
Dass Porsche durch die Finanznot inzwischen von Volkswagen geschluckt wurde, wird das ramponierte Ansehen auch nicht unbedingt verbessert haben. Im Ranking rächt sich das.
Zwar landet der Sportwagenbauer aus Zuffenhausen auch in diesem Jahr wieder unter den Top 5 der beliebtesten Arbeitgeber. Allein: Die Tendenz zeigt seit Langem erstmals wieder abwärts – Porsche musste seinen Spitzenplatz aus dem letztjährigen Arbeitgeber-Ranking abgeben. Besonders bitter: Bei Wirtschaftswissenschaftlern war Porsche im vergangenen Jahr am beliebtesten, 2010 landen die Zuffenhausener nur auf dem vierten Platz.
Siemens in den Top 10
Siemens hingegen scheint den Korruptionsskandal hinter sich gelassen zu haben – zumindest spielt er in den Köpfen der Studierenden keine Rolle mehr. In allen vier Fachrichtungen landet der Münchner Konzern unter den Top 10.
„Image ist alles“, titelte der japanische Elektronikkonzern Canon vor einigen Jahren. Wie in jedem guten Werbespruch stecken darin gleichzeitig Übertreibung und Wahrheit. Natürlich lässt sich der Zusammenhang zwischen dem Image eines Unternehmens und dem wirtschaftlichen Erfolg nicht in Zahlen fassen. Aber ebenso lässt sich nicht bestreiten, dass Beliebtheit und Erfolg zusammengehören. Getreu der Gleichung: Positives Image gleich mehr Bewerber gleich bessere Mitarbeiter.
Audi jedenfalls profitiert von seinem Image-Vorsprung: Pro Jahr erhält der Konzern allein in Deutschland etwa 45 000 Bewerbungen.














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Alle Kommentare lesen07.05.2010, 14:36 UhrAnonymer Benutzer: NoFake
Mir scheint auch, dass dieses seit Jahren durchgeführte Ranking abhängig von der Präsenz der Firmen in den Medien und vor allem der positiven bilanzen ist. Dass eine Firma wie bMW mit einem Entwicklungszentrum in bayern und der Werkevernetzung das anbietet, ist doch klar. Warum einen Stundenten in ein Werk ins Ausland schicken, wenn er doch etwas lernen und einen Wert erarbeiten soll? im Werk gibt es nicht sehr viele Themen, die der wissenschaftlichen Ausarbeitung bedürfen.
Ob die Ergebnisse richtig oder falsch sind, darüber lohnt sich ein Streit nicht. ich denke, dass eine Umstellung der befragung sinnvoll wäre: Zielgruppe und Kontrollgruppe, Zielgruppe arbeitet beim Unternehmen und gibt seine Rankings, Kontrollgruppe arbeitet nicht beim Unternehmen. Dann ein Vergleich :-)
06.05.2010, 21:42 UhrAnonymer Benutzer: Thomas Deutscher
Viel interessanter wäre es diese Umfrage bei den Arbeitnehmern der Unternehmen durch zu führen. Das eine oder andere genannte Unternehmen würde in der Liste gar nicht mehr auftauchen. Das Marketing der Produkte schafft eine illusion, welche sich nicht mit der Attraktivität der Arbeitgebers deckt.
in Zeiten von Global Delivery ist die Resource Mensch für viele global aggierenden Unternehmen nicht mehr attraktiv am Standort Deutschland. Nur das weiß der allgemeine Student noch nicht. Das könnte er erfahren, wenn er sich auf eines der immer zahlreicher werdenden Praktikumsplätze als billigst Arbeitskraft bei dem einem oder anderen Unternehmen bewirbt.
Attraktiv ist der Mittelstand. Dieser hat tatsächlich noch was zu bieten, ein gesundes Arbeitsklima, persönliche Wertschätzung der Leistung und die Übertragung von tatsächlicher Verantwortung.
06.05.2010, 15:04 UhrAnonymer Benutzer: Expo2010
Kleiner Erfahrungbericht beim Vorstellungsgespraech fuers Traineeprogramm beim dritt-platzierten bMW in Muenchen. Meine Frage: "Wie sehen die Moeglichkeiten eines Auslandseinsatzes aus?", Personaler:"Joah, wir koennen grundsaetzlich ein paar Wochen Spartanburg anbieten, ansonsten haben wir noch andere Standorte in bayern." Gleiche Frage bei Siemens und bosch, Antwort der Personaler: "Sie werden waehrend des Traineeprogramms mindestens 6 Monate an einem Uebersee-Standort sein. Spaeter erwarten wir von unseren Nachwuchsfuehrungskraeften, dass sie vor Uebernahme hoeherer Managementaufgaben einige Jahre im Ausland verbracht haben. Wir werden dieses - bei Eignung - aktiv unterstuetzen." Uebrigens, die Gehaelter waren bei allen 3 Firmen praktisch identisch.
Denke, viele Absolventen verwechseln Attraktivitaet des Produktes / Marketingeffekt einer Firma mit den tatsaechlichen Entwicklungsmoeglichkeiten...