Welchs Welt: Vier Ratschläge für Absolventen

Welchs Welt: Vier Ratschläge für Absolventen

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Jack und Suzy Welch

Obwohl Jack und Suzy Welch begeistert twittern und ihre Kinder auf Facebook verfolgen, raten sie öfter mal die Finger vom Computer zu lassen. Daneben haben sie weitere Ratschläge für Absolventen, um auch in der Krise beruflichen Erfolg zu haben.

Vor Kurzem sollten wir eine Rede auf einer Absolventenfeier halten. Vorher gaben uns die Veranstalter aber noch Ratschläge, was wir dort beachten sollten: Langweilt die Zuhörer nicht mit Klischees à la „Geht neue Wege!“. Schwafelt keine Modewörter wie „Synergie“ oder „Paradigma“.

Und, am allerwichtigsten: Erzählt den Absolventen bloß nicht, dass sie die Besten und Klügsten sind, dass ihnen die Zukunft gehört oder wie schwer ihr es damals hattet. Sie würden euch auslachen – oder seufzen.

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Stattdessen sollten wir ehrlich zugeben, dass die Wirtschaft derzeit in grausamer Verfassung ist, und den Studenten das geben, was sie angeblich hören wollen: Ratschläge, wie sie auch in der Krise beruflichen Erfolg haben können.

Sonst noch etwas?

Finger weg vom Computer!

Vor drei Jahren haben wir schon mal eine Kolumne genau zu diesem Thema verfasst. „Lieber Absolvent“, lautete die Überschrift damals. „Um voranzukommen, müssen Sie Überdurchschnittliches leisten“, schrieben wir. Und: „Leisten Sie von sich aus mehr, als Ihr Arbeitgeber von Ihnen erwartet, übertreffen Sie sich.“

Wir glauben fest daran, dass dieser Ratschlag auch heute noch gilt. Aber die derzeitige Lage zwingt uns dazu, vier weitere Punkte hinzuzufügen. Wir verstärken damit unser Credo, dass jeder Arbeitnehmer dazu verpflichtet ist, Überdurchschnittliches zu leisten. Denn dadurch sind Sie gewappnet für die wilde Fahrt, die vor Ihnen liegt. Absolventen werden diese Ratschläge sicher nicht unbedingt mögen, genauso wenig wie jeder andere die derzeitige wirtschaftliche Lage mag.

Hier ist der erste Rat: Finger weg vom Computer!

Nein, wir sind keine Neandertaler geworden. Wir lieben das Internet genau so wie jeder Technik-Freak. Wir können uns ein Leben ohne unsere Blackberrys gar nicht mehr vorstellen – wir nutzen sie sogar, während wir miteinander reden, essen oder Sport im Fernsehen gucken. Wir lieben Twitter. Wir stalken sogar unsere Kinder auf Facebook. Ehrlich gesagt: Was die Wunder der modernen Technik anbelangt, sind wir verrückt. Aber wir versuchen ja auch nicht mehr, als Arbeitnehmer befördert zu werden.

Als dem noch so war, wussten wir eines ganz sicher: Beziehungen sind essenziell. Echte, bereits bestehende Beziehungen kann man vielleicht auf elektronischem Wege pflegen – aber niemals neue aufbauen. Wenn Sie also das nächste Mal kurz davor sind, einem Kollegen eine E-Mail zu schicken, drücken Sie stattdessen auf die Löschen-Taste. Dann nehmen Sie den Aufzug oder gehen die Flure entlang und reden mit dem Kollegen persönlich. Lernen Sie ihn kennen. Lassen Sie zu, dass er Sie kennenlernt.

Und falls Sie meinen, zwei oder drei Tage die Woche von zu Hause arbeiten zu können, weil es vermeintlich so einfach ist und angeblich keinen Unterschied macht – wachen Sie endlich auf! 

Sie machen sich falsche Vorstellungen: Wenn Sie Führungskraft sein (oder werden) wollen, ist persönliche Anwesenheit unerlässlich.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Unser zweiter Ratschlag hört sich auf den ersten Blick genauso altmodisch an wie der erste, dennoch halten wir ihn für zeitlos: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Wer von der Hochschule auf den Arbeitsmarkt kommt, dem wird heute nichts mehr geschenkt. Wenn Sie neu in der Firma sind und bereits jetzt an ein gesundes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben, die sogenannte Work-Life-Balance, denken – bewahren Sie sich diesen Gedanken bitte. Und zwar so lange, bis Sie sich einige Sporen durch überzeugende, herausragende Leistung verdient haben. In dieser schönen neuen Welt, in der die US-Arbeitslosenquote schon über neun Prozent liegt, ist Zeitflexibilität eine Belohnung, die man sich verdienen muss – und kein automatisches Recht.

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