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Ehemalige Führungskräfte: Vom Dienstwagensyndrom und anderen Entzugserscheinungen

von Jens Tönnesmann

Wie die ehemaligen Führungskräfte Georg Milbradt, Werner Marnette, Christine Novakovic und Heinrich von Pierer mit ihrem Stellungsverlust umgehen.

Georg Milbradt - Der Abgeklärte

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Georg Milbradt war 6 Jahre lang Ministerpräsident von Sachsen Quelle: Torsten Wolber
Georg Milbradt war 6 Jahre lang Ministerpräsident von Sachsen Quelle: Torsten Wolber

Was wie eine Kurzschlussreaktion wirkt, war angeblich lange geplant: Als er seine Macht als Ministerpräsident von Sachsen im Mai vergangenen Jahres los war, ist Georg Milbradt für ein paar Wochen verschwunden. An einen Ort, weit weg von der Landeshauptstadt Dresden, unter Menschen, die ihm noch nie begegnet waren: nach Krakau, an die Jagiellonen-Universität in Polen. Dort besuchte Milbradt einen Polnisch-Kurs: „Man kann schließlich nicht einfach Däumchen drehen. Sonst kriegt man die Kurve nie.“

„Natürlich haben Sie zunächst Entzugserscheinungen“

Auch wenn das abgeklärt klingt, dürfte Milbradt der Abschied vom Amt mitten in der Legislaturperiode schwergefallen sein. Zumal der Rücktritt nicht ganz freiwillig geschah: Nach dem Finanzdesaster bei der Sachsen LB schwand der Rückhalt in den eigenen Reihen.

„Natürlich haben Sie zunächst Entzugserscheinungen“, räumt der 64-Jährige ein, „es wäre heuchlerisch, das zu verneinen.“ Nicht nur die Hilfskräfte sind plötzlich weg. Auch der Informationsfluss reißt ab. Entscheidungen lassen sich nicht mehr beeinflussen, obwohl sie einen weiter beschäftigen. Da aber habe er sich ganz bewusst gesagt: „Misch dich da nicht ein.“

Ein „Dienstwagensyndrom“ will Milbradt an sich selbst nicht beobachtet haben: Er habe kein Problem damit, jetzt wieder selber zu Terminen zu fahren und dort einen Parkplatz zu suchen. „Die Dinge, die der normale Mensch kann“, sagt Milbradt als wäre er selber keiner, „die kann ich auch.“

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 07.07.2009, 14:10 UhrAnonymer Benutzer: Mäckie Messer

    Oh weh,oh weh!!!!Die armen geschaßten oder sich selbst geschaßten Führunjgskräfte und die Kotze,wenn ich den bescheuerten,mitleidsduseligen Kommentar der WiWo lese...

  • 06.07.2009, 20:35 UhrAnonymer Benutzer: Fragezeichen

    @Tom Seht: bitte mal den Text lesen: Wer bekommt wo zu viel Mitleid?

  • 06.07.2009, 17:37 UhrAnonymer Benutzer: Tom Seht

    Aua, Egomanen die Mitleid bekommen....

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