Gehaltsunterschiede: Je ärmer die Familie, desto geringer das Gehalt

Gehaltsunterschiede: Je ärmer die Familie, desto geringer das Gehalt

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Gehaltsunterschiede: Je ärmer die Familie, desto geringer das Gehalt

Nicht nur im Bildungssystem haben Kinder aus einfachen Verhältnis Nachteile. Selbst dann, wenn ihnen der Aufstieg gelingt, verdienen sie weniger.

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die Herkunft über die Aufstiegschancen in Deutschland entscheidet. Daniel Schnitzlein vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung hat gemessen, dass sich rund 40 Prozent des späteren Einkommens mit der Herkunft erklären lässt.

Studien aus Dänemark unterstreichen dies und machen deutlich, dass die Einkommensunterschiede weniger einen kulturellen Hintergrund hat als vielmehr einen institutionellen. Konkret heißt das: Das Bildungssystem ist schuld an diesen Unterschieden.

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Aber das ist nur ein Grund: Selbst dann, wenn es jungen Menschen gelingt, aufzusteigen, also Arzt, Anwalt oder Manager zu werden, dann verdienen sie weniger als ihre Kollegen aus besserem Elternhaus. Eine Studie der Social Mobility Commission, einer Regierungsorganisation, hat berechnet, dass der Gehaltsunterschied bei umgerechnet etwa 8000 Euro liegt. Dazu haben die Forscher Daten von 90.000 Arbeitnehmern ausgewertet.

Wie aber nun kommt es zu dem Unterschied? Kinder aus wohlhabenderen Familien erreichen meist höhere Abschlüsse und verfügen häufig über bessere Kontakte. Hinzukommt, dass Kinder aus einfachen Verhältnissen eine Beförderung häufiger ablehnen, aber auch seltener nach einer Gehaltserhöhung fragen. Sie haben schlicht Angst, nicht in die Führungsetage zu passen.

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