Bild: PresseBerühmte deutsche Gründer
Andreas von Bechtolsheim
Andreas von Bechtolsheim ist der große, alte Mann unter den deutschstämmigen Serienunternehmern – und gilt jüngeren Gründern wie Alexander Artopé als Vorbild. Mit Sun Microsystems hob er 1982 eine Firma aus der Taufe, die heute zu den großen Namen im globalen Softwaregeschäft gehört. 1995 gründete er das Technologieunternehmen Granite Systems, das bereits ein Jahr später von Cisco übernommen wurde. Mit seiner aktuellen Firma Arista Networks widmet er sich derzeit dem Thema Cloud Computing.
Bild: dpaIbrahim Evsan und Thomas Bachem
Gemeinsam gründen sie wie am Fließband. Nachdem Evsan (im Bild) und Bachem ihre Anteile an der Online-Community Sevenload verkauft haben, können sie sich ganz auf ihr derzeitiges Projekt konzentrieren. Mit United Prototype sind sie seit 2010 im Bereich Social-Gaming aktiv, ihre erste Veröffentlichung ist das Spiel Fliplife, bei dem die Nutzer ihren Avatar durch die Höhen und Tiefen des ganz normalen Lebens begleiten.
Bild: Arne Weychardt für WirtschaftsWocheStephan Uhrenbacher
Er ist der Shootingstar unter den deutschen Serientätern. Erst kürzlich gewann Uhrenbacher (rechts im Bild) mit seinem aktuellen Startup Avocado Store den Gründerpreis der WirtschaftsWoche. Zuvor hatte er für den Verlag Gruner & Jahr den Reisedienstleister Travelchannel entwickelt, bevor er im Jahr 2005 Qype gründete. Auf der Plattform wird alles bewertet, was sich bewerten lässt, zum Beispiel Bars, Cafes, Restaurants, Shops, Handwerker, und Clubs.
Bild: PresseLukasz Gadowski
Mit dem Online-Shop Spreadshirt für individuelle T-Shirts wurde er reich. Inzwischen gründet er mit seinem neuen Projekt Team Europe Ventures Firmen in Serie. Gadowski investiert dabei einfach in bestehende Startups oder wirbt junge Unternehmer an, die dann seine Ideen umsetzen. Zum Portfolio gehören mehr als 50 Unternehmen, unter anderem die Plattform Mymuesli, der Eventmanager Amiando und der Online-Optiker MisterSpex.
Bild: PresseLars Hinrichs
Seine erste Gründung war die Plattform Politik Digital – doch erst das Netzwerk Xing machte ihn berühmt. Im vergangenen Jahr verkaufte er seine Anteile für 48 Millionen Euro an den Verlag Hubert Burda. Jetzt zieht er die Investmentfirma Hackfwd hoch. Nebenbei beteiligt er sich an JamesList, eine Art Ebay für Superreiche.
Bild: Frank Beer für WirtschaftsWocheGerrit Schumann
Nachdem er im Jahr 2004 sein erstes Startup Element 5 für 120 Millionen Dollar verkaufte, führte er das Leben eines Neureichen auf Mallorca – hielt das aber nicht lange aus. Inzwischen hat er ein neues Unternehmen gestartet: Music Networx kopiert Mitschnitte von Konzerten auf USB-Sticks und verkauft diese legal. Das Fan-Netzwerk dazu hat bereits 200.000 registrierte Kunden.
Bild: Armin Brosch für WirtschaftsWocheOliver, Marc und Alexander Samwer
Die drei Brüder (im Bild: Oliver Samwer) gelten als Bad Boys der Gründerszene. Dabei halten sie sich nur an eine simple Erfolgsregel, die viele Serienunternehmer zu ihrem Motto erklärt haben: Lieber gut kopiert als schlecht selbst gemacht. Der Erfolg gibt ihnen Recht. So gründeten sie die deutsche Kopie des US-Auktionshauses Ebay, riefen danach den Klingeltonriesen Jamba ins Leben und hatten auch beim Facebook-Klon StudiVZ ihre Finger mit im Spiel.
Bild: Max Lautenschläger für WirtschaftsWocheAlexander Artopé
Er gründete im Jahr 1999 die Softwarefirma Datango, wendete sich aber bereits sieben Jahre später einem neuen Projekt zu: Mit Smava brachte Artopé das Modell der Privatkreditvermittlung nach Deutschland. Auf der Internetseite können private Nutzer sich gegenseitig Darlehen geben – der Weg zur Bank wird überflüssig. Im vergangenen Jahr wurden über die Seite bereits Kredite im Wert von rund 15 Millionen Euro vergeben. Rund 2000 Kreditnehmer erhielten Geld.
Berühmte deutsche Gründer
Andreas von Bechtolsheim
Andreas von Bechtolsheim ist der große, alte Mann unter den deutschstämmigen Serienunternehmern – und gilt jüngeren Gründern wie Alexander Artopé als Vorbild. Mit Sun Microsystems hob er 1982 eine Firma aus der Taufe, die heute zu den großen Namen im globalen Softwaregeschäft gehört. 1995 gründete er das Technologieunternehmen Granite Systems, das bereits ein Jahr später von Cisco übernommen wurde. Mit seiner aktuellen Firma Arista Networks widmet er sich derzeit dem Thema Cloud Computing.
Es war so eine gute Idee: Wer arbeitslos wurde, hatte einen Anspruch auf den sogenannten Gründungszuschuss, den Nachfolger des Überbrückungsgeldes und dem Existenzgründungszuschuss (Ich-AG). 1,87 Milliarden Euro hielt der Staat pro Jahr für die Neugründer bereit. Bis im letzten Oktober Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit dem Rotstift kam: Jetzt gibt es nur noch 450 Millionen Euro – der Staat muss sparen. Damit wurde die Pflichtleistung, die jedem Empfänger von Arbeitslosengeld I zustand, zur Ermessensleistung.
Was sich am Zuschuss ändert
Wer bekommt den Zuschuss?
Menschen, die Arbeitslosengeld I beziehen, können den Gründungszuschuss beantragen, daran hat sich nichts geändert. Neu ist, dass sie jetzt keinen Anspruch mehr auf die Förderung haben. Ob sie Geld bekommen, entscheidet ihr Sachbearbeiter.
Wann muss der Zuschuss beantragt werden?
Ursprünglich musste der zukünftige Gründer noch 90 Tage lang Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben, wenn er sein neues Unternehmen aus der Taufe hebt. Dieser Gründungszeitpunkt wurde nun erhöht: Der vorhandene Restanspruch auf ALG I muss nun 150 Tage betragen.
Wie ändert sich die Dauer der Förderung?
Ursprunglich galt: Wer sich selbständig machte, bekam neun Monate lang das Arbeitslosengeld plus 300 Euro Sozialversicherungspauschale. Bei Bedarf wurden die 300 Euro nach Ablauf dieser Zeit noch sechs Monate weiter bezahlt. An den insgesamt 15 Monaten Förderung ändert sich erst einmal nichts, allerdings ändert sich die Dauer der einzelnen Förderphasen: Phase eins wird auf sechs Monate verkürzt, Phase zwei auf neun Monate verlängert.
Bis zur Änderung des Zuschusses mussten Gründungswillige einen stichhaltigen Businessplan vorlegen sowie ein Gutachten, dass sie sich in der angestrebten Branche gut genug auskennen und entsprechend qualifiziert sind. Der Maurer konnte also auch 2011 keinen Medizintechnikbetrieb eröffnen – Pleiten wegen mangelndem Know How waren so weitgehend ausgeschlossen. Bescheinigungen von fachkundiger Stelle und den Businessplan brauchen die Gründer immer noch. Ob sie den Zuschuss auch bekommen, liegt nun aber im Ermessen des jeweiligen Sachbearbeiters beim Arbeitsamt. Und die sind mit der Situation zuweilen überfordert.
Seit Januar seien die Beamten "nur noch auf Ablehnung gepolt", sagte Gründerberater Andreas Lutz in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. "Die Berater wissen ja nur, dass sie sparen sollen - nicht aber, wie." Nur wer als unvermittelbar gilt, darf sich noch selbstständig machen. So steht es in einer der wenigen klaren Anweisungen, die die Sachbearbeiter haben: "Sind zum Zeitpunkt der Beantragung keine Stellenangebote möglich, sind die Voraussetzungen zu prüfen und das Ermessen auszuüben", heißt es in einer Anleitung zur Vergabe des Zuschusses. Dass solche Gründer erfolgreicher sind als andere, darf bezweifelt werden.






















