Diversity: Jeder vierte Dax-Vorstand ist Ausländer

Diversity: Jeder vierte Dax-Vorstand ist Ausländer

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Die beiden Vorstandssprecher der SAP AG, Bill McDermott (l) und Jim Hagemann Snabe auf der CeBIT

Noch nie zuvor gab es in deutschen Dax-Konzernen so viele ausländische Vorstände wie heute. Der Anteil ist laut einer Untersuchung der Strategieberatung Simon-Kucher & Partners auf rund 28 Prozent gestiegen. Allein im vergangenen Jahr waren zwei Drittel aller neu berufenen Vorstände keine Deutschen.

Mit dem hohen Ausländeranteil bilden die Dax-Konzerne die gestiegene Bedeutung ausländischer Aktionäre, Umsätze und Mitarbeiter auch auf der Führungsebene ab. Lediglich acht der dreißig Dax-Konzerne haben heute keinen ausländischen Vorstand. Wie die Untersuchung ergab, stecken hinter der kulturellen Vielfalt in Deutschlands Führungsetagen hauptsächlich Österreicher und Amerikaner. Zusammen stellen sie knapp die Hälfte aller ausländischen Vorstände. Christoph Lesch, einer der Autoren der Studie, geht davon aus, dass der Ausländeranteil bei 30 oder 40 Prozent eine natürliche Grenze erreicht.

Besonders bei der Besetzung des Chefpostens werden immer öfter gezielt ausländische Manager berufen. Zuletzt hatten bei SAP der US-Amerikaner Bill McDermott und der Däne Jim Hagemann Snabe den gebürtigen Aachener Leo Apotheker an der Unternehmensspitze abgelöst. Wenn im Oktober der Niederländer Marijn Dekkers die Führung des Bayer-Vorstands übernimmt, werden bereits 30 Prozent der DAX-Konzerne von Ausländern geführt.

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Frauenquote bei der Deutschen Telekom

Ganz anders sieht das bei der Zahl der weiblichen Führungskräfte aus: Zwar sind auch inzwischen wesentlich öfter in den Chefetagen der Dax-Unternehmen zu finden – sie besetzen dort heute vier Mal mehr Vorstandsposten als noch vor zwölf Monaten. Mit einem Anteil von zwei Prozent haben weibliche Führungskräfte allerdings immer noch Exotenstatus in deutschen Chefetagen.

Das Thema werde sich als das prägende Diversity-Thema der neuen Dekade etablieren, sagt Simon-Kucher-Berater Lesch: „In zehn Jahren werden mit Sicherheit mehr als zehn Prozent der Dax-Vorstände weiblich sein.“

Siemens und die Deutsche Telekom haben beim Thema weibliche Führungskräfte schon vorgelegt. Der Personalvorstand der Telekom, Thomas Sattelberger, gab erst kürzlich das Ziel vor, bis 2015 30 Prozent der Top-Management-Positionen mit Frauen zu besetzen. Beim Münchner Technologiekonzern Siemens arbeiten mit Barbara Kux und Brigitte Ederer schon heute zwei Frauen im Vorstand.

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