International Day of Happiness: Die Chancen von Stress sehen

International Day of Happiness: Die Formel für einen glücklichen Tag

Die Chancen von Stress sehen

Abgesehen davon, dass es „den Stress“ nicht gibt, ist Stress viel besser als sein Ruf. Ohne Stress könnten wir vieles in unserem Leben gar nicht leisten. Zunächst einmal ist Stress eine Orientierungs- und Aktivierungsreaktion auf eine sich ändernde Situation, mit der wir in die Lage versetzt werden, überhaupt zu reagieren. Wenn Ihnen bei Rot jemand die Vorfahrt nimmt oder Sie eine schnelle Entscheidung treffen wollen, dann ist es sehr hilfreich, von den Stresshormonen des Körpers aktiviert worden zu sein.

Im Übrigen macht Stress an sich auch nicht krank. Die automatisch ablaufenden Körpervorgänge wie Erhöhung des Blutdrucks oder Anspannung der Muskulatur bilden sich von selbst wieder zurück, wenn der Anspannung eine Entspannung folgt. Gefährlich ist der Dauerstress, bei dem wir uns im Verhältnis zu Häufigkeit und Dauer des Stresses zu wenig erholen.

Wie gehen Sie mit Stress und Ärger um?

  • Den Stress erkennen

    Denken Sie darüber nach, welche Faktoren Stress auslösen und bringen Sie diese in eine Rangfolge. Nicht alle Gründe wiegen gleich schwer. Stressauslöser, die bisher als unumgänglich gelten, könnten zu körperlicher und seelischer Beeinträchtigung führen.

  • Intuition nicht verkümmern lassen

    In kritischen Situationen spontan regieren zu können, ist nicht nur auf der Straße wichtig. Auch im Büro sollte die Bedeutung des Bauchgefühls nicht unterschätzt werden. Wer in Situationen mit Kollegen und Kunden zu kopflastig reagiert, kann sie in Sekunden vergraulen. Laut Conen ist Intuition lernbar – und kann wieder erweckt werden, falls man dazu bereit ist.

  • Aufbrechen oder Ausharren?

    Jede Veränderung schenkt ein Stück neues Leben. Dennoch ist nicht jeder Unmut Grund genug, alles über den Haufen zu werfen. Veränderung ist kein Allheilmittel. Tiefen durchzustehen ist das eine, chronischer Frust das andere.

  • Die Gesundheit leidet

    Viele vermeiden es über Jahre, sich Erschöpfung einzugestehen. Ein Burnout kann ein schleichender Prozess sein. Jahrelanger Medikamenten, Alkoholmissbrauch, Autoimmunerkrankungen oder psychische Auffälligkeiten weisen auf Erschöpfung hin.

  • Das Bauchgefühl verbessern

    Lernen Sie ihre Sinne wieder einzusetzen. Riechen und fühlen Sie die Natur oder konzentrieren Sie sich auf die verschiedenen Bestandteile ihres Essens. Verlangsamen Sie eine Aktivität wenn es möglich ist und genießen Sie den Augenblick. Versuchen Sie die Umgebung abzuscannen und sich einzuprägen.

  • Das Chamäleon-Prinzip

    Das Chamäleon sollte das Tier dieses Jahrhunderts werden. Es zeigt alle Fähigkeit, die heute notwendig sind. Vor allem kann es sich auf veränderte Bedingungen einstellen. Es geht nicht darum, seine Authentizität zu verlieren. Es geht darum, sich nicht mehr zu wünschen, dass alles wieder so wird, wie es mal war. Das macht unglücklich. Wagen Sie in der Jobkrise den Sprung in eine zweite Karriere.

  • Neue Energie gewinnen

    Hinterfragen Sie, wo Sie wie viel Energie investieren und ob es sich lohnt. Hinterfragen Sie Ihre innere Motivation und konzipieren Sie um. Schaffen Sie es Ihr Energielevel unter Kontrolle zu halten, bleibt mehr für die Freizeit über.

  • Den anderen mit dem Bauch betrachten

    Achten Sie nicht nur darauf, was Personen in Ihrem Umfeld sagen, sondern auch, wie sie es sagen. Die Wechselwirkung mit dem Gegenüber und die Umstände einer Konversation beeinflussen das Ergebnis in hohem Maße.

  • Entdecken Sie alle Ihre Fähigkeiten

    Stellen Sie sich vor, Sie wären Gast im Ratequiz „Was bin ich?“. Welche Eigenschaften, und dazu zählen eben auch die kleinen Fähigkeiten, machen Sie aus? Protokollieren Sie die Bereiche, die bisher noch nicht ausreichend zur Geltung kommen. Da gibt es bestimmt mehrere.

  • Sich selber leiden können

    Eine positive Selbstbewertung senkt das Stresslevel. Fangen Sie morgens an mit einer positiven Grundstimmung und versuchen Sie, dieses Gefühl den Tag zu halten. Positive Selbstgespräche oder kurze tägliche Ritual helfen dabei. Auch malen, schreiben oder eine freundliche Büroeinrichtung wirken positiv.

  • Selbstkontrolle

    Dabei sollte die Selbstbeobachtung nicht vergessen werden. Intuitive Selbstkontrolle hilft, während eines Gesprächs die Reaktionen seines Gegenübers nicht zu übersehen. Wie Sie auf andere wirken, lässt sich leicht bei einem Abschied erkennen. Ist die Situation entspannter, als bei der Begrüßung, hat sich der Gesprächspartner wohl gefühlt.

  • Entwickeln Sie sich weiter

    Seminare, lebenslanges Lernen, neue Herausforderungen. Nutzen Sie wirklich alle Ihre Bildungsurlaubstage? Haben Sie wirklich schon alles gelernt, was Sie sich vorgenommen haben? Trainieren Sie, nicht zu schnell zu satt zu sein und fordern Sie von sich selbst, mehr aus sich zu machen.

  • Lähmenden Ärger loswerden

    Ärger kann in kürzester Zeit zu Antriebslosigkeit führen. Das Take-Care-Prinzip soll helfen, sich weniger zu ärgern: Versuchen Sie zunächst, Ärger von sich fernzuhalten. Nicht jede Meinungsverschiedenheit mit Kollegen oder den Nachbarn ist einen Streit wert. Falls es doch dazu kommen sollte, distanzieren Sie sich innerlich. Einen Witz machen kann helfen. Sollte es doch heftiger kommen, ist es wichtig, sich beim Sport oder einen Urschrei abzureagieren.

  • Intuitiv entscheiden

    Egal ob im Beruf oder im Privatleben, eine Entscheidung sollte nicht alleine aus dem Kopf heraus getroffen werden. Beziehen Sie Ihren Bauch mit ein. Auch wenn Sie ein Gefühl rational nicht nachvollziehen können, sollten Sie versuchen, es zu ergründen. Es könnte sein, dass ihre innere Stimme weiser ist, als Sie in diesem Augenblick.

  • Reagieren Sie schneller

    Seien Sie die Schlange, nicht das Kaninchen. Reagieren Sie schneller als die anderen. Also erwarten Sie stets das Unerwartete, lernen Sie zu improvisieren, lösen Sie sich rasch von Denkmustern. Und vor allem: verändern sie Gewohnheiten.

  • Das Leben wieder in die eigene Hand nehmen

    Wer sich aufgibt, wird zum Spielball der Umgebung. Bestärken Sie sich jeden Tag darin, dass Sie über Ihr eigenes Lebens bestimmen. Conen empfiehlt: „Lernen Sie mitten im Geschehen zu sein und doch darüber zu stehen.“ Sie kommen mit Störungen besser um, wenn Sie sich als freier und selbstbestimmter Mensch fühlen.

Zu guter Letzt wären wir nicht leistungsfähig, gäbe es die Stresshormone Cortisol und Adrenalin nicht. Sie sorgen dafür, dass wir aktiv und munter werden. Stress macht folglich z.B. stark: Sie wollen einen Bus erreichen, die Möbel allein umstellen oder eine lange Wanderung durchhalten? Dann brauchen Sie alle Kraft in Ihren Muskeln, vor allem Armen und Beinen, und um sie zu aktivieren, brauchen Sie Stress. Den angenehmen Flow-Zustand erreichen wir, wenn wir uns anstrengen. Sie haben das vielleicht schon einmal beim Joggen, Drachensteigen oder Hausputz erlebt. Stress motiviert außerdem: So kann der Vergleich mit anderen anspornen. Vielleicht hätten Sie nie eine Diät gehalten, die Ihnen am Ende gut getan hat, oder um eine Gehaltserhöhung verhandelt, wenn Sie keinen Anstoß bekommen hätten.
Ein besserer Umgang mit den Stressoren Ihres Lebens heißt daher nicht weniger oder mehr, sondern anders. Ein anderer Blickwinkel führt zu einer anderen Reaktion und Belastung. Und wir müssen anders ausgleichen.

Gutes kommt von Gutem

Diese Feststellung allein könnte schon eine Formel für ein gutes Leben, einen guten Tag sein. Doch wir können noch konkreter werden. Die drei Ausgangspunkte sind folgende: Wir benötigen ein Verhältnis von drei positiven zu einem negativen Moment für ein gesundes und glückliches Leben. Wir sind soziale Wesen und profitieren am stärksten von guten sozialen Kontakten und Beziehungen. Und beim Denken fängt alles an. Das daraus von mir abgeleitete Prinzip heißt „Dreimal täglich Gutes“. So geht es:

Tun Sie sich täglich etwas Gutes.
Tun Sie jemand anderem täglich etwas Gutes.
Denken Sie täglich einmal bewusst gut.

Wie klingt das für Sie? Ich hoffe, machbar. Die Reihenfolge ist nach Wichtigkeit sortiert. Zuerst Sie. Denn nur dann werden Sie überhaupt zu Punkt zwei übergehen. Ansonsten haben Sie nichts übrig zum Abgeben oder vergessen sogar, an andere zu denken. Sich etwas Gutes tun heißt, irgendeine Kleinigkeit zu tun, die Ihnen Wohlbefinden bringt. Am besten gleich morgens als erstes. Weil Sie dann Ihrem Tag schon den richtigen Kurs geben. Das könnte Ihr Lieblingsfrühstück sein oder nur das bewusste Genießen einer guten Tasse Kaffee, ein Körperpflegeritual oder Musik.

Jemand anderem etwas Gutes zu tun, folgt dem gleichen Prinzip. Klein und wirkungsvoll. Hier kommt hinzu, dass die gute Absicht im Tun, nicht in der Reaktion oder dem Ergebnis liegt. Es wäre demzufolge egal, ob jemand Ihren freundlichen Gruß oder Ihr Lächeln erwidert. Hier geht es um die altruistische gute Tat. Einfach so. Das beginnt beim Türaufhalten oder Platzanbieten, geht weiter mit einem kurzen gemeinsamen Mittagsspaziergang oder der freiwilligen Übernahme einer Urlaubsvertretung.

Einmal bewusst gut zu denken meint, es ganz konkret, ganz bewusst einzusetzen. Es geht dabei nicht um die Haltung, sondern die Umsetzung, die dann die Haltung bestärkt. Es geht um das aktive Umschalten, wenn Sie sich beispielsweise beim Klagen ertappen. Es geht um eine neue Chance, die Sie einer Person oder Situation geben.

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Drei gute tägliche Kleinigkeiten im Denken und Tun sind ein guter Anfang. Sie sollen so einfach und angenehm sein, dass sie zur Routine werden und der Erfolg Sie darin bestätigt, weiterzumachen.

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