Transnationale Bildung: Erste deutsche Uni in Russland eröffnet

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Transnationale Bildung: Erste deutsche Uni in Russland eröffnet

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Künftig sollen russische Studenten nach deutschem Standard zu Ingenieuren ausgebildet werden.

Immer mehr deutsche Unis engagieren sich im Ausland – Studierende können einen Abschluss nach deutschen Standards erwerben, ohne ihre Heimat zu verlassen. Jetzt ist das auch in Russland möglich - trotz Ukraine-Krise.

Ungeachtet der Spannungen im Ukraine-Konflikt ist am Dienstag die erste deutsche Universität in Russland gegründet worden. Damit nimmt die deutsch-russische Universität nach Angaben des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ihren Lehrbetrieb in vier ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen auf.

Was Studenten aus anderen Ländern wollen

  • Australien

    Die Wünsche der Australier entsprechen denen der meisten Befragten. Work-Life-Balance ist am wichtigsten, gefolgt von Jobsicherheit.

  • Brasilien

    Überdurchschnittlich stark ist bei den Brasilianern der Wunsch nach unternehmerischem und kreativem Handeln ausgeprägt. Etwa 40 Prozent der Studenten legen darauf Wert, das sind deutlich mehr als im internationalen Vergleich. Am wichtigsten ist auch den Brasilianern die Work-Life-Balance.

  • China

    Auch in China legen die jungen Menschen immer mehr Wert auf Work-Life-Balance und Jobsicherheit. Vor allem Ingenieure wünschen sich aber auch Führungsverantwortung.

  • Deutschland

    Deutsche Ingenieure heben sich vom Durchschnitt ab, denn sie stellen einen sicheren Job über die Ausgewogenheit von Arbeit und Freizeit. Das tun sonst nur noch Russen und Japaner aus dem Kreis der zwölf größten Volkswirtschaften.

  • Frankreich

    Die französischen Studenten halten die Jobsicherheit für weitaus weniger wichtig. Nicht mal ein Drittel gab sie als vortreffliches Karriereziel an. Dafür wollen viele Franzosen international Karriere machen und von ihrer Arbeit intellektuell herausgefordert sein.

  • Großbritannien

    Die Studenten aus UK antworteten sehr durchschnittlich. Work-Life-Balance am wichtigsten, gefolgt von Jobsicherheit und intellektueller Herausforderung.

  • Indien

    Auffällig ist bei den indischen Studenten, dass ihnen die intellektuelle Herausforderung kaum am Herzen liegt. Nur 18 Prozent der Wirtschaftswissenschaftler legen darauf Wert. Die Ingenieure sind ausgesprochen offen, fast ein Drittel strebt eine internationale Karriere an.

  • Italien

    Auch die Italiener streben ins Ausland. 34 Prozent der Ingenieure wollen fern der Heimat arbeiten. Bei den Wirtschaftswissenschaftlern ist die Internationalität sogar nach Work-Life-Balance das Ziel, das am zweithäufigsten genannt wurde.

  • Japan

    Die angehenden Akademiker von der ostasiatischen Insel fallen vor allem dadurch auf, dass sie kaum Wert auf Führungsverantwortung und kreative Tätigkeiten legen. Den Ingenieuren ist neben Jobsicherheit auch wichtig, großes Fachwissen zu besitzen und in ihrem Bereich als Experte zu gelten.

  • Kanada

    Den Kanadiern ist das Gleichgewicht zwischen Freizeit und Beruf sehr wichtig. Über 60 Prozent der Befragten gaben Work-Life-Balance als Ziel an.

  • Russland

    Gleiches gilt für die russischen Ingenieure. Russische Wirtschaftswissenschaftler wollen vor allem einen sicheren Job und intellektuell herausgefordert sein.

  • USA

    Auffällig ist bei den US-amerikanischen Studenten, dass sie sich für das Gemeinwohl engagieren wollen. Mehr als 30 Prozent finden diese Aussage wichtig.

Studierende können an der binationalen Hochschule einen Abschluss nach deutschen Standards erwerben. Für das Projekt stellt die Staatliche Technische Forschungsuniversität in Kasan an der Wolga ein Gebäude mit 20.000 Quadratmetern zur Verfügung. Die deutschen Partner sind die TU Ilmenau und die Otto-von Guericke-Universität Magdeburg. Beide Hochschulen verfügen über langjährige Erfahrung mit russischen Kooperationspartnern.

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Zunächst wird es vier Masterstudiengänge geben. Die Studiengänge Kommunikations- und Signalverarbeitung sowie Informatik und Systemtechnik bringt die TU Ilmenau in den Lehrbetrieb ein. Aus Magdeburg kommen die Studiengänge Elektrotechnik und Informationstechnologien sowie Chemie- und Energietechnik. In den kommenden Jahren ist eine Erweiterung auf 14 Studiengänge geplant. Die Unterrichtssprache ist Englisch. Deutsch ist ebenfalls Teil des Lehrplans, da das dritte Semester verpflichtend in der jeweiligen deutschen Partnerhochschule stattfindet.

Russland sei seit vielen Jahrzehnten ein wichtiger Partner im internationalen Wissenschaftsaustausch, hieß es in einer Erklärung von DAAD-Präsidentin Prof. Margret Wintermantel. „In politisch schwierigen Zeiten ist es wichtig, diese Verbindungen aufrechtzuerhalten, den wissenschaftlichen Dialog zu pflegen und Kooperation stärken.“

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