Expertenrat: Wann rechtfertigen Verspätungen die Kündigung?

Expertenrat: Wann rechtfertigen Verspätungen die Kündigung?

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Jens Völksen

In der Krise suchen manche Unternehmen nach Möglichkeiten zum Personalabbau. Wer oft zu spät kommt, riskiert da schnell die Kündigung. Unser Experte beantwortet, was erlaubt ist und was nicht.

Herr Völksen, verhaltensbedingte Kündigungen sind in Krisenzeiten eine beliebte Methode zum Personalabbau. Müssen sich Mitarbeiter Sorgen machen, wenn sie morgens oft zu spät kommen?

Ja. Das Landesarbeitsgericht Köln hat in einem aktuellen Urteil entschieden, dass wiederholte Verspätungen eine Kündigung rechtfertigen. Im Urteilsfall war ein Arbeitnehmer mehrfach zu spät erschienen, teilweise um mehrere Stunden. Als er sich nach zwei Abmahnungen erneut deutlich verspätete, erhielt er die Kündigung.

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Wie häufig können Arbeitnehmer zu spät kommen, ohne dass eine Kündigung droht?

Das hängt vom Einzelfall ab. Vor der Kündigung müssen Arbeitnehmer aber eine Abmahnung erhalten haben. Damit diese gerechtfertigt ist, muss ein Verschulden vorliegen – was noch nicht der Fall sein muss, wenn Mitarbeiter einmal verschlafen haben oder im Stau standen.

Ab dem zweiten oder dritten Mal können Gerichte aber ein Verschulden konstatieren. Denn es ist Pflicht des Mitarbeiters, den Wecker zu stellen oder oft auftretende Staus einzukalkulieren.

Was gilt nach einer Abmahnung?

Die nächste selbst verschuldete Verspätung rechtfertigt die Kündigung. Es sei denn, es geht nur um wenige Minuten.

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