Studium 2014: Das bringt das neue Jahr für Studenten

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Studium 2014: Das bringt das neue Jahr für Studenten

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2014 ändert sich für Studenten einiges

von Felix Ehrenfried

Niedersachen schafft 2014 als letztes Bundesland die allgemeinen Studiengebühren ab. Doch das ist nicht das Einzige, was sich für Studenten in diesem Jahr ändert.

An deutschen Hochschulen studieren mehr Menschen als je zuvor: Exakt 2 618 221 Studenten waren im Wintersemester 2013/14 an einer deutschen Hochschule eingeschrieben, wie das Statistische Bundesamt meldet. Ein Rekord. Vor rund zehn Jahren, im Jahre 2001 waren es noch rund 1,9 Millionen Studenten.

Diese Zahl dürfte in Zukunft weiter steigen. Grund dafür sind nicht nur steigende Abiturientenzahlen, sondern auch die weggefallenen Studiengebühren. Niedersachen schaffte am Ende dieses Jahr als letztes Bundesland die Studiengebühren ab. Studenten müssen nun bundesweit nur noch so genannte Verwaltungsbeträge an die Hochschulen zahlen. Nur wer als Langzeitstudent gilt und deutlich länger als die Regelstudienzeit braucht, um seinen Abschluss zu erreichen, muss in einigen Bundesländern weiter Gebühren zahlen. Ähnlich sieht es beim Zweitstudium oder einer berufsbegleitenden Ausbildung an der Uni aus – Hier verlangen zahlreiche Unis weiterhin Studiengebühren.

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Doch der Wegfall der Gebühren ist nicht die einzige finanziell wirksame Änderung für Studenten in diesem Jahr.

Die Bafög-Reform – Ein Wackelkandidat

Auch wenn es im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung nicht eindeutig drin steht: Das Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz Bafög, soll reformiert werden. Das verspricht zumindest Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU). Sie erklärte im Interview mit Spiegel Online: „Wir machen eine Bafög-Reform, darauf können Sie sich verlassen.“ Damit handelte sich Wanka zwar direkt einen Rüffel vom Koalitionspartner SPD ein. Doch grundsätzlich begrüßte Arbeitsministerin Andrea Nahles noch in ihrer früheren Funktion als SPD-Generalsekretärin aber, "dass auch Frau Wanka eine Bafög-Reform für die kommende Legislaturperiode für notwendig erachtet.“

Bildungsministerin "Ich will eine Bafög-Reform"

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka hat ihre Absicht bekräftigt, sich mit den Ländern über eine Reform des Bafög zu verständigen. Doch bis zur Bundestagswahl sind es nur noch sechs Wochen.

huGO-BildID: 30263005 ARCHIV - Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) gibt am 21.02.2013 in Berlin eine Pressekonferenz. Wanka will die Ausbildungsförderung für Studenten und Schüler (Bafög) auf den Prüfstand stellen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa (zu dpa "Bildungsministerin Wanka will Bafög reformieren" vom 15.03.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

„Auf eine Erhöhung des Bafögs dürfen Studenten zumindest hoffen. Wann und ob diese tatsächlich kommt, ist allerdings noch nicht klar“, erklärt Marion Völker von Studieren.de, eine der größten deutschen privaten Plattformen zur Studienberatung. Eine Reform nötig hätte das Bafög auf jeden Fall. Das Gesetz von 1971, dass Studenten aus finanziell schwachen Familien ein Studium ermöglicht, wird heute vermehrt kritisiert. So forderte Andreas Keller, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) zum vierzigjährigen Bestehen des Bafögs vor zwei Jahren, dass die Fördersätze an die Lebenskosten angepasst werden sollten und mehr Studenten nicht nur mit Darlehen, sondern voll gefördert werden sollten. Maximal 670 Euro pro Monat können Studenten heute vom Bafög-Amt ausgezahlt bekommen. Das reicht vielen Studenten heute wegen steigenden Mieten und höheren Lebenshaltungskosten nicht mehr.

Doch die eigentliche Hürde in Sachen Bafög ist die Anerkennung der „Förderwürdigkeit“, wie es im Beamtendeutsch heißt. Wer schon einmal einen solchen Antrag in der Hand hatte, weiß, wie umständlich und zeitraubend der Weg zur Auszahlung ist. Auch dieses Verfahren muss nach Ansicht von Experten reformiert werden.

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