Uni-Ranking 2009: Karriere cum laude

Uni-Ranking 2009: Karriere cum laude

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Eingangsbereich der RWTH Aachen: Die Hochschule landet in fünf Kategorien auf Platz eins

Das Uni-Ranking 2009 der WirtschaftsWoche hat einen überragenden Sieger: die RWTH Aachen. Jubeln darf auch eine ostdeutsche Uni. Welche Hochschulen bei Personalchefs am beliebtesten sind und womit die Top-Unis punkten.

Wenn Ernst Schmachtenberg die Gardinen seines Büros zur Seite zieht, blickt er auf eine unscheinbare Seitenstraße. Schräg vor dem Fenster halten alle paar Minuten Busse, gegenüber fahren gelegentlich Autos vorbei. Nichts deutet darauf hin, dass Schmachtenberg von hier aus die Zukunft der vielleicht besten Uni Deutschlands plant: Der Zwei-Meter-Mann mit kräftigem Händedruck ist seit August 2008 Rektor der RWTH Aachen. Und in dieser Funktion in große Fußstapfen getreten.

Sein Vorgänger Burkhard Rauhut leitete die Hochschule neun Jahre lang. Er prägte dabei nicht nur das Bild der Aachener, sondern als Präsident der deutschen Hochschulrektorenkonferenz das der gesamten Uni-Landschaft. So jemand macht es seinem Nachfolger nicht leicht. Da kommen Schmachtenberg die guten Nachrichten gerade recht – auch wenn er das so nie zugeben würde.

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Die Personalchefs der größten deutschen Unternehmen haben die RWTH Aachen im exklusiven Uni-Ranking von WirtschaftsWoche und „Junge Karriere“ in Zusammenarbeit mit der Beratungsgesellschaft Universum Communications und dem Personaldienstleister Access zur besten Hochschule des Landes gekürt.

Noch nie zuvor gab es einen solchen Erdrutschsieg. In fünf Kategorien landete die RWTH auf dem ersten Platz: Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Naturwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen.

Was zeichnet die besten Hochschulen Deutschlands aus? Warum sind ihre Absolventen bei den Unternehmen so beliebt? Wo lohnt sich ein Studium am meisten?

Top-Unis meistern einen Spagat

Wer seinen Abschluss in der Tasche hat, will beste Chancen auf einen Arbeitsplatz haben. Dafür ist es unerheblich, wie viele Fachartikel die Wissenschaftler einer Uni in seriösen Fachpublikationen veröffentlichen oder wie angenehm das Studentenleben auf dem Campus ist.

Am Ende der Bewerbung entscheiden Personaler darüber, von welcher Uni die besten Absolventen kommen und von wo sie bevorzugt junge Talente rekrutieren. Was zählt, sind die Aktualität und Praxisrelevanz der gelehrten Inhalte, die Vernetzung mit der Wirtschaft, und natürlich die Reife der Absolventen.

Genau diese Kriterien berücksichtigt das Uni-Ranking der WirtschaftsWoche und zeigt damit, wo sich studieren wirklich lohnt und an welchen Hochschulen die Studiengebühren am besten angelegt sind.

Die Top-Unis meistern einen Spagat. Sie brauchen die Nähe zur Wirtschaft, um ihren Studenten Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern zu vermitteln, ohne dabei Forschung und Lehre zu vernachlässigen.

Aachen hat den richtigen Mittelweg gefunden. Studiengänge wie Informatik oder Elektrotechnik litten lange unter einem Klischee: Die Studenten sind fleißig und begabt, aber ihnen fehlt der Bezug zum wahren Leben. Geht es nach Rektor Schmachtenberg, gehört dieses Vorurteil bald der Vergangenheit an. Denn seine Studenten knüpfen schon früh Kontakt zur Industrie.

RWTH Aachen profitiert von hohen Budget

Welche Universitäten im Uni-Ranking am besten abschneiden

Welche Universitäten im Uni-Ranking am besten abschneiden (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Seit August 2007 kooperiert die Hochschule mit dem benachbarten Forschungszentrum Jülich, unter anderem in den Bereichen Neurowissenschaften, Energie und Informationstechnologie. Natürlich kam der RWTH dabei zugute, dass sie im Oktober 2007 vom Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft als Elite-Uni ausgezeichnet wurde. Entsprechend üppig ist die Ausstattung: Die 11.000 Hochschul-Mitarbeiter verfügen über ein jährliches Budget von 908 Millionen Euro.

Doch auch die Geisteswissenschaften werden integriert. Um sie mit den Ingenieur- und Naturwissenschaften zu vernetzen, hat die Hochschule sieben gemeinsame Forschungsbereiche ins Leben gerufen. Themen sind unter anderem der Klimawandel oder die Stadt der Zukunft.

Schmachtenberg belässt es nicht bei diesen Forschungsprojekten – er will auch die Denkweise der Angestellten verändern. Damit das schneller geht, hat er einen Manager eingestellt, der den Wandel der Universität begleiten soll. Will der Rektor die unangenehmen Folgen der Reformen, die Ängste und Sorgen der Mitarbeiter, auf andere Schultern abladen?

Ganz und gar nicht, wiegelt Schmachtenberg ab. Natürlich sei es auch Teil seiner Aufgabe, den Mitarbeitern die Veränderungen schmackhaft zu machen: „Aber wenn der Rektor alles alleine machen will, funktioniert es nicht besser“, sagt er.

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