Grüne Pioniere: Mitfahrgelegenheiten, Sonnenenergie und Stromzähler

Grüne Pioniere: Die 30 innovativsten grünen Startups

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Flinc vermittelt über eine App Mitfahrgelegenheiten, um so die Anzahl ungenutzter freier Plätze bei Autofahrten zu reduzieren.

Mitfahrgelegenheiten, Sonnenenergie und Stromzähler

Flinc: Vermittelt spontane Mitfahrten

In Deutschland bleiben jährlich bei 165 Millionen Autofahrten im Schnitt drei Plätze frei. Dabei würde schon ein Mitfahrer mehr die CO2-Emissionen pro Kopf um 50 Prozent senken. Mit ihrem 2010 gegründeten Netzwerk Flinc wollen der Unternehmensberater Klaus Dibbern, 50, und seine Mitgründer Benjamin Kirschner, 27, und Michael Hübl, 26, diese freien Plätze besetzen.

Wer sich bei Flinc registriert, kann über eine App auf dem Smartphone Fahrwünsche für eine bestimmte Strecke eingeben. Fährt ein anderer Nutzer diese Strecke mit dem Auto, erhält er eine Nachricht und kann entscheiden, ob er den Mitfahrer mitnimmt. Geortet werden Fahrer und Mitfahrer via GPS-Chip im Handy. Für die Strecke berechnet Flinc einen Preis und regelt automatisch die Bezahlung. Vor allem Bewohnern in Ballungsgebieten, aber auch den Mitarbeitern großer Unternehmen will Flinc helfen, ihre Autos besser zu nutzen. Das Netzwerk hat bereits 40.000 Nutzer.

Solarspring: Säubert Wasser mit Sonnenenergie

Bis 2030 wird die weltweite Nachfrage nach sauberem Wasser das Angebot um rund 40 Prozent übersteigen, sagt der private Wasserforschungsverbund 2030 Water Resources Group voraus. Um diesen Engpass zu vermeiden, entwickelt das Freiburger Startup Solarspring mithilfe des Fraunhofer- Institutes für Solare Energiesysteme seit 2009 Wasseraufbereitungsanlagen, die mit Sonnenenergie und Filtern Wasser entsalzen, reinigen oder desinfizieren.

Salz und Bakterien etwa bleiben in feinsten Membranen hängen. Sogar verseuchtes Wasser wird mit der Technik wieder trinkbar, versichert Geschäftsführer Marcel Wieghaus, 34. Die Anlagen reinigen bis zu 20.000 Liter Wasser am Tag und kosten zwischen 10.000 und 200.000 Euro. In Betrieb sind sie etwa in Mexiko, Australien und Tunesien.

Greenpocket: Macht Stromzähler intelligent

Verbraucher können ihre Energiekosten senken, wenn sie ihren Stromverbrauch mit intelligenten Zählern analysieren. Das Kölner Startup Greenpocket ist deutscher Marktführer für Software, mit der die Verbrauchsdaten in Echtzeit als Diagramm in Smartphone-Apps oder auf dem Computerbildschirm erscheinen.

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30 Energieversorger in Deutschland nutzen die Programme des 28 Mitarbeiter starken Unternehmens. In den nächsten 10 bis 15 Jahren werden laut der Unternehmensberatung Arthur D. Little 35 Millionen smarte Stromzähler in Deutschland installiert.

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