Fehler von Jungunternehmern: Sieben Gründe, an denen Startups scheitern

ThemaGründer

Fehler von Jungunternehmern: Sieben Gründe, an denen Startups scheitern

von Meike Lorenzen

Auf der Berliner Konferenz "Next" präsentieren Startups derzeit ihre Ideen. Offizielle Statistiken belegen allerdings, dass viele Jungunternehmen scheitern. Die meisten begehen diese sieben Fehler.

Die Bilanz ist eindeutig: 338.000 Existenzgründungen zählte das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) im vergangenen Jahr - bei 354.000 Pleiten. Im Jahr 2012 lag diese Differenz sogar noch bei 24.000.

So unterschiedlich die Gründe für das Scheitern auch sein mögen - es gibt durchaus Gemeinsamkeiten.

Anzeige

Davon ist zum Beispiel die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) überzeugt. Ihre Experten haben die Gründe für das Scheitern von Existenzgründern genauer analysiert. Deshalb werteten sie die Geschäftskonzepte von Jungunternehmern aus, die bei den regionalen Industrie- und Handelskammern vorgelegt wurden. Demnach begehen Gründer vor allem sieben Fehler:

1. Unzureichende Branchenkenntnisse

Eine gute Idee ist nicht alles. Wer sein Produkt an den Käufer bringen will, muss sich auch in seiner Branche gut auskennen. Laut DIHK-Gründerreport scheitern daran 20 Prozent der Unternehmensgründer.

Die Folge: Gerade in der wichtigen Startphase mangelt es an wertvollen Kollegen-, Lieferanten- und Kundenkontakten. Die Experten raten dazu, eine Branche zunächst aus der Angestellten-Perspektive kennenzulernen.

In einigen Branchen verlangen die Behörden auch Genehmigungen, um ein Gewerbe anzumelden - zum Beispiel beim Handel mit Arzneimitteln oder bei der gewerblichen Personenbeförderung. Wer solche Details vorher nicht kennt, scheitert oft schon bei den ersten Schritten in die Selbstständigkeit.

Friederike Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung Quelle: Presse

Friederike Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung

Bild: Presse

2. Fehlende Finanzierung

In 29 Prozent der Fälle war die Finanzierung des Unternehmens laut Gründerreport nicht gut durchdacht. IfM-Präsidentin Friederike Welter kennt das Problem gut. Sie unterrichtet an der Universität Siegen und ist Expertin auf dem Gebiet der Unternehmensgründung. „Bei der Finanzplanung vergessen besonders junge Gründer in einem ersten Schritt sogar ihr eigenes Gehalt“, sagt sie. Auch dass Versicherungen oder ein Kredit bedient werden müssen, gerate manchmal in Vergessenheit.

Doch selbst wenn der Finanzplan auf den ersten Blick solide wirkt, scheitern gerade Neugründer häufig an unvorhergesehenen Ereignissen. So kann ein zu großer Erfolg eines Produktes die Planung umwerfen, wenn zum Beispiel plötzlich viel mehr Mitarbeiter eingestellt werden müssen. Welter empfiehlt Gründern, die Finanzierung so zu gestalteten, dass sie auf verschiedene Unternehmensverläufe reagieren können. Hat eine erste Finanzierungsrunde geklappt und ist eine Dienstleistung oder ein Produkt schon am Markt etabliert, klappt es eher mit der Anschlussfinanzierung.

Anzeige
Jobletter:Der exklusive Jobservice für Juristen
Jobletter-Bild

Der WirtschaftsWoche-Jobletter schickt Ihnen wöchentlich alle Stellenangebote zu, die Ihrem Profil entsprechen. Mehr...

STELLENMARKT


Mit dem Jobturbo durchsuchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen  in 36 deutschen Stellenbörsen.
Diese Jobs suchen die wiwo-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
4. Controller   9. Volkswirt
5. Steuerberater   10. Designer
My Best Company:Den passenden Arbeitgeber finden

Werden Sie initiativ! Hier finden Sie die Firmen, bei denen Sie sich initiativ bewerben können. Mehr...

Siedler Online
Anno Online
Eine neue Welt: Länder entdecken, Grenzen erweitern, Wirtschaft optimieren.

Testen Sie jetzt Ihr Handelsgeschick in der Welt von Anno Online.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%