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Gehälter: Die Schere bei den Einkommen geht weiter auseinander

von Daniel Rettig

Die Einkommensschere zwischen Management und einfachen Angestellten hat sich im vergangenen Jahr weiter vergrößert.

Nach einer Auswertung der Hamburger Vergütungsberatung Personalmarkt im Auftrag der WirtschaftsWoche konnten Führungskräfte ihre Einkommen im Krisenjahr 2009 um drei bis fünf Prozent steigern, während die Einstiegsgehälter in den zehn bestbezahlten Branchen nur um ein Prozent stiegen.

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Erstaunlich: Selbst in den Krisenbranchen wie der Automobilindustrie und bei den Banken verbesserten die Manager ihre Einkommen.

So verdienen die Geschäftsführer von Banken im Durchschnitt 371.000 Euro, drei Prozent mehr als vor einem Jahr, in der Autoindustrie gab es ein Plus von 3,4 Prozent.

Den größten Gehaltssprung haben die Geschäftsführer von Pharmaunternehmen gemacht, die im Jahresvergleich ein Zuwachs von etwa fünf Prozent erzielten.

Noch deutlicher werden die Unterschiede zwischen Management und Angestellten beim Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre.

So kamen Absolventen laut Personalmarkt im Jahr 2003 auf ein durchschnittliches erstes Einkommen von 37.432 Euro, Ende 2009 auf 38.860 Euro – ein Anstieg von 3,8 Prozent. Fachkräfte verbesserten sich von 47.582 auf 49.561 Euro – ein Plus von 4,2 Prozent. Führungskräfte verbesserten sich dagegen um mehr als 15 Prozent von 77.290 auf 88.940 Euro.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 15.03.2010, 08:01 UhrAnonymer Benutzer: Objektivsubjektiv

    Mal so aus dem eigenen Erfahrungsschatz geplaudert.

    Als ich 2001 mehr oder minder vom Studium weg bei einem deutschen Autohersteller begonnen habe, bekam ich 54 t€ (nach offizieller DM Euro Umrechnung) üblich waren seinerzeits ca. 43 t€.

    bei einer inflationsrate von 7% verdoppeln sich die Summen innerhalb von 10 Jahren. bei 5% sind wir bei Faktor 1,6. in den offiziellen Warenkörben telefoniert man vermutlich sowieso noch mit bakelitt-Telefonen von der Deutschen Post - ohne AG - mit Antragsformular.

    bei mehr als 50% Abzügen und 19% Märchensteuer sind wir der Planwirtschaft heute näher als der Marktwirtschaft. Von einer freien Verfügbarkeit meines Einkommens kann kaum mehr die Rede sein. Totale staatliche Fremdbestimmung träfe den Kern der Sache besser.

    Wenn sich das deutsche Einkommensniveau für Absolventen heute fast 10 Jahre später noch immer in diesen Dimensionen befindet, ist irgendwas mächtig schief gelaufen im Staate Dänemark. Wollen wir damit junge Leute zum Studium motivieren? oder zum einschlagen der Verwaltungsbeamtenlaufbahn? Wahlweise zum Auswandern für all diejenigen die mit Kaffee kochen, blümchen gießen und Ressortzuständigkeiten verteitigen nichts am Hut haben?

    Und "Raffies" hat vollkommen recht. Solange sich das Mittelmanagement mit ein paar Euro ruhig stellen läßt und lieber nach unten tritt und oben buckelt, wird sich daran auch nichts ändern.

    Die deutsche Automobilhörigkeit und sein Altersstarrsinn wird diesem Land noch Kopf und Kragen kosten - zumindest aber die Jugend.

  • 15.03.2010, 02:20 UhrAnonymer Benutzer: heuldoch

    ich bin weltweit für eine deutsche frima tätig und bekomme dafür das ich nur in meinem urlaub zuhause bin nicht mal das was jener vorposter da oben so toll erarbeitet hat.dazu ist zu sagen das da keiner fragt ob meine mitarbeiter mist gebaut haben da ist immer der firmenvertreter dran und der hat immer 100% zu liefer nwas gefordert ist. ob mit bauern vom feld oder deutschen facharbeitern. also heul dich wo anders aus du muttikind.

  • 15.03.2010, 00:49 UhrAnonymer Benutzer: Halbleiter

    Was für ein tendentiöser Artikel ! Jeder tarifliche Angestellte (Metall- und Elektro) im bereich E10-E13 verdient (inkl. LZ-Zulage) ca. 38.000 bis 50.000 € ! Warum vergleichen die Medien immer Geschäftsführer von Großbanken ab 300.000 €/a mit tarifl. Angestellten ? bin selbst Leitender bei einem nicht-europ. Global Player und habe knapp 85.000 € Jahresgehalt und fühle mich für die Verantwortung, die ich jeden Tag wahrnehme bestimmt nicht überbezahlt ! im Gegenteil - für die bemerkungen meiner gut bezahlten Mitarbeiter, die ich mir manchmal anhören darf, würde ich von meinem Vorgesetzten mglw. achtkantig rausgekickt. Aber die Herren Angestellten sind ja allseits beschützt und hofiert von allerlei Parteien und Gewerkschaften. Und wer neidisch ist, möchte doch bitte mal mit dem Nettolohnrechner ermitteln, was bei o.g. Gehalt übrig bleibt. Spätestens beim Anblick der Abgabenlast dürften die meisten erblassen. Diese ganze Diskussion und Gegenüberstellung ist neidgetrieben und wenig hilfreich. Denn ich z.b. habe ein Einser-Abitur hingelegt, mir nach 9 Semestern ein Universitätsdiplom erarbeitet und mit 26 Jahren in einer 50-Mann-Firma die Hörner abgestoßen - für seinerzeit 4000 DM im Monat. Und wer jetzt immer noch die Kklappe aufreißt, soll ersteinmal zeigen, was er im Leben (jobmäßig) geleistet hat !

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