Gehaltsunterschiede: Frauen bekommen 23 Prozent weniger

Gehaltsunterschiede: Frauen bekommen 23 Prozent weniger

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In Deutschland verdienen Frauen so viel weniger als ihre männlichen Kollegen wie in keinem anderen europäischen Land.

Außer Quote nichts gewesen: Trotz aller Bemühungen, Frauen in Führungspositionen zu bringen, hat sich an den Gehaltsunterschieden nichts geändert. Frauen bekommen fast ein Viertel weniger Gehalt als Männer.

2011 haben Frauen im Schnitt 23 Prozent weniger verdient als Männer. Heißt: Am Gehaltsunterschied hat sich seit 2010 trotz aller Frauenquoten-Debatten und Bemühungen, die Gleichberechtigung zu fördern, nichts verändert. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Equal Pay Day am 23. März 2012 mit. Auch in Ost- und Westdeutschland hat sich - für sich genommen - nicht viel getan. In den neuen Bundesländern lag der geschlechtsspezifische Gehaltsunterschied im vergangenen Jahr bei sechs Prozent, in den alten Bundesländern betrug er ganze 25 Prozent. Im Osten Deutschlands zahlen Unternehmen also fairer.

Entwicklung der Gehaltsunterschiede

  • 2006

    2006 verdienten Frauen im Bundesdurchschnitt 23 Prozent weniger als Männer. In den neuen Bundesländern waren es sechs Prozent Unterschied, in den alten Bundesländern 24 Prozent.

  • 2007

    Im Folgejahr hatte sich an diesen Werten nichts geändert: Unbereinigt um Faktoren wie unterschiedliche Berufe und Anforderungen verdienten deutsche Frauen im Schnitt 23 Prozent weniger, ostdeutsche Frauen sechs und westdeutsche Frauen 24 Prozent weniger.

  • 2008

    2008 hat sich bei den Einzelwerten ein bisschen was bewegt. Westdeutsche Frauen verdienten 25 Prozent weniger als Männer, ostdeutsche Frauen nur noch fünf Prozent weniger. Im Mittel ergeben sich wieder 23 Prozent Gehaltsunterschiede.

  • 2009

    2009 änderte sich lediglich der Unterschied im Verdienst der ostdeutschen Frauen. Sie bekamen wieder sechs Prozent weniger Lohn für ihre Arbeit.

  • 2010 und 2011

    in den vergangenen zwei Jahren hat sich der Wert nicht mehr verändert: Ostdeutsche Frauen verdienten sechs Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen, in Westdeutschland betrug der Unterschied 25 Prozent - ergibt im Mittel eine Differenz von 23 Prozent.

Lohnlücke Deutsche Frauen verdienen immer weniger

Bis zu 30 Prozent weniger verdienen Frauen im Vergleich zu Männern. Die Lohnlücke wächst mit zunehmendem Alter. Damit gehört Deutschland zu den Schlusslichtern innerhalb der EU.

VW-Mitarbeiterin in Dresden Quelle: dpa

Die Hauptgründe für die unterschiedliche Bezahlung finden sich in der Berufswahl: Noch immer üben Frauen tendenziell eher schlechter bezahlte Berufe aus als Männer. Hinzu kommen weitere Faktoren wie zum Beispiel ein niedrigeres Dienstalter und geringerer Beschäftigungsumfang. Daraus resultieren rund zwei Drittel des Unterschieds in den durchschnittlichen Bruttostundenverdiensten. Das verbleibende Drittel ist dann die tatsächliche Ungleichbezahlung. Dass eine Krankenpflegerin weniger verdient als der Manager ist nicht per se ungerecht. Der reine, sogenannte Gender Pay Gap, also der Unterschied in der Bezahlung beträgt also nur acht Prozent.

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