Gehaltsumfrage: Gehälter in der Chemiebranche wachsen kaum

Gehaltsumfrage: Gehälter in der Chemiebranche wachsen kaum

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Grafik: Gehaltsentwicklung der Führungskräfte der Chemiebranche 2008/09

Eine neue Gehaltsumfrage zeigt: Führungskräfte in der Chemiebranche bekamen 2009 leicht höheres Fixgehalt, aber deutlich weniger Boni.

Für viele Manager in der Chemiebranche macht sich die  Finanzkrise am eigenen Geldbeutel bemerkbar: Laut der jährlichen Gehaltsumfrage des Führungskräfteverbands Chemie (VAA) wuchsen die Gehälter 2009 im Vergleich zu 2008 nur minimal um ein Prozent. Der Grund: Die Fixgehälter legten zwar um drei Prozent zu, die variablen Bezüge aber sanken um 13 Prozent. "Die Folgen der Finanzkrise sind spürbar", sagt VAA-Geschäftsführer Martin Kraushaar.

Für gut ausgebildete Berufseinsteiger aber ist die Chemiebranche noch immer ein lohnender Zweig: Gerade Arbeitnehmer mit vergleichsweise wenig Berufsjahren verdienen überdurchschnittlich gut. Das liegt an den von VAA und dem Bundesarbeitgeberverband Chemie BAVC tarifierten Einstiegsgehältern. Hochschulabsolventen der technisch-naturwissenschaftlichen Fachrichtungen bekommen im zweiten Berufsjahr knapp 54.000 € mit Promotion sogar knapp 63.000 €. Nimmt man auch den Bereich hinzu, der nicht dem Einstiegsgehaltstarifvertrag unterfällt, dann ist im vierten Berufsjahr immer noch ein Jahresgehalt von rund 50 000 Euro üblich, das Gesamteinkommen steigt dann gut 20 Jahre lang um rund 3000 Euro jährlich. Am lukrativsten sind Jobs im Bereich Vertrieb, Logistik und Beschaffung, Jobs in Forschung und Entwicklung werden schlechter bezahlt.

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Wechseln lohnt sich

Wie viel es im Einzelfall tatsächlich gibt, hängt auch von der Größe des Unternehmens ab: Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als 10.000 Mitarbeitern verdienen im Schnitt 26 Prozent mehr als die in Unternehmen mit weniger als tausend Mitarbeitern. Auch Frauen müssen auf lange Sicht Abstriche machen: Ab dem 12. Berufsjahr – im Schnitt verdienen Führungskräfte dann rund 80.000 Euro jährlich – flacht die Einkommenskurve von Frauen gegenüber der ihrer männlichen Kollegen deutlich ab, nach 30 Berufsjahren klafft etwa eine Lücke von 30 Prozent. Was auch damit zu tun hat, das Frauen vor allem in kleineren Unternehmen tätig, wegen der Familienplanung wesentlich häufiger Teilzeit arbeiten und kaum in Führungspositionen gelangen.

Zusammenghänge der Gehaltsentwicklung

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Aktienoptionen spielen in Unternehmen der Chemiebranche nur eine geringe Rolle: Gerade sechs Prozent der Angestellten erhalten sie zusätzlich zu ihrem Fixgehalt – wirken aber dann wie ein Turbo aufs Gesamtgehalt: Obere Führungskräfte konnten dadurch im Schnitt 25.000 Euro auf ihr Gehalt draufsatteln. Viel häufiger gab’s eine Belohnung für eine Erfindung: Jeder vierte der rund 5600 Befragten erhielten Erfindungsvergütungen, die durchschnittlich bei 3700 Euro lag.

Sein Gehalt signifikant steigern kann auch in der Chemiebranche vor allem jemand, der das Unternehmen wechselt: Der neue Arbeitgeber legte im Schnitt 13 Prozent auf das bisherige Gehalt drauf, um der Konkurrenz talentierte Kräfte abspenstig zu machen. Ein Schritt, der sich nicht nur auf dem Konto bemerkbar macht: Arbeitnehmer, die in ein neues Unternehmen wechselten, waren an ihrem neuen Arbeitsplatz insgesamt auch zufriedener als vorher.

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