Gründerwoche: Mehr Gründergeist für Deutschland

Gründerwoche: Mehr Gründergeist für Deutschland

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Gründerland Deutschland: Die Zahl der Existenzgründungen in der Republik steigt nach Zahlen des Wirtschaftsministeriums seit einigen Jahren kontinuierlich an. Dennoch liege Deutschland im internationalen Vergleich damit noch auf einem der hinteren Plätze.

Deutschland fehlt es an Gründern, zeigt erneut eine Studie. Die Gründerwoche soll helfen, dass zu ändern.

„Gründerinnen und Gründer spielen eine Schlüsselrolle für den Wohlstand in Deutschland“, sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler bei der Eröffnung der Gründerwoche, die das Wirtschaftsministerium erstmals veranstaltet. Doch eine Studie zeigte wieder einmal: Es besteht großer Nachholbedarf, denn in Deutschland gibt es einfach zu wenig Menschen, die ihr eigenes Unternehmen auf die Beine stellen. Erst kürzlich hatte eine Untersuchung gezeigt, dass die Zahl der High-Tech-Gründungen zurückgeht.

Das Gründungspanel der Bankengruppe KfW und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zeigt nun, dass die 2010 neu gegründeten Unternehmen der Bundesrepublik weniger Umsatz, weniger Innovation und weniger Arbeitsplätze als im Vorjahr gebracht haben.

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Weniger Innovation, weniger Umsatz

Obwohl Deutschland von einem Aufschwung profitierte, schufen die Neugründungen 2010 insgesamt etwa 90 000 Arbeitsplätze weniger. Ein Grund dafür könnte in der Unsicherheit der neu geschaffenen Jobangebote liegen: „Etablierte Unternehmen bieten tendenziell eine höhere Arbeitsplatzsicherheit sowie höhere Löhne. Daher waren neu gegründete Unternehmen für Arbeitssuchende im vergangenen Jahr weniger attraktiv“, sagte ZEW-Experte Georg Licht. Dadurch sei es für die Gründer schwieriger gewesen qualifiziertes Personal zu finden.

Die Umsatzzahlen sprechen ebenfalls für sich: Während Gründungen 2009 im ersten Jahr ihres Bestehens durchschnittlich einen Umsatz von 192 000 Euro erzielten, lag der Umsatz 2010 nur noch bei rund 144 000 Euro.

Der Präsident des Branchenverbandes BITKOM, Dieter Kempf, spricht davon, dass in Deutschland vielfältige Unterstützung für Gründer notwendig sei, um die Situation zu verbessern: „Politik, Verbände und Banken müssen an einem Strang ziehen und gemeinsam gute Ideen für Start-ups unterstützen“, sagte Kempf. „Eine moderne Volkswirtschaft kann es sich nicht leisten, wertvolle Geschäftsideen in großem Maßstab zu verlieren.“

Zudem bräuchten Gründer bessere Finanzierungsmöglichkeiten. „Gerade in der Hightech-Branche, die von neuartigen und oft außergewöhnlichen Geschäftsideen lebt, fehlt es zu oft an der Risikobereitschaft der Kapitalgeber“, so Kempf.

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