Diversity-Preis: Merkel und ihr Kabinett der Vielseitigkeit

Diversity-Preis: Merkel und ihr Kabinett der Vielseitigkeit

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huGO-BildID: 24152824 Hessen/ Peter Goetz (v.l.), Bundesvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU (KPV), Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der hessische Ministerpraesident Volker Bouffier (CDU) stehen am Freitag (18.11.11) in Kassel bei einem kommunalpolitischen Kongress von CDU und CSU nebeneinander. In Diskussionsforen sollen sich die Unions-Kommunalpolitiker bei dem Kongress unter anderem mit neuen Formen der Buergerbeteiligung befassen. (zu dapd-Text) Foto: Alexander Wittke/dapd

von Manfred Engeser

Angela Merkel steht mit einer vielfältigen Regierung an der Spitze der Macht. Dadurch sei sie ein Vorbild für Frauen, so die Jury des Diversity-Awards.

Sie ist aufgewachsen in den neuen Bundesländern, steht als erste Frau an der Spitze einer deutschen Regierung. Sie führt ein Kabinett der Vielfalt, unabhängig von Alter, Geschlecht, geschlechtlicher Orientierung oder Herkunft, in dem eine Ministerin gerade wie selbstverständlich eine Babypause einlegen konnte. Und prägt das Bild. Kurz: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist ein Vorbild – für Frauen in Führungspositionen, für innerdeutsche Integration, gewandelte Rollenbilder, gelebte Vielfalt in ihrem unmittelbaren Einflussbereich.

„Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vieles ermöglicht“, so die Jury, „was vor wenigen Jahren bestenfalls als sehr merkwürdig empfunden worden wäre.“ Vielleicht liegt der Schlüssel dafür in ihrer Biografie: Geboren in Hamburg, wächst sie in der DDR in einem evangelischen Pastorenhaushalt auf – in einem Land, das Religion und kirchliches Engagement nicht schätzte. Studiert Physik, weitgehend allein unter Männern. Und unterstützt 1990 als stellvertretende Regierungssprecherin des damaligen DDR-Ministerpräsidenten das Schuldbekenntnis der ersten frei gewählten DDR-Volkskammer gegenüber den jüdischen Opfern des Holocaust. Sie wird Bundesministerin unter Helmut Kohl und verdrängt ihn später von der Spitze der CDU – als erste Frau in Deutschland. So, wie sie, ohne große Aufregung, als erste Frau zur Bundeskanzlerin gewählt wird.

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Aber Teil des Establishments war sie nie. Eher Exotin denn mitschwimmend im Strom der Masse. Ein Mensch mit Migrationshintergrund, wie es Michael Blumenthal, Direktor des Jüdischen Museums in Berlin, vor Kurzem formulierte. Weil sie wisse, was es bedeute, sich eine Gesellschaft erst erschließen zu müssen. Und daraus die Kraft schöpft, diese nachhaltig zu verändern. Als Vorbild im Umgang mit anderen, denen sie Wege eröffnet, die sonst verschlossen geblieben wären.

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