Glaubwürdigkeit: Wie Sie erfolgreich twittern

Glaubwürdigkeit: Wie Sie erfolgreich twittern

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Bei Twitter ist es nicht immer leicht, zwischen Witz und Wahrheit zu unterscheiden.

Nachrichten, Tratsch und Meinung: Die Informationsflut und die Zahl der Falschmeldungen bei Twitter sind gigantisch. Wie zwischen Hoax und Wahrheit unterscheiden?

Der jüngste Twitter-Tote dürfte Nicolas Sarkozy sein. Außer ihm starben laut Twitter im letzten Jahr unter anderem Jon Bon Jovi, Jackie Chan, diverse US-Rapper - und der Schauspieler Charlie Sheen wurde gleich mehrfach umgebracht. Falsche Todesnachrichten erfreuen sich bei Twitter offensichtlich großer Beliebtheit. Allerdings werden über die Plattform auch Berichte über Terrorangriffe und Amokläufe an Schulen verbreitet, auch eine Bankenpleite war schon dabei. Die gute Nachricht: Von den genannten Beispielen ist nichts wahr. Die schlechte Nachricht: Es lässt sich nicht so leicht nachprüfen, was stimmt und was nicht.

Twittert der Pressesprecher eines Unternehmens über Stellenstreichungen, kann man ihm dann glauben? Oder ist das bloß ein Hoax, also eine Twitter-Ente? Wie sieht es mit der Pleite einer Bank aus, einem Unfall, Geschichten über Prominenten? Woher weiß man, wer sich einen makaberen Scherz erlaubt oder wessen Account gehackt wurde, um falsche Meldungen zu verbreiten? Eine Studie von Microsoft und der amerikanischen Carnegie Mellon Universität hat sich damit beschäftigt, wem Twitter-Nutzer glauben - und wem nicht. Die Macher der Studie hatten künstliche Twitterer geschaffen und diese aufgrund von Inhalten, Foto, Namen und Rechtschreibung bewerten lassen. Aus den Ergebnissen der Studie lässt sich schließen, dass Twitterer unglaubwürdig sind, die:

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  • kein Profilfoto haben, sondern einen Avatar, ein Comic-Bild oder ein Logo nutzen,
  • mehr Leuten folgen, als sie Follower haben
  • viele Rechtschreib- und Grammatikfehler machen

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Twitter-Gründer Biz Stone hat Thesen entwickelt, die zum Erfolg eines Unternehmens beitragen können. Was man daraus lernen kann.

Eine junge Frau schaut vor der überdimensionalen Darstellung der Startseite des Informationsdienstes twitter auf ein Smartphone. Quelle: dpa

Bezogen auf den zweiten Punkt sagte einer der Studienteilnehmer ganz klar: "Wenn jemand deutlich mehr Leuten folgt, als er Follower hat, misstraue ich ihm." Beim Bild des Twitterers gibt es noch Abstufungen innerhalb der Glaubwürdigkeitsskala: Am wenigsten trauen die Nutzer Autoren, die gar kein Bild haben, also noch das Twitter-Ei-Symbol verwenden. Danach kommen solche mit einem Avatar oder einem Cartoon - ganz oben stehen diejenigen, die ein Foto veröffentlichen. Wer sich mit Gesicht und Namen zu etwas äußert, muss wohl die Wahrheit sagen - er ist ja nicht mehr anonym. Was den Namen anbelangt, vertrauen die Nutzer am ehesten den Twitterern mit einem thematischen Namen, danach kommen normale Namen und am wenigstens Vertrauen schenken die User Internet-Fantasienamen. WirtschaftsWoche klingt also eher vertrauenserweckend als Peter Müller, Peter Müller ist aber immer noch besser als Fin@ncePeter oder Ähnliches.

Was Tweets glaubwürdig macht

Damit Sie selbst nicht die nächste falsche Nachricht weiterzwitschern, sollten Sie darauf achten, dass Sie nur Tweets weiterverbreiten, deren Autor Sie schon länger folgen, oder die zumindest von einem Experten des jeweiligen Bereichs wiederholt oder aufgegriffen wurden. Auch ein Link zur Quelle der Behauptung untermauert die Glaubwürdigkeit. Gleiches gilt für verifizierte Autoren und solche, die häufig retweetet werden. Wenn sich der Twitterer dann noch regelmäßig zu dem besagten Thema äußert, ist die Gefahr, einem Hoax aufzusitzen, relativ gering. Vom Grundsatz je öfter ein Tweed weitergezwitschert wird, desto glaubwürdiger ist er, darf man getrost ein Stück abrücken: Die Todesnachrichten der Stars werden oft tausendfach weitergezwitschert, bis der Totgesagte sich letztlich quietschlebendig zu Wort meldet. Im Fall von Bon Jovi mit einem Schild, auf dem stand: "Der Himmel sieht aus wie New Jersey."

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Übrigens: 84 Prozent der Twitter-Nutzer werden über die Twitter-Suche und genauso viele über die vom Dienst empfohlenen Themen auf Beiträge aufmerksam. Weitere 72 Prozent kommen über Google, 82 Prozent allgemein über Web-Suchen. Es ist also keineswegs so, dass Nutzer nur die Tweets derer lesen, die sie auch kennen. Dementsprechend empfiehlt es sich, auch den eigenen Account einmal auf Glaubwürdigkeit abzuklopfen.

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