Putzen macht glücklich - wenn es jemand anderes für einen macht

Gekaufte Freizeit: Haushaltshilfen machen glücklich

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Haushaltspflichten wie Kochen und Putzen machen einer neuen Studie zufolge glücklich - wenn jemand anders sie für einen erledigt.

Putzen macht glücklich - wenn es ein anderer tut. Entsprechend sind Menschen, die sich eine Haushaltshilfe leisten können, zufriedener. Die anderen kochen und putzen nach der Arbeit selbst und fallen erschöpft ins Bett.

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass derartige Haushaltspflichten tendenziell glücklicher machen - wenn jemand anders sie für einen erledigt. Menschen, die andere etwa für das Putzen ihrer Wohnung bezahlen und sich damit sozusagen „Zeit kaufen“, betrachten sich demnach selbst als deutlich zufriedener als solche, die das nicht tun. Das berichten Forscher um Elizabeth Dunn von der University of British Columbia in Vancouver in den „Proceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften („PNAS“). „Geld zu benutzen um Zeit zu kaufen, kann ein Stoßdämpfer gegen Zeitmangel sein und so Glück fördern“, berichten sie.

Kostbare Freizeit nicht mit putzen verschwenden

Das Team hatte mehr als 6000 Menschen aus den USA, Dänemark, Kanada und den Niederlanden befragt. Die Teilnehmer hätten unterschiedliche Hintergründe, hieß es. Auch Millionäre waren darunter. Es machte aber keinen Unterschied, wie viel Geld die Menschen verdienten oder wie viel sie für eine Haushaltshilfe ausgaben - wer sich Zeit kaufte, fühlte sich zufriedener.

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Das machen die Deutschen in ihrer Freizeit am liebsten

  • Kaffee trinken & Kuchen essen

    52 Prozent der Befragten vertreiben sich ihre Freizeit am liebsten bei einem gepflegten Kaffeeklatsch.

    Quelle: Stiftung für Zukunftsfragen

  • CD bzw. MP3 hören

    Etwas mehr - nämlich 54 Prozent der Deutschen - hören mindestens einmal pro Woche Musik in ihrer Freizeit. Vorzugsweise auf CD oder im MP3-Format.

  • Körperpflege

    Im stressigen Alltag bleibt oft nicht viel Zeit für die Pflege von Körper und Geist. 61 Prozent der Deutschen geben an, sich in ihrer freien Zeit in Ruhe zu pflegen.

  • Computer

    Auch Zeit vor dem Computer verbringen 61 Prozent der in der Studie Befragten.

  • Wichtige Gespräche

    Für den Gedankenaustausch nehmen sich die Deutschen außerdem Zeit. In der Freizeit reden 64 Prozent über wichtige Dinge.

  • Ausschlafen

    65 Prozent der Befragten holen in ihrer Freizeit regelmäßig Schlaf nach, der im Stress oft zu kurz kommt.

  • Zeit mit dem Partner

    Ganzen 68 Prozent ist in der Freizeit wichtig, Zeit mit dem Partner zu verbringen.

  • Telefonieren (von unterwegs)

    Die freie Zeit unterwegs nutzen viele Deutsche (71 Prozent) zum telefonieren.

  • Gedanken nachgehen

    Das Denken kommt bei den Deutschen in der Freizeit offenbar nicht zu kurz: 71 Prozent gehen ihren Gedanken nach, wenn sie etwas Ruhe haben.

  • Zeitungen und Zeitschriften lesen

    72 Prozent lesen hobbymäßig gerne Zeitungen oder Zeitschriften.

  • Internet

    Das Surfen im Internet gehört für 73 Prozent der Deutschen zum Freizeitvertreib.

  • Telefonieren (von zu Hause)

    Noch lieber als unterwegs führen die Deutschen Telefongespräche von zu Hause. Telefonieren zählt zu den Top 3 Freizeitaktiviäten.

  • Radio hören

    Ganze 90 Prozent der Befragten hören mindestens einmal die Woche regelmäßig Radio.

  • Fernsehen

    Die mit Abstand beliebteste Freizeitaktivität ist fernsehgucken. Ganze 97 Prozent sitzen regelmäßig vor der Glotze.

Trotzdem täten viele Menschen das nicht, auch wenn sie es sich leisten könnten, berichteten die Forscher. So gab knapp die Hälfte der 818 befragten Millionäre an, dass sie kein Geld ausgäben, um Haushaltspflichten an andere Menschen zu übergeben. Das könne kulturelle Gründe haben oder am Geschlecht liegen. So hätten viele Frauen immer noch das Gefühl, sie müssten Haushaltpflichten selbst erledigen - auch wenn sie es sich leisten könnten, andere dafür zu bezahlen.

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