Karrieretipps: So stechen Sie aus der Masse heraus

GastbeitragKarrieretipps: So stechen Sie aus der Masse heraus

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Es gibt Menschen, die auf jede Bewerbung eine Absage bekommen. Und es gibt die, die von Arbeitgebern umgarnt werden und laufend interessante Jobs angeboten bekommen. Mit diesen Tipps gehören Sie zu letzteren.

Was ist der Unterschied zwischen Menschen, die mehrere Bewerbungen pro Monat absenden und ebenso viele Absagen kassieren – und solchen, die scheinbar ohne Anstrengungen von verschiedenen Arbeitgebern umgarnt werden und laufend interessante Jobs angeboten bekommen? Letztere verfügen am Arbeitsmarkt über eine ausgeprägte „Unique Selling Proposition“, kurz USP – und erstere nicht.

Wer über eine solche Karriere-USP und damit über klare Alleinstellungsmerkmale verfügt, profitiert beruflich erheblich. Er hat mehr Auswahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Arbeitgebern und Jobs, Verhandlungsmacht bei Gehaltsverhandlungen, höhere Gestaltungsfreiräume bei Arbeitszeit, -ort und Aufgabenzuschnitt sowie das gute Gefühl, mit seinen Kompetenzen und Erfahrungen gefragt zu sein. Das wiederum führt zu einer höheren Zufriedenheit im Job.

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Trotzdem nutzt die Mehrheit der Arbeitnehmer die verfügbaren Gestaltungsräume nicht, um gezielt eine persönliche Karriere-USP auszubauen. Viele sind mit diesem Prinzip bislang gar nicht vertraut und verschenken damit wertvolles Karrierepotenzial.

Zur Person

  • Yasmin Weiß

    Prof. Dr. Yasmin Weiß (38) ist Professorin für Personal und Organisation an der Technischen Hochschule Nürnberg, Aufsichtsrätin in der Wirtschaft und Mitglied des Innovationsteuerkreises der Bundesregierung, der neue Entwicklungen und Trends im Innovationssystem beobachtet und die Bundesregierung berät.

Doch gerade vor dem Hintergrund der massiven Veränderungen am Arbeitsmarkt wird es für die eigene Karriere umso wichtiger, sich gezielt mit der Frage auseinanderzusetzen, was gegenwärtig und zukünftig die Basis für eine nachhaltig erfolgreiche Karriere-USP sein kann.

Die „Marktgesetze“ einer Karriere-USP

Was also ist das „Geheimnis“ von Menschen, die über eine klare Karriere-USP verfügen? Was führt zu jenen Alleinstellungsmerkmalen, die das Interesse diverser Arbeitgeber wecken und sie dazu motivieren, auf individuelle Forderungen und Wünsche einzugehen und sogar die ein oder andere individuelle Macke zu akzeptieren?

Die gute Nachricht lautet: Grundsätzlich hat jeder die Möglichkeit, an seiner eigenen Karriere-USP zu arbeiten und im weiteren Karriereverlauf Schritt für Schritt auszubauen. Sie kann auf vielen Wegen erworben werden und in diversen Formen auftreten. Sie ist weder an Alter noch an Geschlecht oder an einen bestimmten Ausbildungshintergrund gekoppelt.

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Bei der Bewerbung können kleine Fehler und Unachtsamkeiten auch geeignete Kandidaten schnell disqualifizieren. Wie gut kennen Sie die Fallstricke und wichtigen Details?

Bewerbungsunterlagen, aus denen eine ausgewählt wird (Illustration) Quelle: Andrii Symonenko - Fotolia

Was Menschen mit einer klaren Karriere-USP gemeinsam haben: Sie haben das Marktgesetz von Angebot und Nachfrage verstanden und dabei zwei zentrale Aspekte in ihrem Werdegang umgesetzt. Erstens haben sie es geschafft, ihr persönliches Qualifikationsprofil konsequent an der Nachfrage am Arbeitsmarkt auszurichten. Genau das, was sie können, wird von vielen Arbeitgebern benötigt. Zweitens haben sie sich geschickt so positioniert, dass sie als „Gesamtpaket“ mit ihren Kompetenzen, Erfahrungen, Kontakten und ihrem Auftreten kaum mit anderen Kandidaten vergleichbar sind. Damit sichern sie sich eine einzigartige Positionierung am Arbeitsmarkt.

Den Mainstream verlassen

Wie lässt sich eine solche Karriere-USP nun systematisch aufbauen?

Die meisten Menschen lassen sich bei der Wahl der einzelnen Stationen ihres Werdegangs davon leiten, was ihren persönlichen Interessen und Begabungen am meisten entspricht.

Bewerbungsgespräch Schafft das Vorstellungsgespräch ab!

Bewerbungsgespräche sind unfair und manipulativ. Wissenschaftler fordern ihre Abschaffung. In einem kurzen Gespräch könne man die fachliche oder menschliche Eignung nicht erkennen.

Bewerbungsgespräche sind unfair und manipulativ. Quelle: Fotolia

Das ist richtig und wichtig, doch lohnt es sich, zudem auch die gegenwärtige und zukünftige Nachfrage nach einem solchen Gesamtpaket im Blick zu haben. Zudem sollte auch nicht ignoriert werden, ob und wie viele andere Menschen ein sehr ähnliches Qualifikationsprofil aufweisen.

Ein klassisches BWL-Studium stellt grundsätzlich eine solide, nicht jedoch eine seltene Qualifikation dar. Einzigartigkeit und Verhandlungsmacht am Arbeitsmarkt werden durch ein BWL-Studium noch nicht hervorgerufen.

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