Wer hat, dem wird gegeben
Bild: gmsAufsteiger:
Uni Bamberg
Die Bamberger Otto-Friedrich-Universität konnte in den Wirtschaftswissenschaften aufholen. Belegte sie 2011 etwa bei BWL noch Platz 28 hat sie sich dieses Jahr auf Platz 20 vorgearbeitet. Bei VWL sind die Bamberger um fünf Plätze auf Platz 11 vormarschiert.
Bild: dpaUni Tübingen
Die 1477 gegründete Eberhard-Karls-Universität in Tübingen konnte sich bei Informatik und Wirtschaftswissenschaften vorkämpfen. Im VWL-Ranking hat sie mit Platz 6 sogar die Top 10 geentert, im Vorjahr erreichte sie dort noch Platz 5. Im BWL-Ranking arbeitete sich Tübingen sogar ganze zwölf Plätze auf Rang 20 hoch.
Den größten Satz machte die traditionsreiche Uni jedoch im Fach Informatik. Belegte sie dort vergangenes Jahr noch Rang 40, ist es dieses Jahr Rang 26.
Bild: obsTechnische Uni Chemnitz
Chemnitz zeigte sich vor allem in Naturwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen als Aufsteiger. Bei den Naturwissenschaften kletterte die sächsische Uni um zwölf Ränge auf Platz 26, im Wirtschaftsingenieurwesen ging es immerhin vier Plätze aufwärts auf Platz 12.
Bild: PressebildUni Münster
Die Münsteraner kämpften sich zwar vom zweiten Platz vergangenes Jahr auf den mittlerweile ersten Platz bei Jura vor – den Spitzenreiter, die Ludwig-Maximilians-Universität München konnten die Westfalen jedoch trotzdem nicht verdrängen. Nun teilt sich die Westfälische Wilhelms-Universität den ersten Platz mit den Münchenern im Jura-Ranking.
Auch bei Informatik ging es für Münster um vier Plätze auf Rang 12 nach oben.
Quelle: WWU Münster/ Michael Hasch
Bild: dpaUni Duisburg-Essen
2003 fusionierten die Gerhard-Mercator-Universität Duisburg und die Universität-Gesamthochschule Essen zur heutigen Universität Duisburg-Essen. Zwar ist sie im Uni-Ranking der WirtschaftsWoche in keinem Fach in den Top 10 vertreten, jedoch zeigt sie sich auf dem Vormarsch. Bei Informatik kletterte sie um sieben Plätze auf Rang 14 und bei Elektrotechnik um vier Plätze ebenfalls auf Rang 14.
Bild: dpa/dpawebAbsteiger:
Technische Uni Berlin
Zwar ist die Technische Uni Berlin in den meisten technischen Fächern in den Top 10 vertreten, allerdings befindet sie sich auf dem absteigenden Ast. So belegt sie etwa bei Elektrotechnik Platz 10, im Vorjahr war es noch Platz 7. Und in VWL, das sowieso nicht zu den Kernkompetenzen der Uni zählt, rutscht die TU noch weiter ab. Dort ging es von Platz 24 auf Platz 36.
Bild: dpa/dpawebHumboldt-Uni Berlin
Die Berliner Humboldt-Universität wurde in zwei Fächern des WirtschaftsWoche-Rankings aus den Top 10 verdrängt. In den Naturwissenschaften ging es von Platz 9 auf Platz 15 und in VWL von Platz 7 auf Platz 16.
Bild: dpaUni Göttingen
Die Georg-August-Universität Göttingen wird zwar von der Exzellenz-Initiative der Bundesregierung gefördert, erreicht jedoch in keinem Fach des Rankings die Top 10. Die 1737 gegründete Hochschule verliert sogar an Boden. In den Naturwissenschaften rutscht sie um sieben Plätze auf Rang 21, bei VWL um vier Plätze auf Rang 13.
Bild: dpa/dpawebUni Frankfurt:
Die Frankfurter Uni gehört zu den besten deutschen Hochschulen für Wirtschaftswissenschaften. In VWL belegt sie dieses Jahr etwa den vierten Platz im Uni-Ranking der WirtschaftsWoche. Es ging allerdings mal besser: 2011 war es noch Platz 2. Auch bei Informatik ging es abwärts – und zwar um satte 13 Plätze auf Rang 30.
Bild: dpaUni Würzburg
Für die Uni Würzburg ging es von Rang 15 im Jahr 2011 in Wirtschaftsinformatik auf Rang 21 runter. Bei VWL purzelte Würzburg 13 Ränge runter auf Platz 29.
Aufsteiger:
Uni Bamberg
Die Bamberger Otto-Friedrich-Universität konnte in den Wirtschaftswissenschaften aufholen. Belegte sie 2011 etwa bei BWL noch Platz 28 hat sie sich dieses Jahr auf Platz 20 vorgearbeitet. Bei VWL sind die Bamberger um fünf Plätze auf Platz 11 vormarschiert.
Alle Personaler beantworteten dieselben Fragen: Von welchen Universitäten und Fachhochschulen kommen die besten Absolventen? Bevorzugen Sie bei Bewerbern die neuen Bachelor- oder Master-Abschlüsse? Sind Studenten von privaten Unis besser als jene von staatlichen?
Die Antworten geben nicht nur Aufschluss über die besten Hochschulen Deutschlands. Sie zeigen auch, was die renommiertesten Unis besser machen – und was andere daraus lernen können.
An der Spitze hat sich im Vergleich zu 2011 nichts geändert: Dort steht erneut die RWTH Aachen. Wie schon in den beiden vergangenen Jahren belegt Aachen als einzige deutsche Hochschule gleich in vier Kategorien den ersten Platz: bei Elektrotechnik, Maschinenbau, Naturwissenschaften und im Wirtschaftsingenieurwesen.
Und auch im Fach Informatik kann sich RWTH- Rektor Ernst Schmachtenberg über gute Nachrichten freuen: Dort kletterte die Uni im Vorjahresvergleich vom dritten auf den zweiten Platz. Lediglich das Karlsruher Institut für Technologie, ein Zusammenschluss der ehemaligen Universität mit dem örtlichen Forschungszentrum, liegt vor der RWTH.

Schon seit Langem hat die Technische Hochschule in Aachen einen exzellenten Ruf im Bereich Ingenieurwesen – umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie in solchen Ranglisten vorne liegt.
Der Matthäus-Effekt
Der US-Soziologe Robert Merton fragte sich bereits in den Siebzigerjahren, warum bestimmte Wissenschaftler häufiger zitiert werden als andere. Dabei stellte er fest: Je prominenter ein Forscher war, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er von anderen zitiert wurde – was seinen Ruhm wiederum weiter mehrte.
Merton bezeichnete das als „Matthäus-Effekt“, in Anlehnung an das gleichnamige Evangelium. Darin vertraut ein Mann seinen drei Dienern Teile seines Vermögens an. Zwei der Angestellten gelingt es, die Summe zu verdoppeln, woraufhin ihr Herr sie belohnt. Ein Diener versteckt das Geld hingegen in der Erde, aus Angst, es zu verlieren.
Die Folge: Er wird von seinem Herrn vom Hof gejagt. „Denn wer da hat, dem wird gegeben“, heißt es in der Bibel. Ein Phänomen, das sich heute in nahezu allen Lebensbereichen beobachten lässt.
Gute Schüler werden stärker gefördert, Top-Manager müssen sich über ihre berufliche Zukunft in der Regel kaum noch sorgen. Und Hochschulen, die einmal auf den vorderen Plätzen des Uni-Rankings landen, haben einerseits auch bessere Chancen, wieder genannt zu werden.


























