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Gründertagebuch: Starker Dollar, teurer Roller

von Jens Tönnesmann

Im zweiten Teil des Gründertagebuchs berichtet Jungunternehmer Patrik Tykesson, wie E-Bility seine Elektroroller in Europa populär machen will und warum sein Unternehmen unter dem schwachen Euro leidet.

Erfolg auf ganzer Linie: Grafiker Tim Knoppik zeichnet den neuen Elektroroller
Erfolg auf ganzer Linie: Grafiker Tim Knoppik zeichnet den neuen Elektroroller

Zeit für Urlaub hatten Patrik, Daniel und Philipp Tykesson in den letzten zwei Jahren nicht. Schuld ist der „Kumpan electric 1954“ – ein Roller im Design der Fünfzigerjahre mit modernem 2000-Watt-Elektromotor, den die Gründer in China herstellen und von Remagen aus vermarkten. Preis: rund 2600 Euro.

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Mit dieser Geschäftsidee setzt das Gründertrio auf die Retro-Welle und den Ökotrend. Das kommt an – nicht nur bei Privat- und Firmenkunden, sondern auch bei der Jury des WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerbs. Sie kürte E-Bility im September zum Sieger. Seitdem berichtet Patrik Tykesson im Gründertagebuch über die Fortschritte des Startups.

22. September

Der Wert des Euro, gemessen am Dollar, fällt auf den niedrigsten Stand seit Januar! Für uns ein Risiko. Denn wir produzieren unsere E-Roller in China und haben die Verträge mit unseren Zulieferern in Dollar vereinbart. Wenn der Euro schwächelt, verteuert sich die Produktion. Deswegen kaufen wir in regelmäßigen Abständen Dollar, um uns gegen die Turbulenzen auf den Märkten abzusichern. Zum Glück sitzen unsere Konkurrenten im gleichen Boot.

23. September

Unser Grafiker Tim erstellt ein Logo nach dem anderen und beklebt die Roller damit. Unsere Firmenkunden und Fachhändler möchten so auf der Straße demonstrieren, wie sehr ihnen die Umwelt am Herzen liegt. Auch uns hilft das: In‧zwischen haben wir Firmenkunden aus zahlreichen Branchen, die ihren Angestellten mit unseren Rollern umweltfreundliche Mobilität bieten und nebenbei Parkplatzprobleme lösen.

25. September

Wir beschließen, eine zweite Ausbildungsstelle zu besetzen, und führen Bewerbungsgespräche mit Vertrieblern, Ingenieuren und Logistikern. Bis zum Frühjahr wollen wir unser Team auf 15 Mitarbeiter vergrößern, um den Saisonstart zu meistern.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 18.11.2011, 20:37 UhrWahrheit29

    Warum man immer in China produzieren muß ist mir ein Rätsel, made in China hat ja einen miserablen Ruf durch den sogenannten Chinaschrott und billig verkauft sich nicht immer gut. Würden die Firmeninhaber in Deutschland produzieren, hätten sie einen gewaltigen Imagevorsprung aber manche lernen es ja nie.

  • 18.11.2011, 20:37 UhrWahrheit29

    Warum man immer in China produzieren muß ist mir ein Rätsel, made in China hat ja einen miserablen Ruf durch den sogenannten Chinaschrott und billig verkauft sich nicht immer gut. Würden die Firmeninhaber in Deutschland produzieren, hätten sie einen gewaltigen Imagevorsprung aber manche lernen es ja nie.

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