Grüne Pioniere: Die 30 innovativsten grünen Startups

Grüne Pioniere: Die 30 innovativsten grünen Startups

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Grüne Startups wie Heliatek, das "organische Solarzellen" herstellt, wollen mit frischen Ideen und innovativer Technik den Umwelttechnologiemarkt erobern.

von Andreas Menn, Dieter Dürand und Benjamin Reuter

Solarzellen aus Plastik, Super-Batterien für Grünstrom, Sprit aus Algen: Eine Flut junger deutscher Unternehmen erobert mit neuen Ideen den Milliardenmarkt für Umwelttechnologien. Diese 30 Startups haben laut Experten die besten Chancen.

Ein Januarmorgen im Jahr 2030: Abertausende Deutsche fahren auf ihrem Elektroroller ins Büro, die Akkus frisch geladen mit Strom aus Miniwindrädern, die an den Straßenlaternen montiert sind. Die Stadtluft ist frisch und klar, seit immer mehr Autos mit sauberem Treibstoff fahren – hergestellt aus Kohlendioxid und grünem Strom. Und schaut man die Fenster der Gebäude genauer an, sind die hauchdünnen, transparenten Solarzellen zu erkennen, mit denen viele ihren Strom erzeugen.

Innovationen made in Germany

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So oder so ähnlich sieht sie aus, die Zukunft unserer Städte. Und die dafür notwendigen Technologien sind keine Visionen mehr: Sie stehen kurz vor dem Markteintritt. Es sind Innovationen made in Germany, von mutigen Gründern, deren Ideen das Potenzial haben, die Welt zu verändern. Welche 30 Unternehmen dabei die besten Chancen haben, hat die WirtschaftsWoche mit der Strategieberatung Roland Berger ermittelt. Die Experten haben Businesspläne studiert, Bilanzen analysiert und Dutzende Gründer interviewt.

Gute Chancen für Gründer

Die Hürde war hoch: In die letzte Runde schafften es nur Unternehmen, die bereits mit Wagniskapital finanziert sind, deren Innovationen und Geschäftsmodelle überzeugen und die zudem einen von vier grünen Wachstumsmärkten bedienen: Energie- und Ressourceneffizienz, neue Formen der Energieerzeugung, effiziente Wassertechnologien oder CO2-arme Mobilität.

Denn die Chancen für Gründer sind in diesen Feldern besser denn je. Umwelt- und Effizienztechnologien werden immer mehr zum Wachstumsmotor der Weltwirtschaft. Allein in Windparks, Solarkraftwerke und andere neue Energietechniken werden in den nächsten 20 Jahren 5,4 Billionen Dollar investiert, erwarten die Marktforscher von Bloomberg New Energy Finance.

Besonders stark sind deutsche Greentech-Gründer bei Technologien, die dabei helfen, Ressourcen besser zu nutzen. „Deutschland hat, wie nur wenige andere Länder, eine Kultur der Effizienz“, sagt Torsten Henzelmann, Partner bei Roland Berger. „Wir hatten nie nennenswerte Vorkommen an Öl, Gas, Kupfer oder Seltenen Erden – und kompensieren das, indem wir mit Ressourcen produktiver umgehen.“

Deutschlands grüne Gründer erschließen Industrieabwärme für die Gebäudeheizung, schalten bisher kaum genutzte Notstromaggregate zu virtuellen Kraftwerken zusammen und entwickeln die sparsamsten Elektromotoren der Welt.

Faszinierende Lösungen

Doch auch im Sektor erneuerbare Energien haben deutsche Greentech-Startups faszinierende Lösungen entwickelt: Sie verfeinern Technologien, um Gas aus Abfall zu gewinnen oder Algen Sprit herstellen zu lassen. Und sie bauen Solarzellen, die preiswerteren Strom liefern als Offshore-Windparks.

Auf der Suche nach frischen Ideen

Viele dieser Techniken haben das Potenzial, unsere Energieversorgung radikal zu verändern. Das lockt Wagniskapitalgeber in aller Welt: Allein im dritten Quartal 2011 sammelten grüne Startups weltweit mehr als zwei Milliarden Dollar ein, haben die Analysten des amerikanischen Marktforschungsunternehmens Cleantech Group ausgerechnet – viermal so viel wie noch vor sechs Jahren. „Die wichtigsten Kapitalgeber in Deutschland sind der High-Tech Gründerfonds und Konzerne wie Bosch oder Siemens“, sagt Jan Michael Hess, Gründer des Cleantech-Netzwerks Ecosummit in Berlin.

Risikokapitalgeber wie die Münchner Wellington Partners investieren bereits rund die Hälfte ihres Kapitals in Greentech-Startups – und suchen immer weiter nach frischen Ideen, vor allem an deutschen Hochschulen: „Im ganzen Silicon Valley finden Sie niemanden, der sich etwa mit Holzhackschnitzeln auskennt“, sagt Bart Markus, Cleantech-Experte bei Wellington Partners. „An deutschen Universitäten schon. Und das sind die Keimzellen für neue Unternehmen.“

Ein langwieriger Prozess

Zehn Jahre und 50 Millionen Euro brauche eine grüne Technologie im Schnitt, bis sie an den Markt gehen könne, sagt Wellington-Experte Markus: Eine langwierige Wette auf die Zukunft – aber mit hohen Gewinnchancen. Denn das Rennen um die führenden Techniken bei Solarenergie, Energienetzen oder Biokraftstoffen ist noch nicht entschieden.

Wie es gehen kann, zeigt das Oberhachinger Elektronikunternehmen EnOcean, das eine batterielose Funktechnik entwickelt hat. Nach zehn Jahren ist sie industrieweit Standard und hilft dabei, Gebäude effizienter und komfortabler zu machen. Die Experten sind sicher, dass wir in den nächsten Jahren noch viel mehr solcher Beispiele sehen werden.

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