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Studie: Nach dem Abschluss schnell einen Job finden

Studie: Deutsche Unis buhlen um ausländische Studenten

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Nach dem Abschluss schnell einen Job finden

RWTH Aachen

Aachen liegt in allen technischen Disziplinen vorne. Das ist auch der Anspruch der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH), die als eine der wenigen deutschen Elite-Unis gilt. Mit ihrem Zukunftskonzept „RWTH 2020“ hat sie sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende des Jahrzehnts eine der weltweit besten „integrierten interdisziplinären technischen Hochschulen“ zu werden. Diese Anstrengungen fördert die Bundesregierung mit ihrer Exzellenz-Initiative.

Exzellenz bescheinigt die WirtschaftsWoche der RWTH auch in ihrem Uni-Ranking: Sie belegt den ersten Platz in Naturwissenshaften, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau. Bei Informatik steht Aachen auf dem zweiten Platz

Bild: dapd

Die größte Gruppe der ausländischen Studenten stellen die fast 23.000 Chinesen, gefolgt von etwa 10.000 Russen und jeweils gut 8.000 Polen und Bulgaren. Keine große Anziehungskraft scheinen die deutschen Unis und Fachhochschulen auf Italiener, Spanier, Inder und Amerikaner auszuüben – und dass, obwohl sie keine oder nur geringe Gebühren verlangen.

Um mehr Ausländer anzulocken, müssten die Hochschulen die Defizite abbauen, die die internationale Studentenumfrage aufgezeigt hat. Etwa bei der Präsentation im Internet: Nur jeder zweite Befragte gab an, dass er seine Hochschule beim sozialen Netzwerk Facebook finde – international liegt der Wert immerhin bei fast 60 Prozent. „Auch bei Twitter und Youtube stehen die deutschen Hochschulen noch am Anfang“, sagt Nina Lemmens, Leiterin der Abteilung Internationalisierung beim DAAD.

Manche Hochschulen steckten bei ihrer Präsentation in den sozialen Netzwerken noch in den Kinderschuhen, aber das gehe heute nicht mehr. „Sie vergeben sich nicht nur eine Chance, es kann sogar kontraproduktiv sein: denn sonst eröffnen Studenten Gruppen in den sozialen Netzwerken und prägen damit das Bild der Hochschule – auch negativ.“

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Nachholbedarf haben die Hochschulen auch bei der Betreuung der Ausländer: Hier könnten oft Kleinigkeiten helfen, wie ein Abholservice vom Flughafen, sagt Lemmens. Grundsätzlich müssten die Mitarbeiter den Studenten mehr Dinge erklären, etwa wie das deutsche Notensystem gestaltet ist.

Daneben gelte es, kulturelle Gräben zu überwinden. „Asiaten sind es vielfach nicht gewohnt, Dozenten kritisch zu antworten. Ihnen muss man erklären, dass das nicht unhöflich, sondern sogar nötig für eine gute Note ist“, sagt Lemmens.

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Problematisch sei zudem, dass Dozenten und Mitarbeiter im Studentensekretariat oder den Wohnheimen oft nur wenig oder gar kein Englisch sprechen. Und in Deutschland zu wohnen sei zwar günstig, sagen die Befragten, die Suche wegen der Sprache aber auch schwierig.

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An der internationalen Umfrage nahmen 210 000 ausländische Studenten in 16 Ländern teil, darunter etwa 18000 Studenten an 52 deutschen Hochschulen.

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