit für die nächsten Jahre machen. Und vor allem dafür sorgen, dass wir hier Führungskräfte ausbilden, die nicht nur starke und krisensichere Unternehmen führen können...

...sondern?

Sie sollen dabei gleichzeitig immer auch das Wohl und Wehe der ganzen Gesellschaft im Auge behalten.

Solche Aussagen hört man von den Verantwortlichen der Business Schools ja häufiger, seitdem die Finanzkrise ausbrach. Haben Sie also doch ein schlechtes Gewissen?

Ich bin mir darüber im Klaren, dass viele Kritiker den Business Schools eine Mitschuld an der Krise geben. Allerdings weise ich solche Vorwürfe weit von mir.

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