Semesterbeginn: Hier scheint die Wohnungssuche aussichtslos

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Semesterbeginn: Hier scheint die Wohnungssuche aussichtslos

von Kristin Schmidt

Viele Erstsemester-Studenten und Uniwechsler suchen noch die passende Unterkunft. In welchen Städten das besonders schwierig ist, zeigt eine exklusive Studie für die WirtschaftsWoche.

Wer jetzt noch nicht weiß, wo es zum Wintersemester hingeht, wird es in den nächsten Tagen erfahren. Die Unis schicken die Briefe mit frohen Botschaften und schlechten Nachrichten raus. Damit ist das Zittern um den Studienplatz zwar vorbei, aber der Stress geht erst richtig los: Will ich alleine wohnen oder doch lieber mit Kommilitonen zusammen? Wie finde ich die passende Wohnung und was kostet sie? Worauf muss ich im Mietvertrag achten? Fragen über Fragen, die sich tausende junge Menschen dieser Tage zum ersten Mal in ihrem Leben stellen.

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Und die Entscheidung hat nicht ewig Zeit. Wer zu spät dran ist, dem kann Abenteuerliches blühen. Feldbetten in Hamburger Turnhallen, Wohnwägen auf Campingplätzen in Jena oder drei Euro pro Nacht für eine Couch in einer Trierer Studenten-WG. Das alles haben Studienanfänger schon erlebt, wenn sie nicht schnell genug waren. Und die Situation wird zu diesem Semesterstart nicht besser. Gleich aus fünf Bundesländern strömen die doppelten Abiturjahrgänge an die Hochschulen. Und sie alle müssen sich entscheiden.

Wohnheim, Wohnung oder WG

Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten: Studentenwohnheim, eigenes Appartement oder Wohngemeinschaft. In Wohnheimen leben etwa elf Prozent der Studierenden. Unterschlupfe gibt es dort in den verschiedensten Varianten: Von Einzelzimmern mit Gemeinschaftsbad und –küche über  Einzimmerappartements bis hin zu Mehrzimmer-Wohnungen. Alles möbliert oder unmöbliert. Meist befinden sich diese Wohnkomplexe in der Nähe der Hochschule und werden vom jeweiligen Studentenwerk verwaltet.

Auf deren Webseite können sich Interessierte die Unterbringungen genauer anschauen und sich meist auch online direkt auf ein Zimmer bewerben. Doch das ist nicht immer einfach, denn die Plätze sind heiß begehrt. In Münster zum Beispiel warten Studenten je nach Wohnheim zwischen zwei Monaten und 3 Jahren auf einen Platz in der Wunschunterbringung. Auch das Berliner Studentenwerk hat derzeit keine Plätze frei. Anderswo sieht es besser aus. In Dresden zum Beispiel sind momentan über 100 Zimmer nicht belegt.

Variierende Mieten

Auf der Seite des Mannheimer Studentenwerks heißt es, es seien zwar noch Plätze frei, aber man „sollte sich auf jeden Fall nach Alternativen umsehen“. Doch die sind meist teurer. Wohnheime sind nach wie vor die günstigste Möglichkeit zu wohnen. 2009 bezahlten Studenten durchschnittlich 222 Euro für einen Wohnheimplatz. Die eigene Wohnung war mit im Schnitt 341 Euro am teuersten.

Von Stadt zu Stadt und je nach Lage variieren die Mieten stark. Eine Erhebung der Immobilienberatung Savills, die der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt, zeigt wo es für Studenten derzeit am schwierigsten beziehungsweise am einfachsten ist, eine geeignete Wohnung für wenig Geld zu finden. In Frankfurt am Main ist die Lage am Wohnungsmarkt besonders angespannt. Die Mietbelastung ist um 30 Prozent höher als im Bundesschnitt. Hinzu kommt, dass nur wenige Wohnungen leer stehen und im Verhältnis zu den Studenten kaum Wohnheimplätze angeboten werden.

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