Grüne Pioniere: Pflanzenbewässerung, Ökowärme und Brennstoffzellen

Grüne Pioniere: Die 30 innovativsten grünen Startups

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Zim Plant Technology will mittels Sensoren den Wasserbedarf von Planzen messen - um so Wasserverschwendung und Versalzung des Bodens zu reduzieren.

Pflanzenbewässerung, Ökowärme und Brennstoffzellen

Zim Plant Technology: Misst den Durst von Pflanzen

Weltweit bewässern Landwirte ihre Felder falsch, verschwenden kostbares Wasser und versalzen die Böden. Ein daumennagelgroßer Sensor des Startups Zim Plant Technology aus dem brandenburgischen Hennigsdorf verschafft Abhilfe: An die Blätter etwa von Obstbäumen geklemmt, registriert er den Druck, der in den Pflanzenzellen herrscht. Verlieren die Zellen Wasser, sinkt ihr Druck. „So wissen wir immer, wie durstig die Pflanzen sind, und bewässern nur, wenn es nötig ist“, sagt der Biotechnologe und Startup-Gründer Ulrich Zimmermann, 69.

Pro Acker installiert Zim Plant Technology drei Sensoren. Sie funken die Daten an eine Basisstation im Feld, die sie an einen Laptop überträgt. 4.000 Euro kostet ein System – und spart auf Feldern für Mais, Weizen und Soja rund 30 Prozent Wasser. 600 der Sensoren sind weltweit bereits im Einsatz. 2012 will Zimmermann die Massenproduktion starten und mehr als eine Million Euro umsetzen.

Industrial Solar: Erzeugt Ökowärme für Fabriken

Wärme ist bei industriellen Prozessen Energiefresser Nummer eins. Mit seiner Freiburger Industrial Solar will Geschäftsführer Christian Zahler, 43, Industriewärme umweltschonend erzeugen. Dafür fokussiert eine Schar drehbarer Spiegel das Sonnenlicht auf ein Absorberrohr, das heißen Wasserdampf erzeugt. Der kann auch genutzt werden, um in Kältemaschinen Kühle zu erzeugen.

In Katars Hauptstadt Doha klimatisiert Zahlers System 500 Sitzplätze eines Fußballstadions. Jetzt hofft der Gründer auf eine Bestellung für die Stadien der Fußball-WM 2022. Dann müsste er die 15-köpfige Belegschaft kräftig aufstocken.

Enymotion: Verkauft portable Brennstoffzellen

Geht es nach Steffen Wieland, 43, sind die Zeiten bald vorbei, als Segelboote und Campingwagen ihre Energie mit schmutzigem Diesel herstellten: Mit seinem Heilbronner Startup Enymotion will der Ingenieur, der zuvor bei Daimler und Bosch arbeitete, den Strom für die Freizeitfahrzeuge mit einer Brennstoffzelle erzeugen, die er seit 2007 mit einem 28-köpfigen Team entwickelt.

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Das Gerät, groß wie ein flacher Rollkoffer, verwendet umweltfreundliches Campinggas oder Bioethanol als Treibstoff. 7.000 Euro soll das Gerät kosten, die Fertigung startet im August. Geplanter Umsatz im Jahr 2013: 40 Millionen Euro.

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