Stil-Ratgeber: Wann braune Schuhe verboten sind

Stil-Ratgeber: Wann braune Schuhe verboten sind

Braun ist Modefarbe bei Schuhen. Doch was zum Casual Look passt, hat bei offiziellen Anlässen nur bedingt etwas verloren. Womit Sie Braun kombinieren können und wer lieber auf den Trend verzichtet – ein Stilratgeber.

„Braune Schuhe, wohin man schaut!“ Man kommt sich, besonders als Mann, schon komisch vor, wenn man zum dunkelblauen oder dunkelgrauen Anzug oder zur trendigen Jeans keine braunen Schuhe trägt. Frauen hingegen wissen meist: Die Schuhfarbe muss zum Outfit und zum Farbkonzept passen.

Der modische Aspekt: Braune Schuhe zum (Business-) Casual-Look

Von der trendigen Seite betrachtet kann jeder diese Farbe nach Lust und Laune kombinieren. Sehr gut passen dazu Sneakers oder Double-Monks (Schuh mit einer Doppelschnalle).

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Wenn Mann braune Schuhe zum dunkelblauen oder dunkelgrauen Anzug oder Frau braune Pumps zum grauen oder blauen Hosenanzug tragen wollen, muss der Schuh entsprechend elegant sein. Ein Double-Monk aus Velourleder oder Glattleder ist bei Business-Casual sehr gut tragbar.

Zur Person

  • Elisabeth Motsch

    Elisabeth Motsch ist Stil- und Image-Expertin und berät Wirtschaftsunternehmen in Dresscode und Auftritt der Mitarbeiter, passend zur Position und Marke. Ihr Know-how verbindet sie laut eigener Aussage mit typisch österreichischem Charme und weiblichem Fingerspitzengefühl. Sie gibt ihr Wissen auch als Lehrbeauftragte an der Berliner Steinbeis-Hochschule weiter und ist mehrfache Buchautorin.

Wer Stil beweisen will, trägt die farblich zum Schuh passende Krawatte beziehungsweise Einstecktuch oder Schal. Auch der Gürtel darf im gleichen Braunton sein. Wichtig ist allerdings, dass der Gürtel auch vom Stil - kein derber Jeansgürtel zum glatten, edlen Lederschuh – und von der Lederart - kein Rauledergürtel zum Glattlederschuh – zum Schuh passt.

Zum braunen Anzug, Hosenanzug oder Kostüm gehören braune Schuhe übrigens zwingend dazu.

Die Typfrage: Passt Braun zu Ihnen und welcher Braunton darf es sein?

Betrachten wir es von der stilvollen Seite, sieht die Sache anders aus. Was bei den Italienern top ist – ein cremiges cognacbraun - muss in unseren Breitengraden nicht zwingend gut aussehen.

Denn wir können es drehen und wenden wie wir möchten, aber rotgesichtige Deutsche oder Österreicher sehen leider nicht aus wie Italiener. Die Hautfarbe der Mitteleuropäer korrespondiert viel mehr mit einem Schuh in Schokobraun. Die italienische Hautfarbe hingegen passt wunderbar zum cognacfarbenen Schuh. Deshalb rate ich allen, die diese italienische Hautfarbe nicht haben: Nehmen Sie lieber schokobraune Schuhe.

Frauen und Männer, die schwarze, dunkelgraue oder aschgraue Haare und eine kühle, rosafarbene Haut haben, sollten lieber ganz auf braune Schuhe verzichten.

Als Faustregel können Sie sich merken: Braune Schuhe werden im Business nur bei informelleren Anlässen und bei Dresscode Business-Casual getragen. Aber keine Sorge, trotz der alten Regel „No brown after six“ müssen Sie nicht die Schuhe wechseln, wenn Sie abends nach dem Büro mit Kollegen oder Kunden noch etwas trinken gehen.

Trotzdem hebt der Trend diese alte Stilregel nicht auf. Bei formellen Anlässen, wie Hochzeiten oder Verleihungen gilt nach wie vor „No brown after six“, also keine braunen Schuhe zur Abendveranstaltung.

Genauso „verboten“ sind braune Schuhe zum schwarzen Anzug, Hosenanzug oder zum schwarzen Kostüm. Dazu trägt Mann wie Frau schwarze Schuhe. Das heißt aber auch, dass ein schwarzer Anzug oder Hosenanzug im Business nichts verloren hat, auch wenn viele ihn tragen.

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