Faktoren: Die zehn größten Stressauslöser - Seite 9

Faktoren: Die zehn größten Stressauslöser

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9: Stressor Entgrenzung Berufs- und Privatleben verschmelzen zusehends. Neue Technologien haben diesen Prozess zusätzlich beschleunigt: Angestellte sind heute rund um die Uhr erreichbar, das Abschalten wird immer schwieriger, wenn man sich auch zu Hause oder im Urlaub über die Mails der Kollegen oder die Fehlermeldung eines Kunden ärgert. „Diese Entgrenzung zwischen Arbeit und Privatleben macht vielen zu schaffen“, sagt Hansjörg Becker, Psychotherapeut und Geschäftsführer der Frankfurter Beratung Insite-Interventions. Hinzu kommen in Zeiten der Globalisierung die geforderte Mobilität und die damit verbundenen Reisen in ferne Kontinente. Um die Zeit vor Ort optimal nutzen zu können, reisen viele Manager bereits am Sonntag ab oder kommen erst am Samstag zurück – und beschneiden so ihre ohnehin eingeschränkte Freizeit. Die Gegenstrategie: „Während wir früher durch reguläre Arbeitszeiten geschützt waren, müssen wir heute lernen, uns selbst Grenzen zu setzen“, sagt Becker. Was spricht beispielsweise dagegen, während des Urlaubs den Abwesenheitsassistenten zu aktivieren und auf einen Kollegen als Ansprechpartner zu verweisen? In der Regel nichts – außer dass man seine eigene Unersetzbarkeit infrage stellt. Was aber auch hilft, ist an manchen Stellen beherzt „Nein“ zu sagen. Wer das nicht kann, leidet womöglich an akutem Helfer-Syndrom. Solche Menschen streben nach dem Gefühl, gebraucht zu werden. Die Vorstellung, ersetzbar zu sein, macht ihnen Angst. Ein Kurzschluss: Jeder ist ersetzbar! Das Helfer-Syndrom führt nur zu massivem Stress. Tappen Sie nicht in diese Falle! Prüfen Sie Hilfsanfragen genau und sagen Sie im Zweifel, dass Sie sich überrumpelt fühlen, zeigen Sie Verständnis für die Bedürfnisse des anderen, legen aber auch Ihre eigenen dar – und sagen Sie: „Nein!“

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