Deutsche Gründerszene: Was wird das nächste große Ding?

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Deutsche Gründerszene: Was wird das nächste große Ding?

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Lieber selbst der Boss: Secomba-Gründer Robert Freudenreich und Andrea Wittek haben ein Übernahme-Angebot abgelehnt

von Jens Tönnesmann

Neue Apps und Datendienste, innovative Recyclingtechnologien und Medikamententests ohne Tierversuche: Mit welchen Trends Jungunternehmer derzeit Kunden und Investoren begeistern.

Andrea Wittek und Robert Freudenreich haben es irgendwie geahnt: Anfang Juni enttarnte der amerikanische Sofwareexperte Edward Snowden das Programm Prism, mit dem der US-Geheimdienst NSA offenbar Millionen Internet-Nutzer ausspähte – zumindest, wenn deren Daten nicht mit einer Software wie Boxcryptor gesichert waren.

So heißt die Software der beiden Jungunternehmer aus Augsburg, mit der sich Dateien schnell und leicht verschlüsseln lassen, wenn sie bei Diensten wie Dropbox oder Google Drive lagern. Diese Plattformen sind populär, weil sie sich via Internet jederzeit abrufen lassen – über den PC im Büro genauso wie per Smartphone am Swimmingpool. Weil die Daten dabei auf weit entfernten Servern gespeichert sind, sprechen Experten von einer „Cloud“, zu Deutsch: Datenwolke.

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Tausende Bestellungen

Gründer wie Freudenreich und Wittek setzen damit auf eine Technologie, die im Trend liegt: Deutsche Unternehmen werden laut einer Studie des Marktforschers Experton in diesem Jahr mehr als 4,6 Milliarden Euro für solche Cloud-Angebote ausgeben. Ein Teil davon wird wohl bei Wittek und Freudenreich landen: Mehr als eine Million Internet-Nutzer haben Boxcryptor bereits heruntergeladen. Als die US-Geheimdienstaktion Prism ans Licht kam, wurden es innerhalb weniger Tage einige Tausend mehr. In diesem Jahr, also nicht einmal zwei Jahre nach ihrem Start, wollen die Gründer mit ihrem Startup Secomba mehr als eine Million Euro umsetzen.

„Wir waren am Anfang selbst baff, wie gut das läuft“, sagt Freudenreich. So gut, dass die beiden schnell Investoren fanden, bereits sieben Mitarbeiter fest angestellt haben und sogar ein gut dotiertes Übernahmeangebot eines US-Unternehmens ablehnten. „Wir haben ja nicht gegründet“, sagt Freudenreich, „um nach einem Jahr wieder aufzuhören.“

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