Angesagte Gründer: Die deutschen Startups des Jahres

Angesagte Gründer: Die deutschen Startups des Jahres

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von Oliver Voß

Deutsche Gründer sorgen auch international für Aufsehen und sammeln bei Investoren Millionen ein. Die WirtschaftsWoche stellt sechs Startups vor, die Sie kennen sollten.

Lange war Deutschland als Land der Copy-Cats verschrien, dessen Gründer vor allem US-Ideen kopierten und für den deutschen Markt adaptierten. Insbesondere die Samwer-Brüder haben diese Praxis zur Perfektion getrieben und damit ein Milliardenimperium aufgebaut.

Doch 2011 könnte als Wendejahr in die Geschichte eingehen, denn vor allem Berlin lockt derzeit talentierte Gründer, Geldgeber und interessierte Beobachter in Scharen. Reporter der „New York Times“ berichteten über die Gründerszene in der Hauptstadt und mit Silicon Allee und Techberlin widmen sich gleich zwei englischsprachige Blogs den Berliner Startups. Die folgenden Gründer sorgten 2011 besonders für Aufsehen. 

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Soundcloud

Die Musikplattform Soundcloud ist das Berliner Vorzeigeunternehmen. Soundclouds Co-Gründer Alexander Ljung sei inzwischen so etwas wie Berlins informeller Botschafter, schreibt der einflussreiche US-Blogger Om Malik, der gerade auf Einladung Ljungs eine Besichtigungstour in Berlin gemacht hat. „In 70 Stunden habe ich 40 Startups getroffen“, schwärmt Malik.

Dabei ist es bezeichnend, dass zwei Schweden das Unternehmen gegründet haben. Ljung und Eric Wahlfross kamen schon 2007 aus Stockholm in die deutsche Hauptstadt. Sie wollten eine Plattform entwickeln, auf der Musiker ihre Stücke miteinander bearbeiten können. Doch inzwischen hat sich die Seite auch zur Veröffentlichung von Musik etabliert und längst MySpace als populärste Plattform abgelöst. Da sich die Stücke zudem wie Youtube-Videos auch einfach auf anderen Seiten einbinden lassen, verbreitet sich Soundcloud rasant im Netz.

In diesem Jahr hat das Startup den internationalen Durchbruch geschafft: Soundcloud öffnete ein Büro in San Francisco und sicherte sich eine neue Finanzierung über zehn Millionen Dollar durch die Risikokapitalgeber Index Ventures und Union Square, die sich unter anderem schon an Skype, Twitter oder Zynga beteiligt haben. Weitere Investoren sind der Schauspieler Ashton Kutcher und Madonnas Manager Guy Osary.

 

Sechs Wunderkinder

An Selbstbewusstsein mangelt es dem 25-jährigen Christian Reber und seinen fünf Mitgründern nicht, sonst hätten sie ihre Firma kaum 6Wunderkinder genannt. Das mag sicher auch ironisch gemeint sein, doch der eigene Anspruch ist riesig: „Unser Ziel ist, nach SAP mal wieder einen Technologiekonzern in Europa oder Deutschland aufzubauen“, sagt Reber.

Dabei hat das junge Unternehmen gerade mal ein Programm entwickelt: Wunderlist, einen kostenlosen Aufgabenplaner für Smartphone und Computer. Doch das Programm ist beliebt, mehr als drei Millionen Nutzer haben Wunderlist installiert, 40 Prozent davon aus den USA. Der internationale Erfolg ist auch ein Grund dafür, dass die 6Wunderkinder zu einem der angesagtesten deutschen Startups wurden.

Skype-Mitgründer Niklas Zennström hat kürzlich mit seiner Risikokapitalfirma Atomico 4,2 Millionen Dollar investiert. Damit treibt das Unternehmen die Entwicklung und Vermarktung von Wunderkit voran, dem Programm das als nächstes herauskommen soll.   

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