Gründer: Studenten verlieren Lust auf Selbstständigkeit

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Gründer: Studenten verlieren Lust auf Selbstständigkeit

Nur jeder fünfte Student in Deutschland strebt die berufliche Selbstständigkeit oder Unabhängigkeit an. Vor fünf Jahren war das noch für ein Viertel der Studenten ein Ziel.

Deutschland verliert an Gründergeist. Nur noch für 20 Prozent der Studenten wirtschaftsnaher Fachbereiche sehen Selbständigkeit oder Unabhängigkeit als ein wichtiges Karriereziel an, wie eine Umfrage des Beratungsunternehmens Universum Communications unter mehr als 22.000 Studierenden an 135 Hochschulen in Deutschland ergab. In der gleichen Umfrage von 2008 sprachen sich noch 25 Prozent dafür aus.

Die Studenten bestätigen damit einen Trend, der auch außerhalb der Hochschulen zu erkennen ist. Nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) können sich nur noch 29 Prozent aller Erwerbstätigen vorstellen, sich selbständig zu machen. 2012 sank die Zahl der Existenzgründungen mit 350 000 auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Ein Grund dafür ist die gute wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Unternehmen, die Arbeitssuchenden Sicherheit und attraktive Gehälter bieten können.

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Gerade Studenten der Informationstechnologien hat der Mut zur Selbständigkeit offenbar verlassen. Während 2008 noch 32 Prozent von ihnen Selbständigkeit oder Unabhängigkeit als wichtige Karriereziele nannten, sprachen sich jetzt nur 20 Prozent für diese Ziele aus. Auch bei angehenden Ingenieuren sank der Wunsch nach Selbständigkeit und Unabhängigkeit von 23 auf 17 Prozent.

Universum-Experte Stefan Lake fordert angesichts dieser Ergebnisse, dass die Universitäten das unternehmerische Denken stärker fördern sollten. “Wenn sich nur noch 20 Prozent der Studierenden überhaupt vorstellen können, ein eigenes Unternehmen zu gründen, gefährdet dies den Wirtschaftsstandort Deutschland. Unternehmen wollen nicht nur fachlich kompetente, sondern auch unternehmerisch denkende Mitarbeiter.“

Auch andere Karriereziele wie „intellektuell herausgefordert sein“ und „unternehmerisch oder kreativ/innovativ sein“ sind nicht mehr so stark gefragt wie vor fünf Jahren. Nahezu die Hälfte der Befragten (45 Prozent) sagten 2008 noch, dass sie eine berufliche Aufgabe suchen, die sie intellektuell herausfordert. 2013 zählt nur noch für 35 Prozent der Studenten die intellektuelle Herausforderung als Karriereziel. Das Karriereziel „unternehmerisch bzw. kreativ/innovativ sein“ war 2008 für 30 Prozent der Studenten attraktiv, 2013 nur noch für 24 Prozent.

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Ganz oben in der Hierarchie der Karriereziele steht demgegenüber seit Jahren die „ausgewogene Work-Life-Balance“. Für mehr als die Hälfte der Studierenden ist dies bereits seit 2008 das wichtigste Karriereziel, gefolgt vom Ziel, einen sicheren und beständigen Arbeitsplatz zu haben.

fk

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