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Studium: Gerangel um die Studienplätze - Seite 3

Studium: Gerangel um die Studienplätze

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Rekruten der Bundeswehr (2009) Quelle: dpa
Rekruten der Bundeswehr (2009) Quelle: dpa

Der Ausnahmezustand bleibt auf Jahre hinaus Normalität. Denn weitere bevölkerungsreiche Bundesländer wie etwa Nordrhein-Westfalen entlassen ihre Doppeljahrgänge erst noch. Bis 2015 rechnet die Kultusministerkonferenz jährlich mit knapp einer halben Million Abiturienten, ein Plus von zehn Prozent im Vergleich zu 2008.

Besonders hoch ist der Zuwachs zwischen den Jahren 2011 und 2013, wenn mehr als 100.000 Gymnasiasten aus den großen Flächenländern starten.

Die Politik hat zwar reagiert: Über den Hochschulpakt stellen Bund und Länder für die doppelten Abiturjahrgänge 18 Milliarden Euro für zusätzliche Studienplätze zu Verfügung. Besonders gefördert werden die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik).

Doch Bildungsexperten rechnen mit einem deutlich höheren Bedarf. Mittlerweile studiert knapp jeder Zweite eines Jahrgangs. Und die Zahl steigt in den nächsten Jahren noch weiter an. Statt der geförderten 275.000 Studienplätze seien bis 2015 knapp doppelt so viele notwendig.

Damit nicht genug: Durch den Wegfall der Wehrpflicht melden sich bei den Hochschulen noch einmal mehrere Tausend zusätzliche Bewerber. Engpässe und Wartezeiten werden Standard.

„Es ist gut und richtig, dass wir jetzt endlich das haben, was die Spitzenverbände der Wirtschaft immer gefordert haben: junge, gut ausgebildete, hoch motivierte Studenten“, sagt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk mit Blick auf den drohenden Fachkräftemangel in Deutschland. „Das Problem ist aber, dass die Hochschulen nicht entsprechend ausgestattet sind und deswegen sowohl die Qualität des Studiums als auch die Lebensbedingungen der Studenten leiden.“

So fließen die Mittel aus dem Hochschulpakt vor allem in zusätzliches Personal – zu kurz kommen in vielen Städten Wohnheime, Bibliotheken, Mensen und Beratungsstellen.

Abseits der MINT-Fächer ist in vielen Hochschulen das Betreuungsverhältnis von Professor zu Student schon jetzt inakzeptabel – insbesondere in den Gesellschafts- und Sozialwissenschaften. Und wo sollen die Studierenden künftig lernen, essen, schlafen?

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„Das sind doch keine brains on legs“, ärgert sich Grob. „Wenn wir künftig mehr hoch Qualifizierte wollen, brauchen wir jetzt gute Studienbedingungen.“

19 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 07.07.2011, 23:53 UhrBernd Briele

    Lieber Siggi 40,

    sogar als "Westler" kommt mir das Kotzen, wenn ich ihre Zeilen lese - wohl ein gesunder Mix aus recht schlichten Vorurteilen und einer bodenständigen Aversion gegen Menschen in den neuen bundesländern! Oder haben Sie persönlich so schlechte Erfahrungen machen müssen - dann täten Sie mir leid.
    Na klar, wer von den jungen Leuten hier im Westen an einer der hoffnungslos überfüllten West-Unis mit vielleicht etwas schächerem Abi-Notendurchschnitt - Dank der vorausschauenden Weisheit unserer Kultusbürokratie - nicht landen kann, tut gut daran, sich an einer der Unis oder Fachhochschulen in den neuen bundesländern einzuschreiben... - statt jahrelang verzweifelt auf den Platz an einer ach so tollen "West-Renommier-Uni" zu warten. Und ich glaube auch, dass genau dieser Effekt dem bisherigen "brain-Drain" von Ost nach West entgegen wirken könnte! Wenn Sie ernsthaft glauben, dass in den neuen bundesländern nur hirnlose "Looser" und Neonazis herum geistern und ausschließlich "Einser-Abiturienten" unser Land nach vorne bringen können, so gilt ihnen mein tief empfundenes Mitleid.

  • 15.06.2011, 02:09 UhrRoger-life

    @bA&NA
    warum haben unsere beknackrn Vorfahren den 1. Weltkrieg
    angezellelt ? Weil unser dengenerierter und geistig verkommener Kaiser grö0enwahnsinnig war. Wegen eines österreichischen Prinzen,
    der in Sarajewo erschossen wurde, beginnen wir einen Weltkrieg !
    inzuchtsippen, völlig abartig und verkommen.

  • 15.06.2011, 00:54 UhrBA & NA vs. Staatsexamen

    Welche idioten haben uns diesen anglo-amerikanischen Schwachsinn aufs Auge gedrückt!
    Jeder Gebildete in D weiß, was wir an unserem G9 und unseren Staatsexamina hatten. Um der lieben EU willen opfern wir unsere Muttersprache, unsere deutsche identität, unsere Kultur und letztlich unseren aufrechten Gang!
    Nach den Gebietsabtretungen an unsere so lieben Nachbarn opfern wir nun auch noch unsere identität und unsere Kultur.
    Je grüner unser Land wird, desto mehr verlieren wir unsere Selbstachtung.
    Als Kenner der deutschen Geschichte kann ich nur sagen, es ist ein großes Unglück, dass wir den 1. Wk verloren haben.
    hert

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