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Studie: Schlechte Zeiten für MBA-Absolventen

von Daniel Rettig

MBA-Absolventen ohne Berufserfahrung sind derzeit auf dem Arbeitsmarkt nahezu chancenlos. Das ergab eine aktuelle Studie des MBA-Messeveranstalters QS. Die meisten Arbeitgeber verlangen mindestens drei Jahre Berufserfahrung.

Schwierige Jobsuche Quelle: dpa/dpaweb
Schwierige Jobsuche Quelle: dpa/dpaweb

Die weltweite Krise erfasst auch den Markt der MBA-Absolventen. Wer nach dem Abschluss derzeit einen Job sucht, muss vor allem Berufserfahrung vorweisen können. Zu diesem Ergebnis kommt die diesjährige Recruiter-Umfrage von QS TopMBA.com, einem weltweiten Anbieter von MBA-Messen.

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Demnach geben 77 Prozent der Arbeitgeber MBA-Absolventen mit mehr als drei Jahren Berufserfahrung den Vorrang. Immerhin 42 Prozent bevorzugen Absolventen mit über fünfjähriger Berufserfahrung - 26 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Die Chancen von jüngeren Absolventen ohne Berufserfahrung sind so schlecht wie nie zuvor. Nur zwei Prozent der Arbeitgeber suchen MBA-Absolventen mit weniger als einem Jahr Berufserfahrung. 2008 waren es immerhin noch elf Prozent.

Nach Angaben von QS ist die globale Nachfrage nach MBA-Absolventen in diesem Jahr um 5 Prozent gesunken - allein im Finanzdienstleistungssektor stürzten die Neueinstellungen um zehn Prozent ab.

Kleiner Trost: Die Studie nennt Deutschland als einen der wichtigsten Indikatoren des MBA-Marktes in Westeuropa. Zwar sei 2009 auch hierzulande "kein tolles Jahr" gewesen, resümiert QS - doch immerhin blickten viele deutsche Arbeitgeber optimistisch in die Zukunft.

8 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 24.05.2010, 00:36 UhrAnonymer Benutzer: Peter

    Die MbAs in Harvard usw. sind eh nur dafür gemacht, dass sich Geld mit Geld trifft. Söhne reicher oder mächtiger Leute werden dadurch gleich in die richtigen Kreise eingeführt. Daher kommen auch die wahnsinigen Verdienstaussichten.
    ich mache trotzdem gerade einen MbA und bin überzeugt davon, dass das für mich als ingenieur eine gute Zusatzqualifikation ist.
    Man soll von dem MbA Studium und seinen Absolventen keine Wunder erwarten. Es ist Zusatzstudium in dem Management und Wirtschaftswissen vermittelt wird. Wie der einzelne damit umgehen kann ist natürlich unterschiedlich. Es gewinnt ja auch nicht jeder Uni-Wirtschaftswissenschaftler einen Nobelpreis.

  • 23.12.2009, 13:43 UhrAnonymer Benutzer: Berni

    Teilweise richtig. Der MbA ist und bleibt der Turbo bei den Zusatzqualifikationen, nur sollte dieser von den Top Ten Hochschulen der USA, Englands oder Europas kommen. Diese Abschüsse bieten die Chance bei Nobelpreisträger und Vordenkern Kurse zu belegen und sich in internationalen Teams auszutauschen. Hinzu haben gerade die oben genannten Hochschulen DiE Kontakte zur industrie und die MbA-Studenten kommen regelmäßig mit Unternehmensvorständen und Personalern im internationalen Umfeld in Kontakt.
    Jede andere Fernstudien-MbA oder Ansatz sollte verschwinden. Die Top-Programme verlangen 50.000 bis 100.000 Euro Studiengebühren und sind was Renomee und inhalte angehen, dieses Geld schlussendlich auch wert. Sicher ist aber auch, dass die guten MbAs explizit für das Consulting, Top-Management und investement banking vorbereiten. insofern kann eine andere Spezialausbildung in anderen branchen besser sein.

  • 08.12.2009, 18:18 UhrAnonymer Benutzer: MBA

    Zugegeben: Gerade die dt. MbAs sind mit vorsicht zu geniessen... wer aber einen Titel im angelsächsischen Raum erworben hat wurde in der Regel eh nicht ohne GMAT und min. 5 Jahre berufserfahrung akzeptiert. Das sind MbAs...

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