Entlassungen: So wird die Kündigung zum Ende ohne Schrecken - Seite 2

Entlassungen: So wird die Kündigung zum Ende ohne Schrecken

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Kündigung: Manager können sich auf eine Kündigung optimal vorbereiten Quelle: Kautz15/Fotolia
Kündigung: Manager sollten sich auf eine Kündigung optimal vorbereiten Quelle: Kautz15/Fotolia

Schon zu normalen Zeiten gebe es in deutschen Unternehmen die Tendenz, das Phänomen schlicht zu ignorieren, bemängelt Rolf van Dick, Sozialpsychologe an der Universität Frankfurt. Viele glauben, vermeintlich wichtigere Dinge erledigen zu müssen. Aber damit liegen sie falsch.

Wenn ein Arbeitsverhältnis endet, steht nicht nur der Ruf des Unternehmens auf dem Spiel. Auch die Karriere der Betroffenen kann durch einen verpatzten Abgang nachhaltig Schaden erleiden. Wer etwa auf Rache sinnt oder einen stillosen Abgang à la „Nach mir die Sintflut“ hinlegt, manövriert sich ins Aus und ruiniert seinen Ruf.

Erst Unsicherheit, dann Wut

Auch wenn die einzelnen Kündigungsgründe variieren – im Kern verlaufen betriebliche Trennungen immer gleich: Auf eine Phase der Unsicherheit folgt Verdrängung oder Wut, bevor die Zukunftsangst einsetzt.

Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, die letzten 100 Tage – bei einer Kündigungsfrist von drei Monaten – ebenso konstruktiv zu nutzen wie die ersten. Wie das geht, zeigt der Ablaufplan auf den folgenden Seiten.

Die Phasen sind dabei in zwei Szenarien unterteilt: die freiwillige Kündigung des Arbeitnehmers sowie die Entlassung durch den Arbeitgeber – jeweils mit Tipps für beide Seiten. Denn der Abschied gelingt nur dann, wenn sich alle an die Grundregeln halten. Damit es wenigstens ein Ende ohne Schrecken gibt – und kein externer Berater wie in Reitmans Film notwendig wird.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 16.02.2010, 17:14 UhrAnonymer Benutzer: Cafecolumbia

    ich habe den Artikel mit interesse gelesen und kann nur aus eigener "frischer" Erfahrung bestätigen (Kündigung erhalten), wie wichtig die Gestaltung der letzten 3 Monate ist. Leider hat mein Arbeitgeber sich hierzu keinerlei Gedanken gemacht! Da ich ich nicht freigestellt wurde, war ich verpflichtet meiner Tätigkeit im Verkauf nachzugehen. Mein AG hat mich von sämtlichen Kundenkontakten entbunden, so dass ich leider "Däumchen drehen" durfte, da der AG sich keiner Gedanken über ein "Alternativprogramm" gemacht hat. Schade eigentlich, aber spricht für den AG und seine Personalführung...

  • 12.02.2010, 17:45 UhrAnonymer Benutzer: John Doe

    Eine Firma entlaesst hunderte von Leuten, bezahlt Aktionaeren hohe Gewinnausschuettungen und die Entlassenen sollen dann noch freudig ihre Entlassungsfeier feiern? Moment, wo bleibt da der EQ, emotionelle Quotient, solchen Personalleitern sollte man am Kragen packen und ueber den Schreibtisch ziehen. Dies ist barbarischer Kapitalismus in grauester Vorzeit, nur perfekter verpackt. ich persoenlich wuerde diesem Personalleiter die Hoelle bereiten.

  • 11.02.2010, 19:59 UhrAnonymer Benutzer: Siemens-Nachbar

    Die alten Siemens-bosse wurden drangsaliert und der neue setzt mal schnell 2000 Leute auf die Strasse ?

    Und das ist nur die offiziellle Version ! Mein Nachbar - der sein ganzes berufsleben bei Siemens verbracht hat - war schon letztes Jahr froh, daß er in einem mittelständischen betrieb "unterschlüpfen" konnte !

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