ThemenWoche "Das perfekte Studium": Wohnen und Auslandsaufenthalt

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ThemenWoche "Das perfekte Studium": 33 Tipps für Studienanfänger

Wohnen und Auslandsaufenthalt

Wohnen

17. Erst einmal ein Zimmer zur Zwischenmiete nehmen

Wohngemeinschaften bieten manchmal Zimmer nur für einen bestimmten Zeitraum zur Zwischenmiete an. Das passiert, wenn Mitbewohner ein Semester im Ausland studieren, eine längere Reise unternehmen oder in einer anderen Stadt ein Praktikum absolvieren. Für Neuankömmlinge eine gute Gelegenheit: Sie haben vorerst eine Bleibe und können von dort aus bequem weiter suchen. Müssen für Wohnungsbesichtigungen nicht stundenlang anreisen und können die Suche ein paar Monate nach hinten verschieben. Denn schon kurz nach Semesterbeginn legt sich der Trubel auf dem Wohnungsmarkt.

18. Frühzeitig bei Wohnheimen bewerben

Auch die Zimmer in Studentenwohnheimen sind heiß begehrt. Melden Sie sich an,  sobald Sie die Zusage der Universität bekommen. In Studentenstädten wie Trier, Münster oder Würzburg dauert es Monate bis eines der ersehnten Zimmer frei wird.

19. WG-Portale abklappern

Auf speziellen Internetmarktplätzen wie wg-gesucht.de oder studenten-wg.de finden Sie tausende Inserate von Wohngemeinschaften, die ihre Mitbewohner-Nachfolge regeln wollen. Hier erfahren Sie nicht nur alles über die vier Wände, sondern die potentiellen Mitbewohner stellen sich ebenfalls vor. So können Sie gleich ausloten, ob die Vorstellungen vom Zusammenleben zueinander passen.

20. In der Lokalpresse nach Wohnungen schauen

Vor allem ältere Immobilienbesitzer suchen über diesen traditionellen Weg nach neuen Mietern. Der Vorteil: weniger Mitbewerber um die begehrte Wohnung, da vor allem Studenten ausschließlich im Internet nach einer neuen Bleibe suchen. 

21. Bürgschaft der Eltern mitnehmen

Weil die meisten Studenten kein regelmäßiges Einkommen haben, erwarten viele Vermieter eine Bürgschaft der Eltern. Am besten haben Sie das Schriftstück schon bei der Wohnungsbesichtigung parat, das kommt beim Immobilienbesitzer gut an und verschafft Ihnen einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern.

Die Optionen und ihre Folgen

  • Die Wohnung wird von allen angemietet

    Die Mitbewohner unterschreiben alle den Mietvertrag und haben alle die gleichen Rechte und Pflichten. Sie sind alle gemeinsam für die Miete verantwortlich. Der deutsche Mieterbund empfiehlt, im Vertrag festschreiben zu lassen, dass WG „Mieter ohne Zustimmung des Vermieters austauschen“ kann.

  • Ein WG-Mitglied ist der Hauptmieter

    Die anderen WG-Mitglieder sind dann Untermieter. Der Hauptmieter ist derjenige, der für Mietrückstände alleine haftet. Er muss sich darum kümmern, dass das Geld von den anderen ebenfalls überwiesen wird.

  • Zimmer werden einzeln vermietet

    Der Vermieter hat mit jedem WG-Mitglied einen eigenen Mietvertrag. Küche und Bad gelten als Gemeinschaftsräume. In diesem Fall entscheidet der Vermieter alleine, wer neu in die Wohnung einzieht. Die Mitbewohner haben darauf keinerlei Einfluss.

Auslandsaufenthalt

22. Das Auslandsemester frühzeitig planen

Für viele Studenten - und auch potentielle Arbeitgeber - gehört ein Semester im Ausland einfach dazu. Aber die Planung ist aufwendig und zeitintensiv. Deswegen sollten Sie mindestens ein Jahr vor dem Auslandsaufenthalt damit beginnen. Gerade für Bachelorstudenten ist die Zeit knapp. Hilfreich ist es frühzeitig Checklisten anzufertigen. Zum Beispiel eine für die administrativen Aufgaben, wie Einreisebestimmungen überprüfen oder Auslandskrankenversicherung abschließen. Eine zweite Checkliste sollte sich rund um die fachliche Vorbereitungen kümmern. Dazu gehören die Studienangebote, Stipendien, Sprachkurse und nötige Zusatzqualifikationen. Eine dritte Checkliste widmet sich den Zugangsvoraussetzungen: Gibt es Beschränkungen, Fristen für die Einschreibung, Aufnahmeprüfungen? Welche Prüfungsleistungen werden später in Deutschland überhaupt anerkannt?

23. Förderprogramme für den Auslandsaufenthalt vergleichen

Um finanzielle Unterstützung für das Auslandsemester zu erhalten, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Auf der einen Seite bieten viele Universitäten selbst Förderprogramme an. Dabei sind allerdings häufig Partnerunis involviert. Das schränkt die Länderwahl ein. Zum anderen gibt es Stipendien, die den Austausch mit bestimmten Ländern unterstützen. Das Fullbright-Stipendium finanziert zum Beispiel ausschließlich Studenten in den USA. Zu unterscheiden ist auch zwischen Voll- und Teilzeit-Stipendien. Manchmal werden nur die Studiengebühren übernommen, andere Stipendien übernehmen zusätzlich noch einen Teil oder die kompletten Lebenshaltungskosten. Eine Übersicht aller Angebote bietet der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) (https://www.daad.de/ausland/studieren/stipendium/de/), der die internationalen Beziehungen im Hochschulbereich fördert.  

24. Auslands-Bafög beantragen:

Der Antrag für das Auslands-Bafög muss mindestens sechs Monate vor dem Aufenthalt gestellt werden. Zuständig dafür sind die Ämter für Ausbildungsförderung. Je nach gewünschtem Zielland sind das unterschiedliche Anlaufstellen, die überall in Deutschland verteilt sind. Eine Liste findet sich unter auslandsbafoeg.de. Die Leistungen des Auslands-Bafög sind unterschiedlich. Ist der Aufenthalt in einem EU-Land oder der Schweiz geplant, ist es möglich dort das ganze Studium zu absolvieren und über den kompletten Zeitraum Auslands-Bafög zu beziehen. Außerhalb der EU wird in der Regel nur ein Jahr übernommen. Wer in Deutschland kein Bafög erhält, hat aufgrund der teilweise höheren Fördersätze im Ausland trotzdem Chancen auf eine Bewilligung der Beihilfe.

25. Vorher einen Sprachkurs besuchen

Wer im Ausland studieren will, sollte die Landes- und Unterrichtssprache kennen. Nicht nur um auch wirklich etwas zu lernen, sondern auch um sich in der Heimat auf Zeit wohlzufühlen, neue kulturelle Erfahrungen und Bekanntschaften zu machen. Deswegen ist es wichtig sich vorher zu informieren: In welcher Sprache wird unterrichtet? Gibt es ausreichend Angebote, die Sprache vor Ort oder noch besser vor dem Auslandssemester zu erlernen? Viele Universitäten verlangen von ihren Gaststudenten einen Sprachtest. Die bekanntesten sind wohl der Toefl-Test für Englisch und der Delf-Test für Französisch. Auf der DAAD-Seite findet sich eine Übersicht über die Voraussetzungen der einzelnen Hochschulen. Außerdem bietet die Organisation deutschen Studenten Sprachkursstipendien an Hochschulen in aller Welt an.

26. Kontakte zu Einheimischen knüpfen

Viele Studenten haben im Ausland nur mit anderen Austauschstudenten zu tun, die sie im Sprachkurs oder den Erasmus-Partys kennengelernt haben. Dabei sind gerade die neue Stadt und ihre Bewohner das Interessante. Ganz nebenbei lernt man so die Landessprache am besten. Also gehen Sie auch im Ausland Ihren Hobbys nach. Wer zum Beispiel seit Jahren jeden Dienstag zum Fußball geht, sollte sich nach einer Mannschaft in der neuen Stadt umsehen. Eine andere Möglichkeit ist es, sich einen Nebenjob zu suchen, zum Beispiel kellnern in einem Café. Das bringt neben dem finanziellen Zuschuss auch Kontakte zu Studenten anderer Fachbereiche und neue Einblicke in das Leben der jeweiligen Stadt. Hochschulgruppen, soziales Engagement und Lerngruppen sind ebenfalls ein Weg um neue Kontakte zu knüpfen. Auch im Wohnheim und in Wohngemeinschaften finden Sie schnell Anschluss zu Einheimischen.

27. Zuerst im Hostel einmieten

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Wohnheim, WG oder doch lieber was Eigenes: Eine Vorabrecherche über das Internet lohnt sich. Es gibt viele Foren und Portale, in denen sich ehemalige Austauschstudenten über die verschiedenen Wohnmöglichkeiten unterhalten. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch erst mal ein Hostel buchen, um sich dann vor Ort über angesagte Viertel oder günstige Alternativen zu informieren. Auch wenn das Hostel erst einmal kostspielig erscheint - durch eine bessere Übersicht vor Ort können Sie unter Umständen bei der späteren Miete ordentlich sparen. Außerdem bieten viele Hostels Sonderkonditionen an, wenn Sie für einen längeren Zeitraum buchen.

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