Zurück in die Zukunft: Warum ein Buch die beste Visitenkarte ist

Zurück in die Zukunft: Warum ein Buch die beste Visitenkarte ist

Mehr als 80.000 Leser haben die Leipziger Buchmesse an den ersten beiden Veranstaltungstagen besucht. Es zeigt: Das gedruckte Wort gilt noch etwas - und Menschen, die etwas auf sich halten, sollten schreiben.

Es ist Donnerstagmorgen, kurz vor zehn, als die S5 am Bahnhof Leipzig-Messe die Türen öffnet und eine nicht enden wollende Horde junger Menschen auf den neunminütigen Entenmarsch zur Messehalle entlässt. Die meisten tragen Uniform, Netzstrümpfe, Perücke - gerne auch Eyeliner - und wirken wie Comic-Wesen. ‚Ganz schön jung das Publikum der Leipziger Buchmesse’, denke ich noch. Und vor allem: ganz schön crazy. Denn wer zur Buchmesse geht, trägt doch normalerweise Anzug oder Kostüm, wenn er vom Verlag kommt. Oder Rucksack und Trekking-Schuhe, wenn er eher der Spezies „Publikumsbesucher“ zuzuordnen ist.

Doch die bizarre Hoffnung, Lesen jenseits von Kurznachrichten sei bei der Jugend plötzlich wieder total angesagt, ohne dass es der Autor dieser Zeilen mitbekommen hat, zerbröselt, als sich am Eingang die schreiend Bunten und die dezent Dunkelblauen plötzlich trennen. „Manga-Comic-Con“ steht auf der einen Hallen-Tür. „Buchmesse Leipzig“ auf der anderen. Und so trennt sich das Publikum schön sortiert in Anime-Fans in der einen Messehalle und Gesine-Schwan-Fans in den anderen Hallen.

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Kalkül der Veranstalter: Wenn die Jugend erst mal da ist, verirrt sie sich womöglich aus der bunten Glitzer-Welt der Anime-Stars auch in die Hallen mit den Salongesprächen und Buchpreisen. Auch wenn das Konzept nicht ganz aufzugehen scheint und jeder doch eher in seinem Bereich bleibt: Gelegentlich lugt tatsächlich ein Manga-Mädchen zwischen den Verlagsständen von Piper, Random House und Campus hervor und lauscht Heiner Geißlers Frage „Kann man noch Christ sein, wenn man an Gott zweifeln muss?“

Was Vorgesetzte tun können, damit ihre Angestellten zufrieden sind (und bleiben)

  • Zur Studie

    Für die Studie „Die Zeit ist reif. Glücklich arbeiten" hat der Personaldienstleister Robert Half gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Happiness works und dem Statistiker Nic Marks 23.000 Arbeitnehmer befragen lassen, rund 2400 davon aus Deutschland.

  • Wer macht Arbeitnehmer glücklich

    Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind für das Betriebsklima zuständig, sagen 46 Prozent der Befragten.  Mehr als jeder Dritte erwartet allerdings vom Unternehmen, für das Glück am Arbeitsplatz zu sorgen. Vorgesetzte können natürlich nicht dafür zuständig sein, für jeden den persönlichen Feelgood-Manager zu geben. Für ein besseres Betriebsklima sorgen können sie aber sehr wohl.

  • Suchen Sie die passenden Arbeitnehmer aus

    Ein Veganer wird beim Schlachter nicht glücklich, auch nicht im Büro. Wer dauerhaft zufriedene Mitarbeiter möchte, sollte nur Leute einstellen, die mit Ihren persönlichen und fachlichen Skills gut zum Unternehmen passen. Ihnen fällt es leichter, sich anzupassen, einzugewöhnen und gute Leistungen zu bringen. Ein ungeeigneter Mitarbeiter kann die Arbeitsmoral eines gesamten Teams schwächen.

  • Geben Sie Verantwortung ab

    Mitarbeiter wollen Verantwortung übernehmen: Wer das Gefühl hat, selbstständig wichtige Entscheidungen im Job zu treffen, wächst an dieser Herausforderung. Vorgesetzte sollten deshalb Verantwortung abgeben und ihren Mitarbeitern vertrauen. Wer sich sinnvoll in das Unternehmen einbringen kann, fühlt sich diesem auch stärker verbunden.

     

     

     

     

  • Zeigen Sie Wertschätzung

    Wer gute Arbeit leistet, will und soll auch gelobt werden. Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass Sie ihre Arbeit und ihren Einsatz schätzen. Echte Anerkennung für gezeigte Leistungen schafft ein positives Arbeitsklima und motiviert Ihre Mitarbeiter zu weiteren Höchstleistungen.

  • Arbeit muss Sinn ergeben

    Mitarbeiter, die ihre Aufgaben als sinnvoll erachten, sind stolz auf das, was sie tun – und sie sind stolz auf ihr Unternehmen. Die Studie zeigt, dass sinnstiftende Arbeit einer der wichtigsten Treiber für Freude im Job ist: Angestellte arbeiten 2,4 Mal glücklicher als andere, die nicht so empfinden. Machen Sie Ihren Mitarbeitern deshalb klar, wie wichtig ihr Beitrag für den Erfolg des Unternehmens ist.

  • Behandeln Sie Ihre Mitarbeiter fair und respektvoll

    Leben Sie Fairness im Job vor und lassen Sie Ihre Angestellten an Ihren Entscheidungen teilhaben. Dazu gehört eine transparente Kommunikation: Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern offen über Gehalt, Karrierechancen und Projekte – ohne dabei ein Teammitglied auszuschließen. Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass sie sich jederzeit an Sie wenden können, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen.

  • Gutes Beispiel abgeben

    Teamgeist, Kollegialität und gelebter Zusammenhalt sind der soziale Klebstoff in jedem Unternehmen. Führungskräfte müssen deshalb mit gutem Beispiel voran gehen: Wenn Sie einen positiven Umgang vorleben, beeinflussen Sie damit Ihr Team, Ihre Kunden und sogar die Kunden Ihrer Kunden.

  • Das sagen die befragten Arbeitnehmer wörtlich

    Gefragt, wann sie im Berufsleben zufrieden oder glücklich sind, sagten Teilnehmer unter anderem: „Ich fühle mich wohl, wenn ich und meine Arbeit geschätzt werden. Wenn meine Meinung ernst genommen wird und ich mich einbringen kann.“ Oder: „Ich habe mich da am wohlsten gefühlt, wo nur Rahmenbedingungen angegeben wurden und ich mich selbst und meine Gedanken einbringen konnte.“ Ein anderer war dann besonders zufrieden, „als wir nach einem sehr stressigen und anstrengenden Vormittag eine Runde Eiscafé von der Chefin spendiert bekommen haben und diesen gemütlich zusammen genießen konnten.“

     

Immerhin: Mehr als 80.000 Leser haben das Gipfeltreffen der Bücher allein in den ersten beiden Veranstaltungstagen besucht. Mehr als im vergangenen Jahr. Und so viel, dass man im Gewühl der Verlagsmanager und Presseleute das Gefühl hat, hier werde gerade etwas ganz Wichtiges ausgestellt und besprochen. Etwas, wovon die Internationale Funkausstellung mittlerweile träumen kann. Denn die schicken ARD-Taschen und ZDF-Basecaps werden den Hostessen mittlerweile auf der Buchmesse in Leipzig aus den Händen gerissen und nicht mehr im Sommergarten unter dem Berliner Funkturm, wo früher Fernsehmacher mit viel Klimbim auf ihre Zuschauer trafen und heute überwiegend neue Geräte ausgestellt werden. Hat Buchkritiker Denis Scheck jemals geglaubt, dass eine ARD-Tasche mit seinem Konterfei eines Tages zur Trophäe für junge Fans wird?

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Die besten Lesetipps für Manager. Quelle: Getty Images

Die Buchmesse ist eine Leistungsschau des gedruckten Wortes und zeigt: Neben all den Hörbüchern, e-Readern und Blogs gilt das gedruckte Wort noch etwas. Denn wer wirklich etwas zu sagen hat, sagt es in einem Buch. Und das, obwohl heutzutage ein paar Zehntausend verkaufte Exemplare reichen, um einen Nummer 1-Erfolg in den Sachbuch-Charts zu landen.

Und gerade mal 100.000 verkaufte Bücher bereits als „Spitzentitel“ gelten: Das ist so etwas wie die Champions League im Sachbuch-Markt. Im Fernsehen wäre das die Primetime, wo sogar das „Literarische Quartett“ zehnmal so viele Zuschauer hat und eine gute Sendung von „Markus Lanz“ bis zu zwanzig Mal so viel. TV-Macher lächeln angesichts solch bescheidener Verkaufszahlen gnädig. Und dennoch schieben sich auch zig TV-Talk-Redakteure durch die Hallen, um DEN angesagten Autoren oder DEN Top-Promi mit neuem Buch in der eigenen Show zuerst zu haben.

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