Gründertagebuch: Ab ins Risiko

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Gründertagebuch: Ab ins Risiko

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Gut Holz! Sebastian Schips verwandelt die Ideen seiner Kunden in neue Möbel

von Jens Tönnesmann

Im ersten Teil berichtet Sebastian Schips, wie schwierig es war, Meine Möbelmanufaktur zu gründen.

Die Schreinerei der Familie Schips in Köngen bei Stuttgart gehört zu den ältesten Betrieben im Ort: Seit drei Generationen stellt das Unternehmen Möbel her. Sebastian Schips, 31, Sohn des Inhabers, hat jetzt zusammen mit seiner früheren Kommilitonin Birgit Gröger, 29, das Startup Meine Möbelmanufaktur gegründet. In dem Online-Shop können Kunden Möbel selbst konfigurieren und bestellen – hergestellt werden sie dann in der Familienschreinerei. Mit der Idee konnte das Duo den WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb 2012 für sich entscheiden. Von nun an berichtet Schips in der WirtschaftsWoche regelmäßig über Fortschritte des Startups.

7. März 2011

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Seit Langem suche ich einen Weg, die Möglichkeiten des Internets mit unserer Schreinerei zu kombinieren. Wir wollen Produkte verkaufen, in denen Handarbeit steckt – sonst werden wir viele unserer 25 Mitarbeiter nicht mehr beschäftigen können. Wäre es möglich, einen Online-Shop einzurichten, in dem Kunden Möbel selbst gestalten? Ich treffe mich mit Birgit Gröger, die ich an der FH Rosenheim kennengelernt habe. Dort habe ich Holztechnik studiert, sie Betriebswirtschaft. Wir beschließen, das Projekt zusammen anzugehen.

7. Juni 2011

Eine schlaflose Nacht liegt hinter mir. Seit Wochen suche ich nach einem Möbel-Konfigurator im Netz – Fehlanzeige! Am Telefon klappere ich zahlreiche Softwareagenturen ab. Ohne Erfolg. Jetzt versuche ich es selbst, sonst ist die Idee gestorben.

24. August 2011

Draußen ist Freibadwetter – aber ich sitze am Bildschirm. Ich habe mich durch sieben Bücher gequält und Programmiersprachen gebüffelt. Heute habe ich endlich das erste Erfolgserlebnis: Ich kann mit ein paar Klicks eine Art Schrank gestalten!

4. Oktober 2011

Tagsüber sitze ich im Büro oder stehe in der Werkstatt, abends programmiere ich. Wochenenden und Freunde gibt es nicht mehr. Inzwischen kann ich am Bildschirm die Maße eines Schranks einstellen und ihm einzelne Elemente zuordnen.

17. Oktober 2011

Wir laden zehn Freunde ein, die uns helfen, die besten Farben für unseren Online-Auftritt zu finden und das richtige Logo auszuwählen. Auch ein Name ist gefunden: „Meine Möbelmanufaktur“!

15. November 2011

Wir bekommen das endgültige Angebot der Stuttgarter Agentur, die unseren Shop bauen soll. Das kostet uns so viel wie ein neuer Mittelklassewagen. Aber von meinen Eltern weiß ich: Als Unternehmer musst du ins Risiko. Wir zögern keine Sekunde und unterschreiben.

10. Februar 2012

Endlich: Nach einigen Anlaufschwierigkeiten geht unsere Seite um 18 Uhr online. Wir machen einen Sekt auf!

12. März 2012

Der erste Kunde: Sein Schrank ist nicht gerade groß, aber wir freuen uns riesig.

21. Mai 2012

Heute bestellt ein Kunde schon zum zweiten Mal. Für uns der beste Beweis, dass das Konzept funktioniert.

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15. Juli 2012

Das Geschäft läuft immer besser. Wir diskutieren mit unseren Freunden darüber, was wir noch anbieten sollten, und entscheiden uns für Tische und Bänke. Ab jetzt wird wieder programmiert.

29. August 2012

Wir fahren nach Köln, zum Finale des Gründerwettbewerbs. Etwas aufgeregt sind wir schon, aber alles läuft gut. Jetzt ist die Jury am Zug!

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