Gründungsradar: Hier werden Gründer am besten gefördert

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Gründungsradar: Hier werden Gründer am besten gefördert

Am Mittwoch veröffentlichte der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zum ersten Mal den Gründungsradar. Die Gewinner kommen aus München, Lüneburg und Leipzig.

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften aus München, die Leuphana Universität Lüneburg und die HHL Leipzig Graduate School Of Management sind am erfolgreichsten beim Schaffen einer lebendigen Gründungskultur. Sie belegten in den Kategorien der großen (mehr als 15.000 Studierende), mittleren (5.001 bis 15.000) und kleinen (maximal 5.000) Universitäten jeweils den ersten Platz.

Der dieses Jahr zum ersten mal veröffentliche Gründungsradar zielt darauf ab, zu ermitteln, welche Hochschulen beste Voraussetzungen für potentielle Gründer unter ihren Studierenden schaffen. Dies geschieht anhand von vier Kategorien: Gründungsverankerung, Gründungssensibilisierung, Gründungsunterstützung und Gründungsaktivitäten. Um zu ermitteln, wie stark die einzelnen Hochschulen in den verschiedenen Kategorien engagiert sind, melden diese zum Beispiel betreute Gründungsvorhaben, Gelder, die in die Gründungsförderung geflossen sind oder die Zahl der tatsächlichen Gründungen.

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Vom Gründungsradar erfasst werden 54 Prozent aller deutschen Hochschulen, unabhängig von ihrer Art, Größe oder dem Träger. Dementsprechend sind sowohl Universitäten als auch Fachhochschulen, große und kleine, private und öffentliche Hochschulen an der Untersuchung beteiligt. Diese Hochschulen investierten im letzten Jahr 49 Millionen Euro in die Gründungsförderung, registrierten 1.145 Gründungen und 4.284 betreute Gründungsverfahren und meldeten 101 Gründungslehrstühle. Des Weiteren gab es 1.123 curriculare und 2.089 außercurriculare gründungsrelevante Veranstaltungen.

Die Forscher konnten unterschiedliche Verbindungen feststellen. So beeinflussen sich beispielsweise die Gründungen aus einer Hochschule und das wirtschaftliche Umfeld derselben gegenseitig. Auch Erfolge der EXIST-Förderung des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die die Entwicklung einer aktiven Gründungskultur ermöglichen und beschleunigen soll, konnten ermittelt werden. Die Hochschulen, die bereits Fördergelder erhalten haben, schneiden im Vergleich besser ab, als jene, die noch nicht gefördert wurden. Dies liegt vor allem an der fortgeschrittenen Verankerung der Gründungsthematik in der Lehre.

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Obwohl bereits Fortschritte gemacht wurden, sieht der Grünungsradar noch Potential bei der Gründungsförderung der Hochschulen. Dieses könne nur durch das Engagement von Politik, wirtschaftlichem Umfeld und der Hochschulen selbst ausgeschöpft werden. So sollen auf der Ebene der Hochschulen beispielsweise mehr Studiengänge und Weiterbildungsangebote zu Entrepreneurship aufgebaut oder die Gründungsförderung als ganzheitliches Konzept unter Einschluss von Lehre, Forschung und Beratung verfolgt werden. Die Politik forderten die Forscher auf den nötigen bürokratischen Aufwand zu reduzieren und professionelle Sturkturen zu schaffen, während die Wirtschaft unter anderem mehr Einblicke in die Unternehmenspraxis ermöglichen solle.

Werden diese Vorschläge und Forderungen umgesetzt, sind in den kommenden Jahren weitere Fortschritte auf dem Feld der Gründungsförderung zu erwarten, was für die deutsche Wirtschaft nur von Vorteil sein kann. Das weiß auch Andreas Barner, Präsident des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, der feststellt: "Studierende und Wissenschaftler entwickeln aus Forschungsergebnissen Ideen, die innovative Produkte hervorbringen können, die sie dann auf den Markt bringen. Gründungen aus Hochschulen sind deshalb ein wichtiger Mechanismus für den Wissens- und Technologietransfer."

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