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Europas beliebteste Arbeitgeber: Studenten wollen bei Google und McKinsey arbeiten

von claudia schumacher

Europas Studenten haben abgestimmt: Google und McKinsey sind die beliebtesten Arbeitgeber. Dies geht aus einer Umfrage des Beratungsunternehmens Universum Communications hervor. Unter den ersten Zehn liegen auch einige deutsche Unternehmen.

Neues Angebot für Unternehmen: Google bietet einen kostenlosen und komfortablen E-Mail-Dienst an,  AP
Neues Angebot für Unternehmen: Google bietet einen kostenlosen und komfortablen E-Mail-Dienst an, Foto: AP

Der IT-Konzern Google liegt in der Gunst der Studenten der Ingenieurs-, Naturwissenschaften und Informatik mit 16,71 Prozent der Stimmen eindeutig vorn. Auf Platz zwei folgt der Sportwagenhersteller Porsche. Bei dem Zuffenhausener Konzern hätten 12,41 Prozent gerne einen Job. Deutsche Autobauer schneiden insgesamt gut ab. Auf Platz 6 und 8 wählte der Nachwuchs die Automobilkonzerne BMW mit 11,14 Prozent und Audi mit 10,04 Prozent. International sind vor allem Technologie- und Elektronikkonzerne beliebt: IBM, Sony und Nokia belegen die Plätze 4, 9 und 10. Auf 11 folgt gleich Microsoft, auf 13 Intel. Die Branche wächst und bietet solide Zukunftschancen. Auch bei den Wirtschaftswissenschaftlern sind die Autobauer die beliebtesten deutschen Unternehmen, allerdings liegen sie nicht so weit vorn wie bei den Technikern: Porsche liegt auf Rang 8, BMW Rang 10, Audi auf 21 und DaimlerChrysler auf 45. Unangefochtener Favorit der Wirtschaftswissenschaftler ist aber mit 17,57 Prozent McKinsey & Companies. Auch auf den zweiten Platz kommt mit der Boston Consulting Group ein Unternehmensberater, auf Platz 7 liegt das Prüfer- und Beraterunternehmen PricewaterhouseCoopers. Dazwischen haben sich mit Goldman Sachs auf dem 5. und JPMorgan auf dem 6. Rang zwei Banken platziert. Die Rangliste der beliebtesten Arbeitgeber von Universum Communications ist weltweit die größte ihrer Art. Das Beratungsunternehmen ermittelt zwei getrennte Rankings: eins für die Studiengänge Ingenieur-, Naturwissenschaften und Informatik sowie eins für die Wirtschaftswissenschaften. 16.456 Studenten von 100 Hochschulen aus 16 europäischen Ländern haben an der Umfrage teilgenommen. Die meisten Befragten kommen aus Deutschland (2389), Frankreich (2100) und Großbritannien (1718). Die Logik hinter der Rangliste ist simpel: Je erfolgreicher das Unternehmen, je attraktiver das Produkt und je höher der Bekanntheitsgrad, desto höher ist auch die Anziehungskraft auf den akademischen Nachwuchs. So schafften es insgesamt 24 deutsche Konzerne in die beiden Listen der 113 beliebtesten Arbeitgeber. Die anderen Deutschen in den Top 10 der technischen Studiengänge sind das deutsch-französische Unternehmen EADS (11,15 Prozent) auf Platz 5 und Siemens (11,02 Prozent) auf Platz 7. Insgesamt verloren die deutschen Unternehmen aber in beiden Ranglisten meist Plätze. Nur Porsche (+2) und Bayer (Platz 35, +4) legten bei den Technikern zu. Bosch, E.On, DaimlerChrysler und Volkswagen schafften es zwar auch in die Top50, schnitten aber im Vergleich zum vergangenen Jahr schlechter ab. Bei den Wirtschaftswissenschaftlern sieht es noch schlechter aus: Audi behauptet mit dem 21. den Vorjahresplatz. Alle anderen sind nach unten gerutscht. Die größten Verlierer aus deutscher Sicht bei den Wirtschaftswissenschaftlern sind der deutsch-französische Flugzeugbauer EADS, der um 20 Ränge auf Platz 63, und Schenker, der um ebenfalls 20 Ränge auf Platz 105 abfiel. Der Logistikkonzern verliert auch bei den Technikern am meisten: Er fällt dort um 23 Ränge auf Platz 111, ebenso wie der Chemiekonzern Henkel, der um 23 Ränge auf Platz 103 abfiel. Deutsche Post World Net fiel im Vergleich zu 2006 um 22 Ränge auf Platz 107. Aus einer vorgegebenen Liste von Unternehmen konnten die Studenten bis zu fünf Wunscharbeitgeber auswählen. Zudem gaben sie an, bei welchen Konzernen sie sich beworben haben oder dies tun wollen – auch solche, die nicht auf der Liste enthalten sind. Werten viele Studenten für diese Unternehmen, kommen sie im nächsten Jahr auf die Liste und ersetzen die am schlechtesten Platzierten.

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