Wenn sich Vermögen am Gesicht ablesen lässt

Bewerber aufgepasst: Ihr Gesicht verrät, ob Sie reich oder arm sind

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Studie an der Universität Toronto: Das Gesicht verrät, wie reich oder arm wir sind

Eine Studie der Universität Toronto hat gezeigt: Menschen können allein am Gesicht eines anderen ablesen, ob er arm oder reich ist. Das hat weitreichende Folgen für den Bewerbungsprozess.

Verdient ein Mensch mehr als 100.000 Dollar pro Jahr oder weniger als 60.000 Dollar? Das lässt sich Forschern der Universität Toronto (Kanada) am Gesicht ablesen. Für die Untersuchung gruppierten die Wissenschaftler Studierende, die sich freiwillig gemeldet hatten, nach dem Einkommen ihrer Familien. Studienteilnehmer sollten dann die Fotos ansehen und nach ihrem Bauchgefühl beurteilen, ob die Studenten reich oder arm sind - mit überraschendem Ergebnis: Die korrekte Zuordnung gelang mit einer Häufigkeit, die nicht durch Zufall zu erklären ist. 

Die Erklärung der Wissenschaftler: Erfahrungen, die Menschen machen, lassen sich bereits im frühen Erwachsenenalter an seinem Gesicht ablesen. Sieht man einer Person an, dass sie scheinbar immer glücklich war, schließt man automatisch darauf, dass sie reich sein muss.

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Reichtum Die Deutschen wär’n so gerne Millionär

Allen Diskussionen über Ungleichheit und Milliardenboni zum Trotz: Der Deutsche an sich wäre sehr gerne reich. Die Chancen halten die meisten für ganz gut. Aber was bedeutet Reichtum für die Menschen?

Die Deutschen wären sehr gerne Millionär. Ihre Chancen, das aus eigener Kraft zu erreichen, halten sie für ganz gut. Quelle: dpa

Das gelingt allerdings nur, wenn die Probanden einen sehr neutralen Gesichtsausdruck machten - und keinerlei Emotionen zeigten. Die Trefferquote lag dann bei über 50 Prozent.

Sobald die Menschen lächelten oder andere Emotionen zeigten, scheiterten die Versuchsteilnehmer, den finanziellen Status zuverlässig zu erkennen. "Lebenserfahrungen prägen mit der Zeit das Gesicht. Die Relikte dieser Emotionen sind immer noch da, selbst wenn wir glauben, dass wir sie nicht mehr zur Schau tragen", sagt Studienautor Professor Nicholas Rule.

Außerdem haben Rule und die Doktorandin Thora Bjornsdottir auch herausgefunden, dass Menschen, die wie eine wohlhabende Person aussehen, bei Bewerbungen bevorzugt werden.

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