Tipps zur Erholung: Warum im Urlaub Burnout droht

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Tipps zur Erholung: Warum im Urlaub Burnout droht

Der Urlaub dient der Erholung. Leider ist das heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Viele Menschen müssen das Abschalten wieder lernen.

Urlaubsalltag, das bedeutet, am Strand zu liegen, ein gutes Buch zu lesen und bei schönem Wetter den Beruf hinter sich zu lassen. Folgt man einer Umfrage der Online-Stellenbörse Stepstone, gilt das aber längst nicht für jeden: Bei 41 Prozent der Berufstätigen in Deutschland sind demnach Rückfragen und Bitten von Vorgesetzten und Kollegen auch im Urlaub an der Tagesordnung. Verantwortlich dafür sind die täglichen Begleiter Smartphone, Tablet und mobiles Internet.

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Tipps für den stressfreien Urlaub

  • 1. Erst mal runterkommen

    Entspannung und Erholung stellen sich meist mit Verzögerung ein. Akklimatisieren Sie sich langsam. Leiten Sie den Urlaub mit ein paar "Puffertagen" ein. Ein, zwei Tage zu Hause, an denen Koffer gepackt und letzte Vorbereitungen getroffen werden, helfen, den Stress für Anreise zu mindern und erleichtern den Start in die Ferien.

  • 2. Ich bin dann mal weg

    Nehmen Sie sich während Ihrer letzten Arbeitstage Zeit, Ihre Abwesenheit vorzubereiten. Schreiben Sie eine Übergabe für Ihre Kollegen, delegieren Sie Aufgaben und richten Sie eine Abwesenheitsnotiz in Ihrem E-Mail-Programm ein.

  • 3. Wirklich abschalten: Handy aus!

    Verzichten Sie im Urlaub möglichst auf den Gebrauch Ihres Mobiltelefons. Nutzen Sie ein privates Handy und hinterlassen Sie die Telefonnummer Ihres Hotels bei der Familie und in der Firma. Das erhöht die Hemmschwelle Ihrer Kollegen, Sie wegen Kleinigkeiten anzurufen.

  • 4. Nehmen Sie Abstand vom Leistungsdenken

    Vermeiden Sie Freizeitstress im Urlaub. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor. Sie entscheiden, wie viele Gipfel Sie erklimmen, Bauwerke Sie besichtigen oder wie viel Sonne Ihnen gut tut.

  • 5. Nach dem Urlaub: Joballtag ändern

    Machen Sie eine Bestandsaufnahme. Fühlen Sie sich gut erholt? Nutzen Sie nach der Auszeit den unverstellten Blick auf schlechte Angewohnheiten, die sich eingeschlichen haben. Legen Sie Ihren ersten Arbeitstag auf Mittwoch oder Donnerstag mit der Aussicht auf ein freies Wochenende. Und fangen Sie langsam an.

Depressionen und Burnout nach dem Urlaub sind keine Seltenheit mehr. Die European Coaching Association (ECA) warnt angesichts dessen vor den Gefahren einer permanenten Erreichbarkeit - und rät, wie man richtig abschaltet.

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"Statt die langersehnte und wohlverdiente Ruhe zu genießen und wirklich abzuschalten, befinden wir uns in einem ständigen Standby Modus", sagt Bernhard Juchniewicz. Der Gesundheitscoach und Präsident der ECA appelliert daher an die Selbstverantwortung der Arbeitnehmer.

"Achten Sie auf Ihre Bedürfnisse. Ständige Alarmbereitschaft kann in eine permanente psychische Erschöpfung münden, von der man sich nicht so einfach erholt." Depressionen und Burnout nach der Urlaubzeit seien mittlerweile keine Seltenheit mehr.

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