Sparmaßnahmen in ganz Europa: Unis leiden unter Kürzungen

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Sparmaßnahmen in ganz Europa: Unis leiden unter Kürzungen

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Mit Transparenten ziehen mehr als 10.000 Studenten und Schüler gegen Einsparungen im Bildungsbereich durch die Straßen.

Nicht nur in den Krisenstaaten werden die Mittel für Hochschulen gekürzt - auch in anderen europäischen Ländern wird streng gespart. Darunter leidet vor allem die Lehre.

Eine aktuelle Untersuchung der Europäischen Universitätsvereinigung (EUA), über die der "Tagesspiegel" berichtet, macht die Zweiklassengesellschaft der europäischen Universitäten deutlich. Die Kluft zwischen den Hochschulen werde immer größer, so das Fazit der Studie: Auf der einen Seite stünden die Universitäten, die trotz der Krise in den vergangenen Jahren mehr Gelder einstreichen konnten - auf der anderen Seite die Hochschulen, denen die staatlichen Zuschüsse teils radikal gekürzt wurden.

Unter den Kürzungen leidet der Untersuchung nach vor allem die Lehre. Auch Investitionen in neue Gebäude würden vielerorts aufgeschoben. In Italien, Griechenland und den Niederlanden seien zudem die Gehälter der Wissenschaftler gekürzt worden.

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Zu den großen Verlierern gehören demnach neben den Krisenländern im Süden Europas auch Großbritannien und viele Staaten Osteuropas. Großbritannien gab 2010 noch mehr als elf Milliarden Euro für seine Hochschulen aus, 2013 waren es nur noch knapp neun Milliarden. Im Gegenzug wurden die Studiengebühren massiv angehoben. Tschechien etwa kürzte die Ausgaben für seine Universitäten zwischen 2008 und 2012 um 14 Prozent, in Ungarn waren es sogar 20 Prozent.

Spanien stutzte seine Ausgaben für die Wissenschaft im selben Zeitraum um 9,5 Prozent, Italiens Universitäten verloren 12 Prozent der staatlichen Mittel. Auch in Spanien wurden die Studiengebühren erhöht. Am schwersten traf es die Hochschulen im besonders krisengeschüttelten Griechenland: bis 2012 wurden ihnen rund 25 Prozent der Zuschüsse gestrichen. Im laufenden Jahr sollen die Kürzungen weitergehen.

Theoretisch könnten die Kürzungen durch Drittmittel aus EU-Programmen kompensiert werden, dies werde laut der Analyse "aber ebenfalls schwerer", weil viele Programme eine Ko-Finanzierung der Hochschulen verlangten, die diese aber nicht mehr aufbringen könnten. Die EUA fordert daher mehr Rücksichtnahme und neue Förderregeln von Seiten der EU.

Eines der wenigen Länder, das kontinuierlich mehr Geld für die Wissenschaft ausgibt, ist Deutschland. Der Analyse nach stiegen die staatlichen Zuschüsse zwischen 2008 und 2012 um mehr als 20 Prozent. Zuwächse gibt es auch in einigen skandinavischen Ländern, sowie Frankreich, Belgien und Österreich.

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