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Die beliebtesten Arbeitgeber: Arbeitgeberranking 2010: Vorsprung durch Image

von Daniel Rettig

Der Automobilkonzern Audi ist erstmals Deutschlands beliebtester Arbeitgeber – das zeigt eine exklusive Umfrage unter 20 000 deutschen Studenten. Porsche dagegen büßte zahlreiche Sympathien ein.

Ein Audi RS 5 bei der AMI Auto Quelle: REUTERS
Ein Audi RS 5 bei der AMI Auto Show in Leipzig Quelle: REUTERS
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Es waren große Fußstapfen, in die Rupert Stadler Anfang 2007 trat. Damals übernahm er im Alter von nur 43 Jahren den Vorstandsvorsitz des Automobilkonzerns Audi. Viele Experten waren skeptisch, ob er geeignet sei, das Erbe seines ebenso beliebten wie erfolgreichen Vorgängers Martin Winterkorn anzutreten – zumal Stadler sich selbst ehrgeizige Ziele setzte: In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ verkündete er öffentlich, bis zum Jahr 2015 die Konkurrenten BMW und Mercedes hinter sich lassen zu wollen. Es scheint, als sei er auf einem guten Weg dorthin.

Audi liegt vorn

Im vergangenen Jahr verkaufte Audi in Europa mehr Autos als die Rivalen aus München und Stuttgart, der Gewinn der Ingolstädter lag bei 1,3 Milliarden Euro, während die meisten anderen Premiumhersteller Miese machten oder allenfalls ein kleines Plus verbuchten. Nun flattert Stadler die nächste Erfolgsbotschaft ins Haus: Kein anderes Unternehmen ist bei deutschen Studenten so beliebt wie Audi.

Zum neunten Mal präsentiert die WirtschaftsWoche exklusiv die beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands. Die Beratung Universum Communications befragte in Kooperation mit den Kölner Marktforschern von Access deutsche Studenten, bei welchen Unternehmen sie nach ihrem Bachelor-, Master- oder Diplomabschluss am liebsten arbeiten würden. Mehr als 20 000 angehende Akademiker aus Wirtschafts-, Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie der Informatik gaben von November 2009 bis März 2010 ihr Votum ab.

Und dieses Jahr bringt das Ranking einen so großen Sieger hervor, wie es ihn noch nicht gab: Audi gewinnt erstmals gleichzeitig in zwei Fachrichtungen – sowohl angehende Ökonomen als auch Ingenieure wollen am liebsten in Ingolstadt anheuern. Fasst man alle Fachrichtungen zusammen, landet ebenfalls Audi souverän auf dem ersten Platz.

10 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 07.05.2010, 14:36 UhrAnonymer Benutzer: NoFake

    Mir scheint auch, dass dieses seit Jahren durchgeführte Ranking abhängig von der Präsenz der Firmen in den Medien und vor allem der positiven bilanzen ist. Dass eine Firma wie bMW mit einem Entwicklungszentrum in bayern und der Werkevernetzung das anbietet, ist doch klar. Warum einen Stundenten in ein Werk ins Ausland schicken, wenn er doch etwas lernen und einen Wert erarbeiten soll? im Werk gibt es nicht sehr viele Themen, die der wissenschaftlichen Ausarbeitung bedürfen.

    Ob die Ergebnisse richtig oder falsch sind, darüber lohnt sich ein Streit nicht. ich denke, dass eine Umstellung der befragung sinnvoll wäre: Zielgruppe und Kontrollgruppe, Zielgruppe arbeitet beim Unternehmen und gibt seine Rankings, Kontrollgruppe arbeitet nicht beim Unternehmen. Dann ein Vergleich :-)

  • 06.05.2010, 21:42 UhrAnonymer Benutzer: Thomas Deutscher

    Viel interessanter wäre es diese Umfrage bei den Arbeitnehmern der Unternehmen durch zu führen. Das eine oder andere genannte Unternehmen würde in der Liste gar nicht mehr auftauchen. Das Marketing der Produkte schafft eine illusion, welche sich nicht mit der Attraktivität der Arbeitgebers deckt.

    in Zeiten von Global Delivery ist die Resource Mensch für viele global aggierenden Unternehmen nicht mehr attraktiv am Standort Deutschland. Nur das weiß der allgemeine Student noch nicht. Das könnte er erfahren, wenn er sich auf eines der immer zahlreicher werdenden Praktikumsplätze als billigst Arbeitskraft bei dem einem oder anderen Unternehmen bewirbt.

    Attraktiv ist der Mittelstand. Dieser hat tatsächlich noch was zu bieten, ein gesundes Arbeitsklima, persönliche Wertschätzung der Leistung und die Übertragung von tatsächlicher Verantwortung.

  • 06.05.2010, 15:04 UhrAnonymer Benutzer: Expo2010

    Kleiner Erfahrungbericht beim Vorstellungsgespraech fuers Traineeprogramm beim dritt-platzierten bMW in Muenchen. Meine Frage: "Wie sehen die Moeglichkeiten eines Auslandseinsatzes aus?", Personaler:"Joah, wir koennen grundsaetzlich ein paar Wochen Spartanburg anbieten, ansonsten haben wir noch andere Standorte in bayern." Gleiche Frage bei Siemens und bosch, Antwort der Personaler: "Sie werden waehrend des Traineeprogramms mindestens 6 Monate an einem Uebersee-Standort sein. Spaeter erwarten wir von unseren Nachwuchsfuehrungskraeften, dass sie vor Uebernahme hoeherer Managementaufgaben einige Jahre im Ausland verbracht haben. Wir werden dieses - bei Eignung - aktiv unterstuetzen." Uebrigens, die Gehaelter waren bei allen 3 Firmen praktisch identisch.
    Denke, viele Absolventen verwechseln Attraktivitaet des Produktes / Marketingeffekt einer Firma mit den tatsaechlichen Entwicklungsmoeglichkeiten...

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