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Uni-Ranking 2010: Deutschlands beste Unis aus Personalchef-Sicht

von Daniel Rettig

Die RWTH Aachen und die TU Darmstadt sind die beliebtesten Hochschulen deutscher Personalchefs. Zu diesem Ergebnis kommt das exklusive Uni-Ranking der WirtschaftsWoche.

Montage: Hauptgebäude und Hörsaal der RWTH Aachen Quelle: dpa, wiwo.de
Montage: Hauptgebäude und Hörsaal der RWTH Aachen Quelle: dpa, wiwo.de
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Es gibt verschiedene Arten, die Zeit nach dem Abitur zu nutzen. Die einen feiern im Freundeskreis auf Mallorca, andere machen ein Praktikum bei einem lokalen Betrieb oder bessern ihr Konto durch Kellnern auf. Alles legitim und löblich. In diesem Jahr jedoch haben frischgebackene Abiturienten eine alternative Beschäftigung für die Phase zwischen Schulende und Studiumsbeginn entdeckt: demonstrieren.

Vor einigen Wochen protestierten in Nordrhein-Westfalen etwa 10.000 zukünftige und aktuelle Studenten. Allein in Köln waren es knapp 4000 Demonstranten, in Düsseldorf zählte die Polizei 3000 Teilnehmer. Deren Hauptanliegen: Weg mit den Studiengebühren. „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut“, stand auf einem Plakat.

Die rege Teilnahme an den Kundgebungen sagt viel darüber aus, wie die heutige Generation von Abiturienten tickt. Wo viel Zukunft, da ist immer auch viel Unsicherheit.

Knapp 9000 Studiengänge

Methode Uni-Ranking
Methode Uni-Ranking

Die Forscher des Hochschul-Informations-Systems (HIS) aus Hannover veröffentlichten im Februar eine Befragung von knapp 30.000 Schülern kurz vor dem Schulabschluss. Ergebnis: Nur ein Viertel weiß ausreichend über mögliche Studienmöglichkeiten Bescheid. Jeder Dritte ist hingegen „eher unzureichend“ informiert. 40 Prozent gaben zu, mit der Vielzahl der Möglichkeiten schlicht überfordert zu sein. Kein Wunder: 410 Hochschulen gibt es in Deutschland, die insgesamt knapp 9000 Studiengänge im Angebot haben.

Welches Fach ist das richtige? Welche Uni die angesehenste? Welche Fähigkeit die wichtigste? All diesen Fragen widmet sich das exklusive Uni-Ranking der WirtschaftsWoche in Zusammenarbeit mit der Beratungsgesellschaft Universum Communications und dem Personaldienstleister Access. 534 Personalchefs von deutschen Unternehmen füllten dafür einen umfangreichen Fragebogen aus (siehe Kasten).

RWTH und TU Darmstadt siegen erneut

Fachhochschulen
Fachhochschulen

An der Spitze hat sich im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert: Wieder teilen sich zwei Hochschulen den ersten Platz in der Gesamtwertung – die Sieger heißen erneut RWTH Aachen und TU Darmstadt. Aachen landete in vier Kategorien auf dem ersten Platz: Elektrotechnik, Maschinenbau, Naturwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen. Allein im Fach Informatik musste die RWTH sich mit dem zweiten Platz begnügen – dort lag das Karlsruher Institut für Technologie vorne, der Zusammenschluss der ehemaligen Universität mit dem örtlichen Forschungszentrum.

Diese Silbermedaille empfindet Ernst Schmachtenberg als zusätzlichen Ansporn. Der 58-Jährige ist seit August 2008 Rektor der RWTH Aachen. Insgesamt ist er mit dem Abschneiden seiner Uni sehr zufrieden, den zweiten Platz in Informatik kann er locker verkraften. Seinem Karlsruher Kollegen Horst Hippler wird er zum Sieg im Bereich Informatik auf jeden Fall persönlich gratulieren.

73 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 26.10.2011, 19:40 UhrAnonymer Benutzer: Hannes

    glaub sebastian kein wort. wer geht von der uni mannheim mit guten noten nach hohenheim??

  • 10.06.2011, 15:05 UhrAnonymer Benutzer: Norbert

    Uni Rankings und vor allem Akkreditierungen gehören abgeschafft, da sie nur Ressourcen binden, die für die Organisation der Lehre letztendlich da sein sollten und weil sie auch eine Menge Geld kosten, das den Hochschulen fehlt.
    Siehe die Wirtschaftsprüfer, die viel Geld kassieren, aber bankenkrisen nicht im Vorraus erkannt haben wollen... Da besteht bei den Akkreditierern der Unis kein Unterschied.

    Darüber hinaus dient ein Ranking der Unis nur bestimmten Firmen, die bestimmte Zwecke verfolgen... Das ist meinstens einfach: nur Geld verdienen! Dabei spielt bertelsmann eine große Rolle... Natürlich versteckt, im Hintergrund.
    Googelt nach Stichwörtern wie: CHE -Ranking gehört abgeschafft.
    Hierzu auch ein Link:
    www.freitag.de/kultur/1025-die-scheinwirtschaft

  • 17.05.2011, 15:30 UhrAnonymer Benutzer: Sebastian

    ich habe meine WiWi-bachelor an der Uni Mannheim gemacht. ich schließe mich der Meinung von Carlo an. Die Lehre in Mannheim ist Top und die Noten im Verhältnis zum Aufwand und Schwierigkeitsgrad gut. Da ich mal was anderes sehen wollte, habe ich mich für den Management-Master (Financial Management) der Uni Hohenheim entschieden. Mein Notendurchschnitt in Hohenheim ist der selbe wie in Mannheim. Das Programm ist eine echte Knochemühle und mit der Lehre in Mannheim alle mal vergleichbar. Für die Vorbereitung auf das berufsleben verdient Hohenheim meiner Meinung nach ein weit besseres Ranking! ich bin überzeugt, dass Hohenheim dieses Ziel in naher Zukunft auch erreicht.

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