ThemenWoche Live-Talk: Spezialist oder Alleskönner? Sieben Ratschläge von Experten

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ThemenWoche Live-Talk: Spezialist oder Alleskönner? Sieben Ratschläge von Experten

Gestern Abend beantworteten vier Experten im Videochat Fragen zum Thema "Spezialist oder Allrounder – Wie zugespitzt darf mein Studium sein?". Hier finden Sie zentrale Ausschnitte der Diskussion.

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Spezialist oder Alleskönner? Experten beantworten Fragen zum Studium

1. Ist es besser Generalist oder Spezialist zu sein?

Ina Orth: Die Frage ist immer: Besser für was? Für was brauche ich das Studium überhaupt? Es gibt bestimmt Menschen die erst mal studieren, um sich einen Überblick zu verschaffen und eine breite Basis verschaffen, auf deren Grundlage sie erst mal gucken wollen, wo sie hingehen. Es gibt aber bestimmt auch Leute, die sagen im ersten Semester, ich will diesen einen Beruf erlernen. Und die gehen dann auch sehr speziell auf dieses Ziel zu. Ob sie das dann letztlich auch umsetzen, muss man sehen. Die Zielrichtung muss jeder letztlich selbst festlegen. Ganz klar muss sein: Egal in welchem Bereich ich ein Studium absolviere, ich verbaue mir damit erst mal nichts.

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Christian Duncker: Ich denke, dass die Dualität der Systeme kein Widerspruch sein muss, sondern beide Systeme nebeneinander existieren können. Wenn aber jemand schon so weit ist, sagen zu können, meine Leidenschaft geht Richtung Marke und ich möchte das studieren, dann hat er bei uns auch die Möglichkeit das im ganzen Facettenreichtum kennenzulernen. Gerade beim Berufseinstieg haben Spezialisten  Vorteile.

2. Worauf kommt es für Unternehmen an?

Bernd Schmitz: Die Wahl des Studiums ist nicht alleine ausschlaggebend, sondern das gesamte fachliche und persönliche Profil. Wir legen Wert auf eine hohe Employability - also zu Deutsch Beschäftigungsfähigkeit. Dazu zählen Methodenkompetenz, also beispielsweise gutes Kommunizieren und Präsentieren, Sozialkompetenz, Internationalität und Praxiserfahrung.

3. Wie wichtig sind Masterspezialisierungen, wenn ich die eigentliche Spezialisierung doch sowieso erst nachher im Unternehmen erhalte?

Bernd Schmitz: Es gibt sicher einige Positionen – zum Beispiel im Bereich Supply Chain Management, wo es um die Steuerung vollständiger Lieferketten geht – da ist es uns sehr wichtig, dass Bewerber die notwendige Fachexpertise mitbringen und schon Erfahrungen in diesem Gebiet gesammelt haben. In einem solchen Fall kann eine entsprechende Masterspezialisierung eine Einstiegsvoraussetzung sein, wenn die zu besetzende Stelle bestimmte Fachspezifika verlangt.

4. Was sind die wichtigsten Fragen, die sich ein junger Mensch bei der Studienwahl stellen muss?

Ina Orth: Die jungen Menschen kennen sich selbst bislang vor allem aus Schule und Freizeit und wissen eigentlich gar nicht, was es alles gibt. Die Jugendlichen stürzen sich zunächst mal auf die Frage: Was gibt es eigentlich alles? Statt erst einmal bei sich selbst zu gucken, was bin ich eigentlich, was bringe ich mit. Was will ich, was wünsche ich mir vom Leben? Wenn man seine eigenen Vorlieben, Interessen und Leidenschaften klar gekriegt hat, dann kann man gucken, wo passt das eigentlich hin.

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