Inkubatoren: "Geschwindigkeit zählt"

Inkubatoren: "Geschwindigkeit zählt"

Bild vergrößern

Florian Schweitzer

von Jens Tönnesmann

Der Gründer von BrainsToVentures, Florian Schweitzer, erklärt, was Jungunternehmer von Inkubatoren erwarten können.

WirtschaftsWoche: Herr Schweitzer, Sie finanzieren seit zehn Jahren junge Unternehmen. Seit Kurzem investieren Sie auch in den Inkubator HackFwd von Xing-Gründer Lars Hinrichs. Sind Ihnen die Ideen ausgegangen?

Schweitzer: Im Gegenteil. Oft kommen IT-Entwickler zu uns, die gute Ideen haben, aber vom Management eines Unternehmens wenig verstehen. Bisher konnten wir diesen „Geeks“ kaum helfen – jetzt vermitteln wir sie an HackFwd und können dann investieren.

Anzeige

HackFwd züchtet zurzeit sieben Startups. Welche haben Sie vermittelt?

Noch keines. Von den Entwicklern, die wir Lars Hinrichs empfohlen haben, war ihm keiner gut genug.

Frustriert Sie das?

Nein, ich bin heilfroh. HackFwd durchleuchtet die Ideen und filtert jene aus, die nicht funktionieren. Wir beteiligen uns nur, wenn die Idee aussichtsreich ist und in einer etwas späteren Phase bereits erste Markterfolge hat. Das erspart uns Arbeit und verhindert, dass wir unser Geld verbrennen.

Was bringt das Konzept den Gründern?

Die bekommen Startkapital für ein Jahr. Außerdem kümmert sich HackFwd um das Marketing und hilft zum Beispiel bei rechtlichen Fragen. So können sich die Gründer darauf konzentrieren, ihre Technologie zu entwickeln.

Ein typischer Inkubator also?

Nein. Zum einen sucht HackFwd nur absolut neue Ideen, zum anderen stellt es keine Büros. Die Gründer tüfteln an unterschiedlichen Orten, treffen sich nur vier Mal im Jahr auf Mallorca...

...zum gemeinsamen Urlaub?

Mit Erholung haben die Reisen wenig zu tun. An den Treffen nehmen Profis von Unternehmen wie Google teil, die den Gründern knallhart sagen, was sie besser machen müssen, wenn sie nicht scheitern wollen.

Für all das verlangt HackFwd 27 Prozent der Anteile an den Unternehmen. Zu viel?

In diesem frühen Stadium ist das angemessen, zudem sind die Bedingungen transparent. In anderen Inkubatoren müssen Gründer mitunter die Mehrheit der Anteile abgeben. Für mich wäre das ein Killer-Kriterium.

Was meinen Sie damit?

Wenn ein Gründer nur 20, 30 Prozent seines Unternehmens besitzt, muss er sich ständig hereinreden lassen.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%