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Zulassungsstreit: Genügend Masterstudienplätze dank Auslese

von Kerstin Dämon

Es gibt in Deutschland genügend Masterstudienplätze. Sagen die Kultusminister. Das mag daran liegen, dass die Unis härter aussieben, als geplant. In Köln braucht es künftig sogar einen Eignungstest.

Universität Rostock: Es wird Quelle: ZB
Universität Rostock: Es wird immer enger Quelle: ZB

Der Streit um die Zulassung zum Masterstudium geht weiter. Jetzt hat der Hochschulausschuss der Kultusministerkonferenz gesagt, es gebe genug Plätze. Die Klagen über Engpässe und verschärfte Zulassungshürden seien übertrieben. Das Angebot für Bachelor-Studenten, die ihren Master noch obendrauf satteln möchten, sei ausreichend – wenn auch nicht überall, nicht an jeder Universität und nicht in jedem Fach.

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Bei rund einem Drittel der Fächer gibt es für das Masterstudium einen Numerus Clausus (NC). Als Faustformel gilt jedoch, wer sein Bachelor-Studium schlechter als mit Note 2,5 abschließt, kann sich auf lange Wartezeiten gefasst machen. Auch ohne NC ziehen die Universitäten sehr gute Absolventen dem Mittelfeld vor.

Die Vergangenheit brachte Klagen, die Zukunft ist ungewiss

Laut Bericht der Kultusminister gab es zum Wintersemester 2010/2011 32.135 Masterplätze, für die ein bestimmter NC erreicht werden musste. Trotz Nachrückverfahren seien 6.258 nicht besetzt gewesen. Der Grund dafür sei nicht der NC, sondern der geringe Andrang. Sagen die Kultusminister. Auf der anderen Seite braucht sich natürlich niemand mit einem Schnitt schlechter als 1,6 bewerben, wenn die Obergrenze 1,6 lautet.

Wie es mit den Masterplätzen und dem Andrang darauf in den nächsten Jahren aussieht, können die Länder noch nicht voraussagen. Trotz der unbesetzten Plätze gab und gibt es immer wieder Klagen von Bachelor-Absolventen, die keinen Masterplatz bekommen. Erst im Herbst letzten Jahres hatte es deshalb wieder Prozesse gegeben.

Hürden der Universitäten

Trotz der Behauptung der Kultusminister, dass es keine speziellen Hürden für den Masterstudienplatz gebe – der Blick in die Universitäten zeigt etwas anderes. Beispielweise soll es an Thüringer Unis bei besonders begehrten Masterstudiengängen demnächst einen strengen NC geben. Damit die Hörsäle weniger überfüllt sind, sollen nur noch die allerbesten zum Master zugelassen werden. Diesen Vorschlag machte zumindest Bildungsminister Christoph Matschie (SPD) Mitte März im Landtag. Betroffen wären beispielsweise Betriebswirtschaftslehre, Kommunikationsmanagement und Psychologie an der Uni Jena. Gerade in Fächern wie Psychologie ist ein Bachelorabschluss nicht ausreichend, die Studenten müssen also zwingend den Master machen, um später einen Job zu bekommen.

Wer in seinem Fach keinen Masterplatz bekommt, muss also warten oder wahlweise Bundesland oder Fach wechseln.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 11.04.2011, 11:47 UhrAnonymer Benutzer: marco thül

    @hägar: eine ähnliche erfahrung mache ich auch seit jahren. nicht abi-bezogen sondern uni-abschluss. viele mit den 1er abschlüssen, schaffen es nicht das gelernte auch in der firma umzusetzen. mir ist einer mit 2,5 & umsetzt lieber, als einer mit 1,5 der auswendig gelerntes wissen nicht anwenden kann.

  • 08.04.2011, 23:13 UhrAnonymer Benutzer: üblicher Schmarrn

    "Genügend Masterstudienplätze dank Auslese"

    Diese Aussage ist so dumm wie das meiste, was zu Universitäten und Hochschulen geschrieben wird.

    Masterstudienplätze wofür ??? Für welches Dünnbrettfach ?? Auf das Fach kommt es an. Wann wird das endlich verstanden?

    Grundregel: Je mehr Studenten irgendwo sitzen, um so dünner ist das Fach.

    bei den Verlegenheitsstudiengängen vom bWLer bis zum Juristen hat man Zehntausende, und später werden sie dann Eventmanager. Da gibt es keine Plätze, weil man so viele Leute, die später doch nur andere arbeiten lassen wollen, gar nicht braucht

    in den ingenieurswissenschaften sind lauter Plätze frei. Aber da muss man beinhart arbeiten, extrem intelligent sein, und Dummschwätzerei zählt absolut gar nichts. Dafür bekommt man nach dem Studium einen Arbeitsplatz. Plätze sind dort immer frei.

  • 08.04.2011, 22:05 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt

    Wenn die Abi-Note überhaupt etwas bedeuten würde, würde dieses NC-Verfahren Sinn ergeben. Allerdings kann ich mich noch erinnern, das während meines Studiums mehrere 1.0-er KEiNE einzige Klausur schafften, während Leute mit deutlich schlechteren Noten das schwierige informatik-Studium in Regelzeit (oder knapp darüber) schafften.

    Noten-basierter NC ist ein Denkfehler.

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