Digitalisierung: München ist Deutschlands Digitalstandort Nummer eins

Digitalisierung: München ist Deutschlands Digitalstandort Nummer eins

München ist die digitalste Stadt Deutschlands und hat die höchste Innovationskraft. Wie es um die anderen Metropolen steht und was Städte brauchen, um auch in Zukunft attraktive Wirtschaftsstandorte zu bleiben.

Deutschland wird digital? Während es in einigen Regionen noch nicht mal eine vernünftige Internetanbindung gibt, sind andere Standorte voll digitalisiert. Wie gut die 30 größten deutschen Städte auf die Digitalisierung vorbereitet sind, hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte untersucht.

München ist demnach Deutschlands Digitalstandort Nummer eins. Und das ist wichtig, wie Alexander Börsch, Leiter Research bei Deloitte, sagt. "Im internationalen Konkurrenzkampf entscheiden über alle Branchen hinweg immer stärker digitale Standortfaktoren – vor allem die Anzahl hochqualifizierter Arbeitnehmer."

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Diese Städte sind am besten auf die Digitalisierung vorbereitet

  • München

    Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte hat 30 deutsche Städte auf 14 Indikatoren hin überprüft: Stärke der IT-Industrie, digitale Unternehmensgründungen, der Pool an IT-Fachkräften oder die Anziehungskraft auf Unternehmen und Studenten. Die finale Platzierung berechnet sich aus folgender Gewichtung: Talentindex (40 Prozent), Innovationsindex (40 Prozent) und Attraktivitätsindex (20 Prozent).


    Das Ergebnis ist ein Ranking der Standorte, die am besten auf die digitalisierte Zukunft vorbereitet sind. München ist demnach Deutschlands Digitalstandort Nummer eins. Die bayerische Landeshauptstadt punktet mit hoher Dynamik im Informations- und Kommunikationssektor, mit der größten Anzahl qualifizierter IT-Experten und ist ein Ballungsgebiet für IT-Unternehmen ebenso wie für viele Branchen, die digitale Technologie anwenden.

    Quelle: Deloitte

  • Berlin

    Berlin ist aufgrund der hohen Dichte an Forschungseinrichtungen und der höchsten Gründungsintensität der innovativste Standort. Im Gesamtranking reicht es allerdings nur für Platz zwei.

  • Hamburg

    Hamburg erzielt den dritten Platz durch seine Attraktivität für die zukünftigen, hoch qualifizierten Arbeitnehmer – die meisten Studenten zieht es in die Hansestadt.

  • Köln

    Köln belegt Platz vier. Zusammen mit Berlin, München und Frankfurt gehört Köln nach Hamburg zu den beliebtesten Städten unter den deutschen Studenten.

  • Stuttgart

    Stuttgart punktet mit Attraktivität bei Studenten und einem guten Talent-Index. Nur bei der Innovationkraft hapert es ein bisschen. Insgesamt belegt die Baden-Württembergische Landeshauptstadt Platz fünf.

  • Frankfurt am Main

    Frankfurt belegt bei den einzelnen Kategorien Talentindex Platz sieben, Innovationsindex Platz fünf und beim Attraktivitätsindex Platz drei. Insgesamt landet die Bankenmetropole auf Rang sechs.

  • Dresden

    Im internationalen Konkurrenzkampf entscheiden über alle Branchen hinweg immer stärker digitale Standortfaktoren – vor allem die Anzahl hochqualifizierter Arbeitnehmer. In dieser Kategorie belegt Dresden Platz acht von 30. In den anderen Kategorien Innovationskraft und Attraktivität reicht es jeweils für Platz sechs. In der Gesamtwertung belegt Dresden damit den siebten Rang.

  • Düsseldorf

    Auch Düsseldorf tut sich mit der Anzahl hochqualifizierter Arbeitnehmer schwerer, als mit der Innovationskraft oder der Attraktivität für Studenten. Insgesamt belegt die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens Platz acht.

  • Karlsruhe

    Karlsruhe erreicht im Informations- und Kommunikationstechnologiesektor (IKT-Sektor) einen ähnlich hohen Wert wie Berlin. Insgesamt reicht es jedoch nur für Platz neun. Denn in den Kategorien Innovationskraft und Atraktivität belegt die Stadt im Badischen nur Platz 17 beziehungsweise zwölf.

  • Leipzig

    „Die deutschen Städte haben unterschiedliche Schwerpunkte im digitalen Bereich", sagt Alexander Börsch, Leiter Research bei Deloitte. Generell sei eine enge Vernetzung von Forschungseinrichtungen, Hochschulen sowie Unternehmen unbedingt erforderlich, um auch in Zukunft ein attraktiver Wirtschaftsstandort zu bleiben. Platz zehn im Ranking der deutschen Digitalisierungsstandorte geht an Leipzig.

Aber warum München und nicht das hippe Berlin? "Der derzeitige Hype um die Gründerszene in Berlin trübt etwas den Blick dafür, dass die Wettbewerbsfähigkeit für digitale Innovationen nicht nur von einer lebendigen Start-up-Szene abhängig ist", sagt Nicolai Andersen, Leiter und Partner Innovation bei Deloitte.

In der Hauptstadt gebe es nur wenige große Unternehmen, die notwendige tiefe Expertise und weitreichende Ressourcenausstattung für ein funktionierendes Innovations-Ökosystem mitbringen. In München und Stuttgart dagegen sind die großen Autobauer zu Hause.

Infografik Die besten Städte 2015

In unserer Infografik finden Sie das Niveau- und Dynamikranking sowie die Stärken- und Schwächenprofile aller untersuchten Städte des gemeinsamen Rankings der WirtschaftsWoche und Immobilienscout24.

WirtschaftsWoche Städteranking 2015

Und um die Innovationsfähigkeit der Städte zu fördern, sind vor allem Forschungszentren nötig, jedoch auch IT-Unternehmen und digitale Start-ups, die neue Erkenntnisse aufgreifen und umsetzen. Nur so können Ideen wie Smart Home, selbstfahrende Autos oder auch autonome Maschinen für die Industrie 4.0 umgesetzt werden.

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"Im internationalen Vergleich sollte uns zu denken geben, dass die Städte mit den traditionellen technischen Universitäten wie Aachen und Karlsruhe im Ranking so schlecht abschneiden. In anderen Ländern entsteht gerade um die führenden technischen Universitäten herum ein starkes innovatives Umfeld", kommentiert Andersen.

Eine Stadt kann natürlich auch mit Charme punkten – und somit für benötigte Fachkräfte und Unternehmen attraktiv werden. Für Letztere zählt dabei vor allem Wirtschaftsfreundlichkeit. Hamburg ist unter Studenten der beliebteste Standort für die spätere Karriere – bei den Unternehmen schaffte es die Hansestadt jedoch nur auf Platz sechs. Berlin, München, Frankfurt und Köln sind nach Hamburg die beliebtesten Städte unter den deutschen Studenten.

Und nur mit gut ausgebildeten Fachkräften können neue Ideen entwickelt und umgesetzt werden. Entsprechend ist die Anzahl hochqualifizierter Arbeitnehmer ebenso wichtig, wie die Innovationskraft der ortsansässigen Unternehmen.

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